in vielen anderen europäischen Nachbarländern der Fall ist. Während in Amerika elf (!)unterschiedliche Fachzeitschriften aus verschiedenen psychologischen PerspektivenReligiosität und Spiritualität untersuchen, erschient als deutschsprachiges Organ das "Archivfür Religionspsychologie" alle drei bis vier Jahre
Das Archiv behandelt die Thematik aber eher aus religionswissenschaftlicher, religionspädagogischer und religionsphilosophischer Perspektive als mit religionspsychologischen Methoden und Theorien.Allerdings mehren sich die Hinweise auf eine Renaissance der deutschsprachigenReligionspsychologie, die bei uns Anfang dieses Jahrhunderts eine Blüte erlebte (vgl. Wulff 1997, 524ff):
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Seit einigen Jahren stellt der „Arbeitskreis Religionspsychologie“ unter der Leitung vonProf. Moosbrugger (Frankfurt) und Prof. Straube (Jena) neue empirischeForschungsarbeiten auf den Kongressen der „Deutschen Gesellschaft für Psychologie“vor
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1995 wurde zum ersten Mal in einem psychologischen Standardwerk die Religiosität aus psychologischer Perspektive thematisiert
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Einzelne Psychologen haben Modelle zur Bedeutung und Funktion von Religiositätentwickelt
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Aus psychoanalytischer Perspektive liegen einige neuere Monographien und Aufsätze zur Bedeutung der Religiosität vor
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Im deutschsprachigen „Wörterbuch der Religionspsychologie“ werden immerhin fünf der vierzig lexikalischen Stichwörtern von Psychologie-Professoren behandelt
. Alle anderenstammen von Theologen - was keine Wertung sein soll !
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Im letzten Jahr sind einige religionspsychologische Arbeiten veröffentlicht worden, dieetwas von der Vielfalt und Kreativität psychologischer Zugänge zum Phänomen desReligiösen widerspiegeln
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In Bad Kissingen wurde die wissenschaftliche Fachgesellschaft „Deutsches Kollegium für transpersonale Psychologie und Psychotherapie“ gegründet. Sie soll Forschenden undLehrenden, die sich mit der transpersonalen Psychologie beschäftigen, zumExpertenaustausch dienen
.Es ist als Fortschritt zu werten, daß in der seit 1996 gültigen Überarbeitung desStörungsverzeichnisses psychiatrischer Erkrankungen die Kategorie "Religiöses oder spirituelles Problem" hinzugefügt wurde. Diese neue Diagnose wird dann vergeben, wenn
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zuletzt 1990 (Bd. 20), 1994 (Bd. 21) und 1997 (Bd. 22)
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vgl. Popp-Baier 1993, Moosbrugger 1995
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Die dritte Auflage des Oerter/Montada-Lehrbuchs „Einführung in dieEntwicklungspsychologie“ enthält ein Kapitel zur Entwicklung der Religiosität (Oser &Bucher 1995)
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vgl. Flammer 1994, Tausch 1996, Oerter 1996
7
vgl. Henseler 1995, , Zepf 1996, Heigl-Evers 1997, Bassler 1999, Funke 1999, Moser 1999.Bei dieser Aufzählung habe ich die psychoanalytischen Kolleginnen und Kollegen, die vomGrundberuf her Theologen sind, außer Acht gelassen (vgl .aber Thierfelder 1998 undSchubert 1998!).
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H.Benesch, G.Jüttemann, H.Keupp, W.Mertens, H.Selg
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Andritzky 1997, Beile 1998, Dt. Bundestag 1998, Flosdorf 1998, Murken 1998, Nestler 1998, Sommer 1998
10
Prominente Teilnehmer sind die Professoren W. Belschner, K. Engel, P. Gottwald, H.Walach und E.Zundel. Mitinitiator ist der Psychiater J. Galuska aus Bad Kissingen, der einenach transpersonalem Konzept arbeitende Fachklinik leitet. Zu Forschungskonzepten vgl.Belschner & Galuska 1999, Engel 1998