Reerenz
Wenn nach einem Image-Desaster im In-ternet 2.0 die Krisen-PR anrollt, ist es fürdie Schadensbegrenzung meistens schonzu spät. In Blogs, Communities und Forenformieren sich einzelne kritische Verbrau-chererfahrungen schnell zu Lawinen, diekaum mehr zu kontrollieren sind. Anfang2010 bot sich für vibrio die Chance undNotwendigkeit, einmal auszuprobieren,was es konkret auf sich hat mit der vielbeschworenen neuen Kundenmacht imInternet – nicht aus Lust am Stänkern,sondern weil sich unser Problem nichtmehr anders lösen lies.
Seit rund zwei Jahren ärgerten sich die Mitar-beiter der Agentur über einen Kaeevollauto-maten der Firma „Kaee Partner“. Ganz ab-gesehen davon, dass die meisten Kollegen mitder Qualität des gebrühten Kaees unzurie-den waren, erschien der Pege- und Service-auwand als zu hoch. Vor allem aber war dieMaschine häufg deekt. Alle Nachragen, obwir nicht aus „Kulanz“ aus dem mehrjährigenLeasingvertrag des Anbieters entlassen werdenkönnten, wurden von der Firma Kaee Partnerabgelehnt oder gar nicht erst beantwortet. Alsim Herbst 2009 die Maschine wieder einmalün Tage deekt war, der Anbieter auch eineanteilige Kürzung der Leasingkosten ablehnte,mehrere Schreiben der Agenturleitung an dieGeschätsührung der Firma Kaee Partnerunbeantwortet blieben und das Unternehmenzuletzt gar mit dem Anwalt drohte, beschloßich, meinen Unmut über die Situation öent-lich zu machen. Eine Agentur ür Öentlich-keitsarbeit sollte schließlich wissen, wie soetwas geht.
Am AnfAng wAr dAs Blog
So publizierten wir am 8. Januar unsere bis-herigen Erahrungen in einem Posting auunserem eigenen Weblog. Ein Posting ist abernur so erolgreich, wie es vernetzt ist. Alsoanalysierten wir über einache Suchabragenin Google und Bing, welche Online Commu-nities von Kauentscheidern ür Kaeemaschi-nen in Büroumgebungen besonders intensivgenutzt werden und platzierten au etwa
„Das Leasing eines großenKaeevollautomaten kostet über ün Jahre zwischen5.000 und 10.000 Euro.Wenn auch nur ün Pro- zent der Leser unseres Blogsin ihrer Kauentscheidungbeeinusst wurden, ist dasfnanzielle Risiko ür ein imWeb 2.0 kritisiertes Unter-nehmen erheblich. Was alsohat Kaee Partner aus mei-ner Sicht alsch gemacht?Eine Reaktionszeit von mehr als vier Wochen sind im Web2.0 vier Lichtjahre. NegativeErahrungsberichte schau-keln sich – je nach Produkt und Produktverbreitung – imStunden- und Tagesrhythmusau. Unternehmen haben ei- gentlich nur 24 Stunden Zeit,um au kritische Berichte zureagieren und ihren Krisen- Aktionsplan umzusetzen.Sie müssen in Web-Moni-toring mit automatisierter Alert-Funktion und in ein
Kommunikation 2.0:Der Fall vibrio gegen Kaffee Partner
Kommunikation 2.0: Der Fall vibrio gegen Kaffee Partner|Seite 1
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