flüchtete gerade mit 16 Jahren vom Metzger – direkt in den Rausch:Haschisch, Koks, Heroin. 20 Jahre lang war er Junkie, 20 Jahreverkehrte er nur dort, wo es Huren und Zuhälter, Verbrecher undGescheiterte und jede Menge Stoff gab.Fünf Jahre war er im Gefängnis (Einbrüche, Diebstähle).1980 war die Lebenskraft des Neuhauser Buben erschöpft. Reisenach Holland, noch einmal eine Portion Heroin, dann goldener Schuss, kein Hahn kräht nach mir, ich kann nicht mehr.In dieser Depression traf Franz in Holland einen alten Freundnamens Uli, der ihn in einer Teestube mit einer christlichenGemeinschaft bekannt machte. Deren Mitglieder luden ihn in einehemaliges Kloster ein zu einer Entziehungskur. Franz litt 5 TageHöllenqualen, er schrie vor Schmerz und Verzweiflung, aber er schaffte diesen ersten Schritt. Dann arbeitete er ein Jahr lang imKloster, Küche, Garten, Aufräumarbeiten.Clean kehrte er in seine Vaterstadt München zurück. Er schaufelteSchnee für die Stadt München, er arbeitete bei einem Pizza-Bäcker,war Ordnungsmann bei Bundesliga-Spielen und beiMesseveranstaltungen.Der Gelegenheitsarbeiter suchte die Nähe zu Menschen, die ihmgeholfen hatten, zu Christen. So geriet er an eine Freikirche, die sich»Christliche Versammlung« nennt und ihren Sitz am Gollierplatz imWestend hat.Leben in totaler NächstenliebeAn diesem Platz mietete Franz Huber, der Junkie, ein Appartementmit 30 qm. An die Wand hängte er den »Notruf 5015«. Das ist der Psalm aus dem Buch David, der lautet: »Rufe mich an in der Not undich werde dich retten.«Franz Huber lebte wie Ur-Christen, in totaler Nächstenliebe. KeinJunkie in München, für den er nicht ein gutes Wort oder materielle