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I. Kapitel: EinführungGott schuf den Menschen zur Gemeinschaft mit Ihm.Durch den Sündenfall wurde diese Gemeinschaftzerstört. Der sündige Mensch kann in der GegenwartGottes nicht bestehen. Gottes Gerechtigkeit fordertStrafe für die Sünde. Gleichzeitig ist Gott aber auchLiebe (1.Joh 4,16). Seine Liebe verlangt nach der Rettung des Sünders.Das Studium der Soteriologie beschäftigt sich mit der biblischen Lehre vom Heil. Unter "Heil" verstehen wir alles, was Gott unternommen hat, um die gefallene Weltzu erlösen. Im Heil ist alles eingeschlossen, was Gotttat, um das Ziel, das Er vor Grundlegung der Welt mitder Schöpfung hatte, zu erreichen.Das Heil mußvon Gott annehmbar sein (damit die Gemeinschaft mitGott wieder hergestellt ist)die Sünde und ihre Folgen (das "Unheil") beseitigen (sietrennt den Menschen von Gott!)das Todesurteil am Sünder vollstrecken (GottesGerichtsurteil muß vollstreckt werden!)Satan, den Urheber der Sünde, entmachten.Aus dem Studium der Anthropologie wissen wir, daß dieNatur des Menschen völlig verderbt ist. JedeReformbestrebung, diese alte, sündige Natur zuverbessern, ist von vornherein zum Scheitern verurteilt.Jer 13,23"Kann etwa ein Mohr seine Haut wandeln oder ein Panther seine Flecken? So wenig könnt auch ihr Gutes tun, die ihr ans Böse gewöhnt seid."Und trotzdem hat Satan, der Gründer jeder Religion,
 
dem Menschen immer wieder einen eigenen Weg zur "Erlösung" vorgegaukelt. Für jeden Menschen, ob reichoder arm, gebildet oder ungebildet, hält er einepassende Religion bereit (1.Mose 3,7). Sie ist aber immer eine Lüge!Joh 8,44"Ihr habt den Teufel zum Vater, und nach euresVaters Gelüste wollt ihr tun. Der ist ein Mörder vonAnfang an und steht nicht in der Wahrheit; denn dieWahrheit ist nicht in ihm.Wenn er Lügen redet, sospricht er aus dem Eigenen; denn er ist ein Lügner undder Vater der Lüge."Im Menschen, oder irgendwie vom Menschenausgehend, findet sich kein Heil. Er ist vollkommen auf eine Erlösung von außen, ohne sein Zutun, angewiesen.Am Kreuz auf Golgatha hat Jesus Christus der Gerechtigkeit und der Liebe Gottes Genüge getan. Hier -und nur hier! - findet sich das einzigartige Heil der Welt!Apg 4,12"Und in keinem andern ist das Heil, auch istkein andrer Name unter dem Himmel den Menschengegeben, durch den wir sollen selig werden."Untrennbar ist die Verbindung zwischen dem "Heil" unddem "Heiland", der dieses Heil erwirkt hat. Sein Wesenund Werk sind die Fundamente unseres Heils.Es ist daher nicht möglich, das Heil (= Soteriologie)ohne die Person und das Werk Jesu Christi (=Christologie) zu betrachten; gleiches gilt auch für dasStudium der Christologie, welche nicht von der Soteriologie zu trennen ist. Im Verlauf unserer Betrachtung der Christologie werden wir den"nahtlosen" Übergang in die Soteriologie bemerkenkönnen.
 
Wenden wir uns der Christologie zu!Was lehrt die Bibel über die Person und das Werk JesuChristi? In unserer Umgebung lassen sich vieleverschiedene Christusbilder finden. Für die einen ist Er ein großer Lehrer, Mystiker oder das Vorbildmenschlicher Ideale schlechthin, für andere ist Er Sozialrevolutionär, politischer Parteiführer oder auch -eine gescheiterte, tragische Gestalt. Doch diese Vielfaltder möglichen (falschen) Antworten ist nicht neu:Mk 8, 27b-28"Und auf dem Wege fragte er seine Jünger und sprach zu ihnen: Wer sagen die Leute, daß ich sei?Sie antworteten ihm: Einige sagen, du seist Johannesder Täufer; einige sagen, du seist Elia; andere, du seisteiner der Propheten."Von Anfang an war es die Taktik Satans, Jesus Christus,wie Ihn uns die Heilige Schrift offenbart, durch einenanderen, verfälschten Christus zu verdrängen.2.Kor 11,4"Denn wenn einer zu euch kommt undeinen anderen Jesus predigt, den wir nicht gepredigthaben, oder ihr einen andern Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium,das ihr nicht angenommen habt, so ertragt ihr das rechtgern!"Es bleibt das Ziel Satans, eines Tages den Antichristen(nicht einen "Gegenchristus", sondern einen"Ersatzchristus"!) an die Stelle Jesu Christi zu setzen(2.Thess 2,4; Gal 1,6-9). Diese Entwicklung schreitet fort.So veröffentlichte die Konferenz bekennender Gemeinschaften im "Informationsbrief" der Evangelischen Allianz (03.09.75) folgende Aufstellung(heute teilweise überholt):
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