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NAI DE 2007-10

NAI DE 2007-10

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03/27/2010

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3
EDITORIAL
 Liebe Israelfreunde
Ein Antrag auf einen Beschluss des US-Kongresses hat unter ameri-kanischen Juden, aber auch hier in Israel, für Aufregung gesorgt. In derEingabe wird die amerikanische Regierung aufgefordert, den Völkermordan den Armeniern ofziell anzuerkennen. Nun gibt es im Streit um diesenAntrag grundsätzlich zwei Positionen: zum einen die opportunistische, diezuerst den eigenen Vorteil sucht, und zum anderen die moralische, die umjeden Preis auch für andere die Verantwortung übernehmen will.Der Direktor einer jüdischen Einrichtung war anfänglich der Meinung,dass das Eintreten für diese Gesetzesvorlage die Ermordeten auch nichtmehr lebendig machen würde, sondern die jüdischen Gemeinden in derTürkei und die guten Beziehungen Israels zu diesem Land gefährden könne.Darum sei es für die Juden besser, sich aus dieser Sache herauszuhalten.Doch die heftige Kritik von Mitgliedern anderer jüdischer Organisationenzwang ihn, seine Position zu ändern. Nun ist in dieser Frage auch eine of-zielle Stellungnahme Israels gefordert. Der türkische Botschafter in Israelbrach deswegen sogar vorzeitig seinen Urlaub ab und kehrte nach Israelzurück. Der türkische Ministerpräsident soll wegen dieser Angelegenheitsogar persönlich mit dem israelischen Ministerpräsidenten telefonierthaben.Wird die israelische Regierung im Blick auf die eigenen Interessenschweigen oder sich auch in dieser Frage an dem hohen moralischen Stan-dard orientieren, zu dem sie der Holocaust verpichtet? Die amerikanischeRegierung bendet sich in einem ähnlichen Dilemma. Wird sie es wagen,der Gesetzesvorlage zuzustimmen, um damit der moralischen Forderunggerecht zu werden? Oder wird sie aus Rücksicht gegenüber der Türkei alseinem wichtigen NATO-Partner auf eine Stellungnahme verzichten? Vordem Zweiten Weltkrieg war das internationale Recht nicht zuständig fürdie Art, wie ein Staat mit seiner Bevölkerung umging. Gerade die USA blo-ckierten nach dem schrecklichen Geschehen in der Türkei eine Änderungdieses Rechts. So blieb es, bis Hitler begann, brutale Massnahmen gegendie deutschen Juden anzuordnen. Erst dann stellte sich erneut die Frage, obdie Untaten eines Staates an seinen eigenen Bürgern vom internationalenGesetz auszuschliessen seien oder nicht.Während des Völkermordes an den Armeniern gab es auch Türken,die unter dem Einsatz ihres eigenen Lebens armenischen Christen halfenund sie vor dem sicheren Tod retteten. Im Zusammenhang mit der Endzeiterwähnt die Bibel eine noch nie da gewesene Verfolgung, die zuerst Israelgelten wird, dann aber auch denjenigen, die das Malzeichen des Tieresnicht annehmen werden (Offb 12,13-17). Nach Matthäus 25,31-46 werdenbei der Wiederkunft Jesu die Menschen nach ihrem Verhalten gegenüberden Verfolgten beurteilt. Den Worten Jesu zufolge wird dieses Verhaltender Massstab sein für die Entscheidung zwischen ewigem Leben und ewi-ger Strafe. Daran können wir erkennen, welche Tragweite unser Handelnhat und dass eine unterlassene Hilfeleistung oder fehlendes Mitleid mitVerfolgten für unseren Herrn ein Gradmesser für die Liebe zu Ihm ist.Im Bewusstsein der Verantwortung, die wir vor dem Herrn für unsereMitmenschen haben, grüsst Sie mit einem herzlichen ShalomIhr
Fredi Winkler 
 Im Zusammenhang mit der  Endzeit erwähnt die Bibel eine noch nie da geweseneVerfolgung, die zuerst Is-rael gelten wird, dann aber auch denjenigen, die das Malzeichen des Tieres nicht annehmen werden
 
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Nachrichten aus Israel • 10/2007
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INHALT OKTOBER 2007
Nachrichten aus Israel
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Schweiz:
 
Missionswerk Mitternachtsruf
Abteilung Beth-Shalom
Ringwiesenstrasse 12aCH 8600 DübendorfTel. 0041 (0)44 952 14 17Fax 0041 (0)44 952 14 19E-Mail: beth-shalom@mnr.ch
Deutschland:
 
Mitternachtsruf Zweig Deutschland e.V.
Abteilung Beth-Shalom
Kaltenbrunnenstrasse 7DE 79807 LottstettenTel. 0049 (0)7745 8001Fax 0049 (0)7745 201E-Mail: beth-shalom@mnr.ch
Zeitschriften Schweiz:
Missionswerk Mitternachtsruf,
 
Abteilung Beth-Shalom
«Nachrichten aus Israel»Ringwiesenstrasse 12a, CH 8600 DübendorfTel. 0041 (0)44 952 14 15, Fax 0041 (0)44 952 14 11E-Mail: nai@mnr.ch
Deutschland:
 
Missionswerk Mitternachtsruf,
Abteilung Beth-Shalom
«Nachrichten aus Israel»Kaltenbrunnenstrasse 7, DE 79807 LottstettenTel. 0049 (0)7745 8001, Fax 0049 (0)7745 201E-Mail: nai@mnr.chDie «Nachrichten aus Israel» erscheinen auch inenglischer, französischer, holländischer, portugiesischer,rumänischer, spanischer und ungarischer Sprache.Erscheinungsweise monatlich.
Abonnementspreise jährlich:
Schweiz CHF 18.–; Deutschland EUR 12.–; Europa undMittelmeerländer EUR 18.–; Übersee EUR 24.–. Abonnemen- te laufen ein Jahr (beginnend jeweils Januar) und werdenautomatisch um ein weiteres Jahr verlängert, wenn sienicht einen Monat vor Jahresende gekündigt werden.
Einzahlungen Schweiz:
 
Missionswerk Mitternachtsruf, Abteilung Beth-ShalomPostkonto 80-11535-0oder Zürcher Kantonalbank, CH 8330 Pfäfkon ZHKonto 1152-0772.695, Bank Clearing 752
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Druck:
 
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Israelreisen:
Missionswerk MitternachtsrufAbteilung Beth-Shalom-ReisenRingwiesenstrasse 12 a, CH 8600 DübendorfTel. 0041 (0)44 952 14 18, Fax 0041 (0)44 952 14 19E-Mail: reisen@mnr.ch
Gästehaus:
 
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Eingedenk dessen, dass alle menschliche ErkenntnisStückwerk ist (1.Kor 13,9), legen die Autoren eigenverant-wortlich ihre persönliche Sicht dar.
Initialen der Autoren und Quellenangaben in dieserAusgabe:ZL = Zwi Lidar; CM = Conno Malgo; AN = Antje Naujoks;US = Ulrich SahmFür die Inhalte der fremden Webseiten auf die verwiesenwurde, wird keine Haftungsverpichtung übernommen.Wir erklären hiermit ausdrücklich, dass zum Zeitpunkt derLinksetzung keine illegalen Inhalte auf den zu verlinkendenSeiten erkennbar waren. Auf die aktuelle und zukünftige Ge-staltung, die Inhalte oder die Urheberschaft der verknüpftenSeiten haben wir keinerlei Einuss. Für illegale, fehlerhafteoder unvollständige Inhalte und insbesondere für Schäden,die aus der Nutzung oder Nichtnutzung solcherart dargebo- tener Informationen entstehen, haftet allein der Anbieter derSeite, auf die verwiesen wurde, nicht derjenige, der überLinks auf die jeweilige Veröffentlichung lediglich hinweist.
EDITORIAL
3 von Fredi Winkler 
BIBLISCHE BOTSCHAFT
5 Weder Gott noch Gebet 
YESHUA UND ISRAEL
9 Megiddo und die Endzeit
HINTERGRUNDINFORMATIONEN AUS ISRAEL
10 Ehrung von Helden10 Damaskus gut gerüstet11 Bedrohung von allen Seiten12 Israels neuer Botschafter in Berlin12 Durchbruch in Grossbritannien13 Beitrag zur Existenzsicherung13 Humanitäre Hilfe14 Heimlich nach Israel geholt15 Wer in der Synagoge betet, lebt länge15 Der Landwirtschaft auf der Spur 16 Wirtschaftsboom in Israel17 Schweizer investieren in Israel17 Koscheres Internet18 Herzerkrankungen in 90 Sekunden diagnostiziert18 Das Technion Haifa19 Werden wir in der Zeit reisen können?20 Rembrandts Geheimnis auf der Spur 20 «Führend nach den USA»21 Zeugen aus der Zeit Jesu21 Babylonien und das Buch Jeremia22 Krematorium eingeäschert
Orden für die Soldaten des zweitenLibanon-Krieges.
Ein Jahr nach Endedes zweiten Libanon-Krieges gab dieisraelische Armee bekannt, dass 142 Sol-daten für ihre Verdienste im Kampf geehrtwerden. Darunter sind Kämpfer, Ärzte undSanitäter, alteingesessene Israelis undNeueinwanderer. Der arabisch-drusischenGemeinschaft wurde eine kollektive Ehrungausgesprochen.
Seite 10 Wer in der Synagoge betet, lebt länger.
 Gebet und Glauben verhelfen zu einem län-geren Leben. Das ist eine der Schlussfolge-rungen einer Forschungsstudie der Hebräi-schen Universität Jerusalem.
Seite 15
 
5
DIE BIBLISCHE BOTSCHAFT
 Die Ereignisse im Buch Esther spielten in der Zeit, als Persien Weltmacht  Nummer 1 war (539–331 v.Chr.). Dessen Herrschaftsgebiet erstreckte sichvon Mazedonien über Libyen und Ägypten bis nach Indien. Ein kleiner Teil des jüdischen Volkes kehrte unter Serubbabel ca. 538 v.Chr. aus der 70-jährigenbabylonischen Gefangenschaft nach Judäa zurück. Doch entgegen dem göttlichen Befehl (Esra 1,3) blieb ein grosser Teil von ihnen in Babel.
nem Wort erfüllt. Er war voller Hingabe an seinen Erlöser,machte die Bibel wieder dem Volk zugänglich und wurde soder Auslöser der Reformation. Trotzdem war sein Denkengeprägt durch die Schulen, die er durchlaufen hatte – seidas in Bezug auf die Kindertaufe, das Abendmahl oder seinepersönliche Meinung zu den Juden. Entsprechend blies erin das gleiche Horn wie viele der Kirchenväter vor ihm.Um die wichtigsten zu nennen: Origenes, Chrysostomusund Augustin. Sie alle sahen in den Juden ein von Gott verworfenes Volk, dessen Platz, Aufgabe und Rechte dieKirche eingenommen habe.Diese Sichtweise nahm ihren Anfang bei Justin von Si-chem (105-166 n.Chr.)
2
. Im Zuge der Christianisierung desRömischen Reiches (312 n.Chr.) unter Konstantin wurdedas Christentum Staatsreligion. Damit war das Christentumnicht mehr nur eine Sache der persönlichen Beziehung zuGott, sondern wurde Allgemeingut. Die christliche Religion wurde zum Bindeglied zwischen Gesellschaft, Politik undGlaube. Damit trat das Christentum aus der Privatsphäreheraus, Christsein war «in». Von einem Augenblick auf denanderen war man nicht mehr ein Schaf unter reissenden Wölfen, nicht mehr heimat- und rechtlos. Der von Jesus vorausgesagte Status des Gehassten änderte sich; man wur-
Samuel Rindlisbacher
 Wenn Sie das Buch Esther
aufmerksamdurchlesen, werden Sie feststellen, dass wederder Name Gottes noch ein Hinweis auf dasGesetz darin vorkommt; auch die Andeutungauf einen Gottesdienst oder den Hinweis auf ein Gebet sucht man vergeblich. Warum wurdees trotzdem in die Heilige Schrift aufgenommen?Nun, für die religiösen Juden hat das Buch Esthereinen sehr hohen Stellenwert. Ihrer Meinung nachgebührt ihm, direkt nach den fünf Büchern Mose,der erste Platz. Für sie ist es das bekannteste unterallen biblischen Büchern. Ganz anders in christlichenKreisen. Dort kennt man zwar die Geschichten aus derSonntagsschule. Doch es wird selten darüber gepredigt. Ja, man hat Mühe, es einzuordnen. Einige christliche Ausleger behaupten sogar, dass man über dieses Buchnicht predigen soll. Selbst Martin Luther meinte, er seidem Buch Esther «so feind», dass er wollte, es wäre garnicht vorhanden.
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 Wie ist so etwas möglich? Gründe dafür sind – es maghart tönen – eine falsche Theologie. Trotz des vielen Guten,das Luther tat, war er doch ein Kind seiner Zeit. Auf dereinen Seite war er von einer tiefen Liebe zu Gott und Sei-
 Weder Gott
 noch Gebet

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