Welcome to Scribd, the world's digital library. Read, publish, and share books and documents. See more
Download
Standard view
Full view
of .
Look up keyword
Like this
1Activity
0 of .
Results for:
No results containing your search query
P. 1
NAI DE 2008-12

NAI DE 2008-12

Ratings: (0)|Views: 1 |Likes:
Published by jesuschristus5

More info:

Published by: jesuschristus5 on Mar 27, 2010
Copyright:Attribution Non-commercial

Availability:

Read on Scribd mobile: iPhone, iPad and Android.
download as PDF, TXT or read online from Scribd
See more
See less

03/27/2010

pdf

text

original

 
3
EDITORIAL
 Liebe Israelfreunde
Tzipi Livni, die Nachfolgerin von Ehud Olmert im Vorsitz der Kadima-Partei,hatte ihren Anhängern eine saubere Politik versprochen. Aber sie musstenun beim Versuch, eine Regierung zu bilden, erfahren, dass es im Gerangelum die Macht schwierig ist, an diesem Ideal festzuhalten. Mit dem Vorwurfgegen die Schas-Partei, sie habe sie mit der Forderung nach nanziellenZusagen erpressen wollen, gab Livni das Mandat der Regierungsbildung anden Präsidenten zurück. Jetzt kommt es in Israel zu Neuwahlen. Im Gegen-zug beschuldigte die Schas-Partei Livni, sie sei bereit, über Jerusalem zuverhandeln, und das sei unakzeptabel. Diese Vorwürfe nutzte dann BenjaminNetanjahu in der Knesset. Er erklärte, auch für seine Likud-Partei kämenVerhandlungen über eine Teilung Jerusalems nicht infrage.Daraufhin meinte Achmed Qurei, der Vorsitzende des palästinensischenTeams im sogenannten «Annapolis-Prozess», dass für die Palästinenser einFriedensabkommen ohne Gespräche über Jerusalem ausgeschlossen sei,weil Jerusalem der Schlüssel zum Frieden sei und bleibe. Deshalb lobte erTzipi Livni, die zwar nicht gesagt habe, sie werde Jerusalem aufgeben, aberweiter über die Jerusalem-Frage verhandeln wolle. Sie sei vertrauenswürdigund stark genug, um alle Möglichkeiten auszuloten. Auf die Frage, ob derFriedensprozess auch bei einem Wahlsieg der Likud-Partei weitergehenwürde, antwortete Qurei, dass Politiker vor Wahlen zwar vieles verspre-chen, etliches davon aber dann doch nicht einhalten, wenn sie erst einmalan der Macht seien.Weil die Jerusalem-Frage so brisant ist, wurde dieser Punkt in den so-genannten Oslo-Abkommen zum letzten Schritt auf dem Weg zum Friedenerklärt. Man will sich damit erst befassen, wenn alle anderen Problemebereits gelöst sind, wohl in der Hoffnung, dass dann beide Seiten zu Kom-promissen bereit sind. Israel wird zunehmend unter Druck gesetzt, mit denPalästinensern endlich ein Friedensabkommen zu schliessen. Dieses Wagniswird der jüdische Staat jedoch ohne internationale Garantien nicht eingehen.Deshalb müssten sich zumindest die Vereinigten Staaten und Europa, alsodiejenigen NATO-Staaten, die Israel auch am stärksten zu einem Friedendrängen, vertraglich verpichten, Israels Sicherheit zu garantieren und beieinem eventuellen Angriff zu intervenieren.Die Bibel sagt voraus, dass gerade wegen der Jerusalem-Frage der Kon-ikt neu entbrennen wird. So steht in Sacharja 12 Vers 2 geschrieben:
«Siehe,ich mache Jerusalem zum Taumelkelch für alle Völker ringsum.» 
Die Aussageim folgenden Vers, nach der sich alle Nationen der Erde gegen Jerusalemversammeln werden, haben Kritiker lange Zeit nicht für möglich gehalten.Aber die Einmischung von aussen und die zunehmende Internationalisierungdes Konikts lassen uns schon jetzt ahnen, wie sich dieses Szenario einmalabspielen wird.Aus dieser Perspektive gesehen ist es nicht wichtig, wer in Israel an dieMacht kommen wird, zumal das Wort Gottes sagt:
«Er 
(Gott)
setzt Könige ab und setzt Könige ein» 
(Dan 2,21). Nur eines ist sicher: Gott wird Sein Worteinlösen. Diese Tatsche lässt auch uns zuversichtlich in die Zukunft blicken.Allein das Wort Gottes gibt uns die ersehnte Sicherheit, selbst wenn in dieserWelt alles unsicher zu sein scheint.In dieser Zuversicht mit Ihnen verbunden wünsche ich Ihnen für dieFeiertage und den Jahreswechsel Gottes Segen und grüsse Sie mit einemherzlichen Shalom aus HaifaIhr
Fredi Winkler 
Die Bibel sagt voraus, dassgerade wegen der Jerusalem-Frage der Nahost-Konikt neuentbrennen wird. So steht inSacharja 12 Vers 2 geschrie-ben:
«Siehe, ich mache Jeru- salem zum Taumelkelch für alle Völker ringsum.» 
 
4
Nachrichten aus Israel • 12/2008
®
INHALT DEZEMBER 2008
Nachrichten aus Israel
®
Schweiz:
 
Missionswerk Mitternachtsruf
Abteilung Beth-Shalom
Ringwiesenstrasse 12aCH 8600 DübendorfTel. 0041 (0)44 952 14 17Fax 0041 (0)44 952 14 19E-Mail: beth-shalom@mnr.ch
Deutschland:
 
Mitternachtsruf Zweig Deutschland e.V.
Abteilung Beth-Shalom
Kaltenbrunnenstrasse 7DE 79807 LottstettenTel. 0049 (0)7745 8001Fax 0049 (0)7745 201E-Mail: beth-shalom@mnr.ch
Zeitschriften Schweiz:
Missionswerk Mitternachtsruf,
 
Abteilung Beth-Shalom
«Nachrichten aus Israel»Ringwiesenstrasse 12a, CH 8600 DübendorfTel. 0041 (0)44 952 14 15, Fax 0041 (0)44 952 14 11E-Mail: nai@mnr.ch
Deutschland:
 
Missionswerk Mitternachtsruf,
Abteilung Beth-Shalom
«Nachrichten aus Israel»Kaltenbrunnenstrasse 7, DE 79807 LottstettenTel. 0049 (0)7745 8001, Fax 0049 (0)7745 201E-Mail: nai@mnr.chDie «Nachrichten aus Israel» erscheinen auch inenglischer, französischer, holländischer, portugiesischer,rumänischer, spanischer und ungarischer Sprache.Erscheinungsweise monatlich.
Abonnementspreise jährlich:
Schweiz CHF 18.–; Deutschland EUR 12.–; Europa undMittelmeerländer EUR 18.–; Übersee EUR 24.–. Abonnemen- te laufen ein Jahr (beginnend jeweils Januar) und werdenautomatisch um ein weiteres Jahr verlängert, wenn sienicht einen Monat vor Jahresende gekündigt werden.
Einzahlungen Schweiz:
 
Missionswerk Mitternachtsruf, Abteilung Beth-ShalomPostkonto 80-11535-0oder Zürcher Kantonalbank, CH 8330 Pfäfkon ZHKonto 1152-0772.695, Bank Clearing 752
Einzahlungen Deutschland:
 
Missionswerk Mitternachtsruf, Abteilung Beth-ShalomPostbank Stuttgart, BLZ 600 100 70, Konto 139220-700oder Sparkasse Hochrhein, Waldshut, BLZ 684 522 90Konto 06600670
Druck:
 
EKM-Nyomda, Palóc utca 2, HU 1135 Budapest
Israelreisen:
Missionswerk MitternachtsrufAbteilung Beth-Shalom-ReisenRingwiesenstrasse 12 a, CH 8600 DübendorfTel. 0041 (0)44 952 14 18, Fax 0041 (0)44 952 14 19E-Mail: reisen@mnr.ch
Gästehaus:
 
Beth-Shalom, P.O.B. 6208, Hanassi Avenue 110IL 31060 Haifa-Carmel, IsraelTel. 00972 4 837 74 81, Fax 00972 4 837 24 43E-Mail: beth-shalom-israel@mnr.ch
Eingedenk dessen, dass alle menschliche ErkenntnisStückwerk ist (1.Kor 13,9), legen die Autoren eigenverant-wortlich ihre persönliche Sicht dar.
Initialen der Autoren und Quellenangaben in dieserAusgabe:ZL = Zwi Lidar; CM = Conno Malgo; AN = Antje Naujoks;US = Ulrich SahmFür die Inhalte der fremden Webseiten, auf die verwiesenwurde, wird keine Haftungsverpichtung übernommen.Wir erklären hiermit ausdrücklich, dass zum Zeitpunkt derLinksetzung keine illegalen Inhalte auf den zu verlinkendenSeiten erkennbar waren. Auf die aktuelle und zukünftige Ge-staltung, die Inhalte oder die Urheberschaft der verknüpftenSeiten haben wir keinerlei Einuss. Für illegale, fehlerhafteoder unvollständige Inhalte und insbesondere für Schäden,die aus der Nutzung oder Nichtnutzung solcherart dargebo- tener Informationen entstehen, haftet allein der Anbieter derSeite, auf die verwiesen wurde, nicht derjenige, der überLinks auf die jeweilige Veröffentlichung lediglich hinweist.
EDITORIAL
3 von Fredi Winkler 
BIBLISCHE BOTSCHAFT
5 60 Jahre Israel: Rückblick und Ausblick 
YESHUA UND ISRAEL
9 Ein Rabbiner verleumdet messianische Juden
HINTERGRUNDINFORMATIONEN AUS ISRAEL
10 Ein gutes Ergebnis für Israel?11 Die Wirtschaftslage Israels12 Die Grenze des Gazastreifens gleicht einem Schweizer Käse13 Der Al-Aqsa-Mythos15 Der Mann, vor dem sich Nasrallah fürchtet 16 Die veränderte Verteidigungsstrategie der israelischen Armee17 Strategischer Vorteil für den Staat Israel17 Erfolgsprodukt aus der Wüste18 Erblindetes Auge nach 45 Jahren geheilt 18 Messianische Juden fördern Einwanderung aus Äthiopien19 Weitere sensationelle Funde20 Grosse Schwierigkeiten für Israels Wasserhaushalt 21 Atemaussetzer im Schlaf 22 Ende des Bienensterbens in Sicht 
Das historische Wahlergebnis der USA.
Schon vor dem Ausgang der amerika-nischen Präsidentschaftswahl wurde voneiner historischen Wahl mit einem ebensohistorischen Ergebnis gesprochen. Auch inIsrael hatten viele in jener Nacht TVund Radio eingeschaltet. Doch wasbedeutet die Wahl von Barack Obama fürIsrael?
Seite 10Der Mann, vor dem sich Nasrallah fürchtet.
 Seit dem zweiten Libanonkrieg 2006 hat erkein Tageslicht mehr gesehen. Er lebt insicheren Bunkern unter der Erde, und seineAnhänger sehen ihn nur noch auf Monito-ren. Die Rede ist vom Hisbollah-AnführerScheich Nasrallah, den die Angst vor einemIsraeli wortwörtlich in den Untergrund trieb.
Seite 15
Bitte beachten Sie, dass unsere Büroszwischen Weihnachten und Neujahrgeschlossen sind.Wir wünschen Ihnen eine gesegneteAdvents- und Weihnachtszeit!Ihr Beth-Shalom
 
DIE BIBLISCHE BOTSCHAFT
 Der diesjährige sechzigste Geburtstag Israels war nicht nur ein Anlass zum Feiern, sondern auch zu einem Rückblick auf die Entstehungsgeschichte Israels und die Er- rungenschaften der vergangenen sechs Jahrzehnte sowie zu einem Ausblick auf die Perspektiven für die Zukunft.
60 Jahre Israel:
Rückblick und Ausblick
Fredi Winkler
Zum Jubiläum
verfasste Benny Morris, der in einemKibbuz als Sohn eines israelischen Diplomaten geboren wurde, ein nicht gerade optimistisches Buch. Im Hinblick auf die Intifada und die aktuelle Auseinandersetzung mitden Terrorgruppen Hamas und Hisbollah erklärt er, derKampf der Palästinenser und der Araber gegen die Er-richtung eines jüdischen Staates sei von Anfang an einislamisch motivierter Dschihad, also ein heiliger Krieg,gewesen und daran habe sich bis heute nichts geändert.Das verdeutlichen auch die Aussagen von Abbas Zaki, demPLO-Botschafter im Libanon. In einem Fernsehinterviewerklärte dieser: «Die PLO ist die einzige legitime Vertreterindes palästinensischen Volkes und sie hat ihren Standpunktnicht um ein Jota verändert. Weil die arabischen Nationenschwach sind und einen Werteverlust erleben und weil Amerika die Macht über die Welt anstrebt, durchläuft diePLO verschiedene Phasen, ohne jedoch ihre Strategie zuändern. Ich kann Euch sagen, wenn die Ideologie Israelszusammenbricht und wir mindestens Jerusalem wiederbesitzen, dann wird diese Weltanschauung in ihrer Ge-samtheit scheitern und wir werden, wenn Allah es will,die Juden aus ganz Palästina vertreiben.»
1
 Israel muss solche Aussagen ernst nehmen und sich ent-sprechend vorsehen. Doch die Aussagen von Yunis al-Astal,einem klerikalen palästinensischen Parlamentsabgeordne-ten der Hamas, zeigen, dass die Dschihad-Drohungen nichtbei Israel Halt machen, sondern der gesamten nichtmuslimi-schen Welt gelten. In einer vom Fernsehen ausgestrahltenFreitagspredigt sagte er dem Publikum, dass der Islam baldRom, die Hauptstadt der Katholiken und der Kreuzfahrer,erobern werde, da diese Stadt gegenüber dem Islam eineerklärte Feindschaft hege: «Sie hat die Brüder (Christen) von Affen und Schweinen (Juden) in Palästina gesetzt, umdas Wiedererwachen des Islam zu verhindern, so wie eseinst durch Konstantinopel geschehen ist.» Weiter sagteer: «Rom wird der Vorposten der islamischen Eroberung werden, die sich über ganz Europa ausbreiten wird. Unddann wird sie sich nach Nord- und Südamerika und nachOsteuropa ausweiten» (mit Osteuropameinte er offenbar Russland).In einer Ansprache, die von derHamas über den El-Aksa-Fernsehsendergesendet wurde, erklärte Yunis al-Astalseinen Zuhörern: «Allah hat euch für sich und seine Reli-gion als Motor auserwählt, der diese Nation in die Phasedes Erfolgs und der Sicherheit bringt, um seine Macht zufestigen, damit durch die Verkündigung des Islam und durchmilitärische Eroberungen die Hauptstadt der Welt (Rom)erobert wird … Ich glaube, dass unsere Kinder oder En-kelkinder die Früchte unseres Dschihad und unserer Opferernten werden. Wenn es der Wille Allahs ist, werden dieBefehlshaber der Eroberung aus euren Reihen kommen. …Heute panzen wir diese frohe Botschaft in eure Herzen,und zwar mithilfe der Moscheen, der Koranbücher undder Geschichten über unseren Propheten, seine Gefährtenund andere grosse Männer. … Damit bereiten wir unsereKinder auf die grosse Mission vor, die Menschheit vor demFeuer der Hölle und vor dem Abgrund, vor dem sie steht,zu retten.»
2
Es war schon immer ein Dschihad.
Benny Morrisbeschreibt in seinem neuen Buch, wie es für die Araber
Benny Morris: «Wenn eine Gesellschaft dichzu zerstören droht, zwingt sie dich, diese Ge-sellschaft zu zerstören»

You're Reading a Free Preview

Download
/*********** DO NOT ALTER ANYTHING BELOW THIS LINE ! ************/ var s_code=s.t();if(s_code)document.write(s_code)//-->