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Open for E-Cooperation: Hochschule - Unternehmenspraxis

Open for E-Cooperation: Hochschule - Unternehmenspraxis

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Published by Andrea Back
Dass Unternehmen und Hochschule eine Kultur pflegen, die offen für Kommunikation und Zusammenarbeit ist, hat
eine lange Tradition. Gastvorträge, studentische Beratung, Werkstudierenden-Plätze und Konsortialforschung sind
gängige Praxis. Dieser Vortrag legt das Augenmerk auf eine neue Qualität und neue Formen der Offenheit in der
Zusammenarbeit von Hochschule und Unternehmen, die mit der aktuellen Entwicklung des Web zur
Interaktionsplattform zusammenhängen. Wie Web-2.0-Prinzipien in offenen e-Kooperationsformen zum Tragen
kommen, wird an Projektbeispielen aus dem Wirkungskreis der Dozentin veranschaulicht. Diese noch jungen
Projekte sollen eine Diskussion anstoßen, wie weit die "Openness R-e-volution" greift und wie sie mit den
bewährten Formen zusammenspielt.
Auf Slideshare werden die Präsentationsfolien veröffentlicht werden.
Dass Unternehmen und Hochschule eine Kultur pflegen, die offen für Kommunikation und Zusammenarbeit ist, hat
eine lange Tradition. Gastvorträge, studentische Beratung, Werkstudierenden-Plätze und Konsortialforschung sind
gängige Praxis. Dieser Vortrag legt das Augenmerk auf eine neue Qualität und neue Formen der Offenheit in der
Zusammenarbeit von Hochschule und Unternehmen, die mit der aktuellen Entwicklung des Web zur
Interaktionsplattform zusammenhängen. Wie Web-2.0-Prinzipien in offenen e-Kooperationsformen zum Tragen
kommen, wird an Projektbeispielen aus dem Wirkungskreis der Dozentin veranschaulicht. Diese noch jungen
Projekte sollen eine Diskussion anstoßen, wie weit die "Openness R-e-volution" greift und wie sie mit den
bewährten Formen zusammenspielt.
Auf Slideshare werden die Präsentationsfolien veröffentlicht werden.

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Published by: Andrea Back on Mar 14, 2010
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06/06/2010

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Publiziert in: Apostolopoulos, N.; Mussmann, U.; Rebensburg, u.a. (Hrsg.): Grundfragen MultimedialenLehrens und Lernens – E-Kooperation und E-Praxis. Tagungsband der  GML 2010 vom 11.-12. März in Berlin. S. 14-18
Open (e-)Cooperation - Ein Erfahrungsbericht zu Formen der Zusammenarbeit von Hochschullehre und Unternehmenspraxis
Prof. Dr. Andrea Back, Universität St. Gallen, Competence Network Business 2.0 IWI-HSG
Offene Kultur in der Zusammenarbeit von Hochschule und Praxis ist etabliert
Dass Unternehmen und Hochschule eine Kultur pflegen, die offen für Kommunikation undZusammenarbeit in Lehre, Forschung und Dienstleistung ist, hat eine lange Tradition. Beispiele - nicht nurin den Wirtschaftswissenschaften - sind Gastvorträge und Praxisfallstudien in der Lehre bis hin zuProjektseminaren, in denen die Studierenden Beratungsleistungen im Dialog mitUnternehmensvertretern erbringen. Praktikanten bzw. Werkstudierenden-Plätze werden vonUnternehmen oft mit Aufgabenstellungen verbunden, die Studierende dann in Bachelor- undMasterarbeiten vertiefen. Schliesslich sind in der Forschung Konsortialprojekte verbreitet, in der sicheine oder mehrere akademische Organisationen und verschiedene Unternehmensvertreterzusammentun, um über längere Zeit an einem umfassenden Forschungsthema gemeinsam zu arbeiten.
Die Web-2.0-Innovationen bringen eine (R)evolution der Offenheit in der Zusammenarbeit mit sich
Die Web-2.0-Anwendungen – häufig wird auch von Social Media gesprochen - beruhen auf Prinzipien,die eine neue Qualität und neue Formen der Offenheit darstellen. Begriffe wie Open Source, OpenAccess, Open Innovation und Open Co-Development belegen, dass wir es mit einer regelrechtenOpenness-Bewegung zu tun haben. In weiteren durch das Web 2.0 populär gewordenen Begriffen wieCollective Intelligence, Crowdsourcing und Communities wird deutlich, dass die „Architektur desPartizipation“, in der die neueren Nutzungsformen des Web 2.0 gestaltet sind, sowohl die Öffnung vonKommunikations- als auch von Collaboration-Prozessen betrifft. Diese Öffnung hat innovativenCharakter, teils von disruptiver Qualität, d.h. bestehende Praktiken werden in Frage stellt. ZumSchwerpunktthema „E-Kooperation und E-Praxis“ im Kontext von Lehren und Lernen passt es deshalbgut, das Augenmerk einmal darauf zu richten, wie diese „Openness (R)Evolution“ der Web-2.0-Bewegungdie etablierten Formen der Zusammenarbeit von Hochschule und Unternehmen verändern oder durchNeuerungen bereichern kann.
E-Kooperation gestaltet sich durch Offenheit 2.0 anders – und auch besser?
Veränderungen müssen sich der Frage stellen, ob sie Probleme lösen oder zu Verbesserungen führen. Inden Wirtschaftswissenschaften misst man gerne die Steigerung der „Performance“. Wir könnten die
 
Frage diesbezüglich herausfordernd so formulieren: Führt die neue Offenheit zu „Hochleistungslernenauf Gegenseitigkeit“? Nur, wie messen wir Leistung beim Lehren und Lernen, wann sprechen wir vonHochleistung? Antworten darauf werden entsprechende Forschungsprojekte bringen, sobald einReifestadium erreicht ist, welches aber noch nicht abzusehen ist.Als Ausgangspunkt für die weiteren Ausführungen sollen deshalb einige grundlegende Überlegungengenügen. Mit dem Informationstechnik-Einsatz 1.0 verbindet man Automatisierung, d.h. auch den Ersatzmenschlicher Tätigkeit durch computergestützte Anwendungen. Bei den Web-2-0-Anwendungenerkennt man eher die Entfesselung und Aktivierung menschlicher Mitarbeit als deren Weg-Rationalisierung; ein Unternehmer, F. Roebers, formulierte über seine Enterprise-2.0-Kultur:
Unser Wiki-Intranet beseitigt die Barrieren der Mitarbeit 
1
. Daran wird deutlich, wie wenig Web-2.0-Anwendungen alsAutomaten, als selbstlaufende Softwaremaschinen zu verstehen sind, sondern als Zusammenspiel von„Mensch – Technik – Organisation“. Wir widmen uns deshalb der Betrachtung, wie und welche neuenFormen der (Zusammen)Arbeitsorganisation angesichts der Tatsache entstehen, dass der Mensch sichdem Wesen nach nicht ändert, die Technik - das „E“ bzw. „das Web“ - sich dagegen rasant entwickeln.Der Schwerpunkt der Betrachtung bei den folgenden Beispielen liegt also darauf: Wie ist E-Kooperationim Kontext von Lehre und Lernen innovativ organisiert und lebendig, weil das Zusammenspiel vonmenschlichem Verhalten und neuen Technologien funktioniert?
Wissen über E-Kooperation und E-Praxis in 2.0-Kultur gewinnt man durch Ausprobieren
Im Web 2.0 gilt unter dem Prinzip „Perpetual Beta“, dass man Anwendungen früh in die Welt setzt,kontinuierlich weiterentwickelt und ergänzt („Innovation in Assembly“), falls sie sich als erfolgreicherweisen. Man hält sich nicht mit einem langwierigen Entwurfs- und Evaluationsprozess bis zurvermeintlich fertigen, perfekten e-Anwendung fern von den Anwendern auf. Die Anbieter bringen eine E-Anwendung heraus und schauen was passiert; d.h. der experimentelle Prototyp wird ins offene Internet,in die „freie Wildbahn ausgesetzt“ und bleibt nicht hinter Laborwänden eingesperrt.Im Geist dieser Haltung sind auch die im folgenden vorgestellten Beispiele für E-Kooperation 2.0 und E-Praxis 2.0 im Umfeld von Lehre und Lernen zu verstehen: Es sind noch holzschnittartig gebaute Modellefür spätere ausgereiftere Varianten der E-Kollaboration-Praktiken, an denen Erfahrungen im Feldgesammelt werden. Besonderes Augenmerk liegt darauf, das Neue und disruptiv Innovative an derZusammenarbeitspraxis und ihren Ergebnissen an der praktischen Umsetzung anschaulich zu machen.Die Projektbeispiele stammen aus dem Wirkungskreis der Vortragenden; sie erheben somit keinenAnspruch auf Vollständigkeit hinsichtlich der denkbaren Zusammenarbeitspraktiken. Die noch jungenProjekte sollen eine Diskussion anregen, wie weit die "Openness R(E)olution" greift und angreift sowiewo die 2.0-Neuerungen nicht „kreativ zerstören“, sondern mit den eingangs genannten bewährtenKooperationsformen eine Verbindung mit dem Charakter einer kontinuierlichen Weiterentwicklungeingehen.
1
http://www.business20.ch/2008/07/25/wiki-als-intranet-so-raumt-man-hurden-fur-die-mitarbeit-aus-dem-weg-teil-1-von-9/
 
 
Beispiele für E-Kooperation und E-Praxis in 2.0-Kultur
Es liegt in der Natur des Web, dass Anwendungen für sich selbst sprechen. Da die Websites offenzugänglich sind, lassen sich die Projektbeispiele durch das Aufsuchen der genannten Websites studieren.Das Neuartige, die Bauprinzipien und Wirkmechanismen, kann man nicht durch Anlesen lernen, sondernnur durch Erleben, indem man sich als Nutzer verhält. Zum reinen Lesen der Websites muss noch etwashinzukommen: Das Nutzen ist ein Lernprozess, der gewisse Zeit in Anspruch nimmt. Zum Beispiel kannman das Online-Lexikon Wikipedia nur in seinem innovativen Charakter erfassen, wenn man dieseWebsite nicht nur über eine gewisse Zeit als Lesende/r nutzt, sondern diese auch insbesondere alsMitautor kennen gelernt hat
2
.Die Projektbeispiele gliedern sich nach Kernaufgaben in der Wissensvermittlung: In der Lehre sind diesvor allem die Lehrveranstaltungen und die Weiterbildungs-Seminare. Wissenskommunikation findet aberauch durch von der Academia organisierte Fachzeitschriften statt und mittels Publikation vonFachbüchern.1.
 
Offene Lehrveranstaltungen für Unternehmensvertreter als Dozierende und Lehrmaterial-Empfehlendea)
Wissensblog
 www.business20.ch mit Video-Interviews zu Fachinhalten b) Offener Klassenverband in einer
Microblogging-Community
: „Twitter – Begegnung mitaltbekannten Lernsituationen“ (Vortrag an der Learntec 2010 - siehehttp://www.slideshare.net/andreakback) 2.
 
Community-Plattformen
als für Zaungäste offenes Weiterbildungs-Seminar: Emerging Course-and Alumni Platform http://hsg-business20.ning.com  3.
 
Offene Fachzeitschrift für Fallbeispiele, Meinung und Dialog: WissensWert
Blog Carnival
 
Offen für „Co-Creation“ im Entstehungsprozess von Fachbüchern: Mit
Wiki-Software und inWiki-Kultur
entstandene Bücher (Forschungsprojekt „Web-2.0-Wege zum Fachbuch“)5.
 
Offene Gruppen- und Teamarbeitsräume im Web für die Zusammenarbeit von Studierenden,Dozierenden und Unternehmensvertretern (z.B.
37signals Basecamp
,
Google Sites
,
Yahoo!Groups
,
 Zimbra
,
 Zoho,
)
Fazit und Thesen für die Diskussion
2
http://www.business20.ch/2008/08/01/wie-vom-donner-geruhrt-vom-wiki-selbstregelungsmechanismus-teil-2-von-9/

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