Welcome to Scribd, the world's digital library. Read, publish, and share books and documents. See more
Download
Standard view
Full view
of .
Save to My Library
Look up keyword
Like this
1Activity
0 of .
Results for:
No results containing your search query
P. 1
1. Kapitel-1

1. Kapitel-1

Ratings: (0)|Views: 44 |Likes:
Published by Uwe

More info:

Published by: Uwe on Apr 27, 2010
Copyright:Attribution Non-commercial No-derivs

Availability:

Read on Scribd mobile: iPhone, iPad and Android.
download as PDF or read online from Scribd
See more
See less

04/26/2010

pdf

 
1.Als er erwachte, wusste er zunächst nicht woer sich befand. Er lag auf dem Rücken, schlugseine Augen auf und hlte sich irgendwienicht als sei er gerade zu Hause in seinemSchlafzimmer. Er tastete nach seiner Decke,fand sie schließlich rechts neben seinem Bettauf dem Boden. Er hob sie auf, indem er sichleicht auf die rechte Seite drehte, undnachdem er sie fest um seinen Körper gehüllthatte, drehte er sich nach links, seineSchlafseite. Nur noch ein paar Minuten,dachte er. Es war also alles wie immer. Nein, da war eine nicht gekannte Unruhe inihm, irgendetwas schien anders zu sein.Plötzlich war er hellwach. Er war ja gestern beim Arzt. Er schloss die Augen.Wenn die Augen zu sind, kann ich mich besser erinnern, dachte er.Haben diese verdammten Metastasenvielleicht schon mein Gehirn erreicht?Und plötzlich war alles wieder da, de
 
gesamte gestrige Tag spielte sich ähnlich wie bei einer Nahtoderfahrung wieder in seinemGedächtnis ab.Tagebuch: 1. EintragSchon oft in meinem Leben habe ich versuchtein Tagebuch zu führen. Meistens habe ichdann das Datum des jeweiligen Tages auf einweißes Blatt Papier geschrieben und vielweiter bin ich auch nie gekommen. Diesmalsoll aber alles anders sein, diesmal will ichZeile für Zeile, Seite für Seite und wenn essein muss noch weitere Hefte mit meinenGedanken füllen. Ich werde auch kein Datumeintragen, wenn ich an einem neuen Tagniederschreiben werde, was mich beschäftigt.Daten und die Zeit haben keine Bedeutungmehr für mich, denn ich bin heute beim Arztgewesen.Es sollte eine Routineuntersuchung werden,vor etwa drei Woche war ich daher zu
 
Blutentnahme bei meinem Hausarzt. Ich kannmich nicht mehr erinnern, ob er eine leichtgerunzelte Stirn und ein besorgtes Gesichthatte (vielleicht haben die verdammtenMetastasen doch schon mein Gehirnerreicht...), als ihm dasUntersuchungsergebnis vorlag. Er überwiesmich zu einem Facharzt für Onkologie. Ichwusste nun, dass der Krebs zurück gekommenwar. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt vor dreiWochen auch schon, dass ich diesmal keineTherapie mehr wollte. Ich habe doch schonals kleines Kind gewusst, dass mein Lebeneinmal ein Ende finden würde, auf welcheWeise auch immer. Ich muss mich damitabfinden, habe ich gedacht. Es geht nun nichtanders. 69 Jahre ist immerhin auch schon eingewisses Alter. Auch wenn es der Lebenszeitdes heutigen Menschen nicht wirklichentspricht. 69 Jahre erreicht zu haben, heißtschon ein bisschen was. Oder denke ich davielleicht falsch?Gesunde Menschen werden heute durchaus

You're Reading a Free Preview

Download
/*********** DO NOT ALTER ANYTHING BELOW THIS LINE ! ************/ var s_code=s.t();if(s_code)document.write(s_code)//-->