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DHL - Kampagne Dokumentation + Zwischenbewertung

DHL - Kampagne Dokumentation + Zwischenbewertung

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07/01/2010

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Inhaltsverzeichnis
Editorial.........................................................................................................................................................................2Zivilmilitärische Zusammenarbeit in der Logistik-Branche........................................................................................2Militärisches Engagement der Deutschen Post DHL........................................................................................3Kritische Aktionäre gegen Kriegsbeteiligung der DHL....................................................................................4DHL und Militär „verfolgen das gleiche Ziel“ .................................................................................................5Feldpost..............................................................................................................................................................6Kriegspropaganda der Deutschen Post..............................................................................................................6Zivilmilitärische Lebensläufe – Reserveoffiziere in bei DHL und Commerzbank..........................................7Das DHL-Luftfrachtdrehkreuz Leipzig/Halle - kein ziviles Projekt................................................................7Die Kampagne - Aufrufe, Interviews, Kundeninformationen.....................................................................................9Erster Aufruf: DHL – olivgrün unter postgelbem Tarnanstrich .......................................................................9Zweiter Aufruf: Für eine offensive Kampagne gegen das militärischeEngagement der DHL – Comprehensive Resistance.......................................................................................11„Wir wollen die Rolle der Deutschen Post als Militärlogistiker skandalisieren“...........................................14Zum Umgang mit DHL Service-Partnern .......................................................................................................16Kundeninformation für Kunden der Deutschen Post DHL.............................................................................16Jugendzeitung zur Deutschen Heeres Logistik................................................................................................17Die Widerstandschronik – Comprehensive Resistance .............................................................................................18Reaktionen der Deutschen Post DHL auf die Kampagne..........................................................................................27Erstes Etappen-Ziel erreicht- DHL zieht Kriegslogistik-Bewerbung zurück.........................................................................................................28Drei gute Gründe, die Deutsche Post DHL weiter zu behelligen...............................................................................29Zwischenbewertung der Kampagne...........................................................................................................................29Auftakt für die zweite Etappe- Die Jahres-Hauptversammlung am 28. April 2010 .................................................................................................30Die aktuellen Bewerber um den Bundeswehr-Auftrag..............................................................................................30ViSdP D. Hillblom-Lynn , Neue Vahr 30 , 28757 Bremen1
 
Editorial
DHL bleibt Deutsche Heeres Logistik
Nach über einem Jahr ungewöhn-lich offensiver Aktivitäten gegenden Kriegslogistiker Deutsche PostDHL und nach über einem Jahrwirtschaftlicher Flaute zieht dieDHL ihre Bewerbung r dasumfangreichste Privatisierungsvor-haben der Bundeswehr zuck.Nach Financial Times Deutschland-Informationen gab es in den DHL-Gremien kein grünes Licht für einAngebot,
„weil die mit dem Auftragverbundenen Risiken als zu großgalten“
. Es ging um den Betriebvon Bundeswehr-Depots und denweltweiten Transport von Kriegsge-rät in die Einsatzgebiete.Allerdings können sich Branchen-experten vorstellen, dass das Bun-desverteidigungsminsterium dasAngebot noch einmal verbessertund die Ausschreibungsfrist wiebereits zuvor noch einmal verlän-gert - „dann würde es sich Appelwohl noch einmal überlegen“.Das heißt, obwohl wir den derzeiti-gen Rückzieher der DHL in dieserBewerbung und die damit verbun-dene Irritation und abermalige Ver-zögerung beim Privatisierungspro- jekt der Bundeswehr-Logistikausdrücklich begrüßen, sollte diesnur als erste Etappe gefeiert wer-den. Dieser Rückzieher darf wederleichtfertig als definitiv gewertetwerden noch darf das militärischeEngagement der Deutschen PostDHL jenseits dieses Vertrags ver-nachlässigt werden. Weiterer Druckscheint somit dringend notwendig.Das Kampagnenziel lautet unbeein-druckt von allen gerlichkeiten„vollsndiger ckzug aus derKriegslogistik“. Solange Konzern-chef Appel bei seiner Haltungbleibt, dass Bundeswehr undNATO Kunden wie jeder andereauch seien und solange sich dieseHaltung in Kriegsbeteiligung an derSeite der NATO-Kampfeinheiten inAfghanistan und Irak ausdrückt,solange sollte die Imagebschmut-zungskampagne offensiv fortge-führt werden.Daher geht die Kampagne gegendie DHL in die zweite Runde. Am28. April 2010 bietet sich für derenAuftakt eine gute Gelegenheit. Inder Jahrhunderthalle in Frankfurtam Main findet dann die Jahres-hauptversammlung der DeutschenPost DHL statt. Einer breitenÖffentlichkeit, werden wir deutlichzeigen, was wir von der aktivenMitverantwortung des Konzerns anden Kriegen in Afghanistan und imIrak halten.
 
Zivilmilitärische Zusammenarbeit in der Logistik-Branche
In einem permanenten, räumlichentgrenzten Kriegszustand versuchtsich das Militär auf seine Kernauf-gaben zu konzentrieren und darüberhinaus gehende Aufgaben an pri-vate Unternehmen auszulagern. Daskann die hohen Kosten r Aus-landseinsätze senken. ÖkonomischeVorteile ergeben sich auch für den„zivilen“ Partner in einer solchen„zivil-militärischen Zusammenar-beit“ (ZMZ). Neben dem ohnehinvorhanden Interesse, die allgemei-nen ökonomischen Verhältnisse(militärisch) aufrecht zu erhalten,bestehen vielfältige Möglichkeitenvon einem boomenden Militärsek-tor profitieren zu können.Die (beabsichtigten) gesellschaftli-chen Konsequenzen dieser Zusam-menarbeit reichen jedoch weit überdie ökonomische Dimension hin-aus. Sowohl die militärische Durch-dringung des zivilen als auch diezivile Teilhabe am militärischendienen, Vorbehalte gegenüber mili-tärischen Strukturen abzubauen,gesellschaftliche Akzeptanz reinen weitreichenden Prozess vonMilitarisierung (im Äußeren undInneren) zu beschaffen. Durch die„zivileBeteiligung z.B. durch„Public Private Partnerships“ wirdKriegsverantwortung breiter veran-kert, der Kriegszustand (nach außenund innen!) normalisiert. Gesell-schaftliche Strukturen erfahren eineschleichende autoritäre Transfor-mation.Bundeswehr-Reservisten spielen indiesem beidseitigen Durchdrin-gungsprozess eine entscheidendeRolle. Sowohl bei der Miltarisirungöffentlicher Aufgaben (wie z.B. derdes Katastrophenschutzes), als auchbei der Privatisierung wesentlicherKriegsaufgaben. Dies gilt auch fürdie Logistik einer weltweit agieren-den Angriffsarmee wie der Bundes-wehr.Die strategische Verlegbarkeit vonTruppen und Waffensystemen isteine wesentliche Voraussetzung fürdas Führen von Angriffskriegenund sonstige "Out of Area"-Ein-sätze. Diese Erfahrung mussten inden vergangenen Jahren sowohl diePlaner der NATO, der EU wie auchDeutschlands machen. Innerhalbder NATO verfügen die USA,Frankreich und Großbritannien überGrraumtransporter und Flug-zeugtger und umfangreicheErfahrungen mit privaten Logisti-kanbietern. Aufgrund ihrer Koloni-algeschichte haben diese außerdem2
 
ein gewisses Netz an Militärbasenim Ausland, die als Zwischenstatio-nen für den Transport von Militär-gütern dienen können. Die EU hin-gegen ist noch weitgehend auf dieNATO-Kapazitäten angewiesen,wenn sie jenseits ihrer Grenzeneinen größeren Milireinsatzdurchführen will. Greift sie aufdiese Kapazitäten zurück, wie esdas Berlin-Plus-Abkommen vor-sieht, so hat die NATO automatischeinen großen Einfluss auf den Ein-satz: Sie muss ihm zustimmen undan dessen Spitze steht dann automa-tisch der stellvertretende Oberkom-mandierende der NATO für Europaim NATO-Hauptquartier im belgi-schen Mons. Wenn die BundeswehrKriegseinsätze ohne Rückgriff aufdie NATO-Strukturen fahren/flie-gen will muss sie derzeit für denLufttransport russische Großraum-transporter vom Typ Antonov-124mieten.Auch jenseits des Lufttransportpro-blems will die Bundeswehr fle-xibler (und billiger) werden. Dazuwill sie im Frühjahr 2010 entschei-den, wer 16 Materiallager mit rund2000 zivilen Beschäftigten über-nimmt. Waffenlager gehören nichtdazu. Ausgeschrieben sind aberauch die Kriegsgerätetransporte -einschließlich Munition - inDeutschland und ins Ausland. Wieein Bundeswehr-Sprecher sagte,sollten die verbindlichen Angebotebis 30. November 2009 eingereichtworden sein. r Mitte 2010 seidann der Start eines Zehnjahresver-trags vorgesehen. Urspnglichsollte die Bewerbungsfrist bereitsim September 2008 enden, doch diePrivatisierung der Militärlogistik istumstritten und der Zehnjahresver-trag mit vielen Ungbarkeitenverbunden.Die Ausschreibung gilt in derLogistikbranche als eines der größ-ten aktuellen Projekte mit einemGesamtvolumen in Milliardenhöhe.Seit längerem wird um das Projektpolitisch gerungen, zum einen weilunklar ist, ob eine Privatisierungder Kriegslogistik in derartigemUmfang verfassungskonform ist,zum anderen weil bei einer Privati-sierung der Lager Standortschlie-ßungen befürchtet werden. NebenEADS -Hellmann hatten sich auchdie Bahn (DB-Schenker) undzunächst auch die Deutsche Post(DHL) beworben.Sprecher der Konzerne bestätigtendies auf Anfrage, nannten aberkeine Einzelheiten. Branchenexper-ten sahen die Deutsche Post DHLund EADS-Hellmann als Favoriten.Das Bündnis EADS-Hellmann ver-eint Kenntnisse aus der Rüstungund aus der Logistik. Hellmanngehört mit 2,87 Mrd. Euro Umsatzund 8900 Beschäftigten (2008) zuden zwanzig weltgrößten Logistik-konzernen. Das Unternehmen istbereits seit 2002 Gesellschafter ineinem Privatisierungsbündnis fürBundeswehr-Bekleidung.Die Bundeswehr sucht seit Jahren,mithilfe ihrer eigenen Firma
Gebb
nach Privatisierungsmöglichkeiten.Damit sollen die Kosten gesenktund die Strukturen in der Truppen-verwaltung modernisiert werden.Zu den bedeutendsten Projektengehörte bisher die Privatisierungder Wartung und Instandsetzungvon Heeresfahrzeugen wie Panzern.Ein 2005 geschlossener Vertrag mitder Gesellschaft HIL bis 2013 hatein Volumen von gut 1,7 Mrd.Euro. Die HIL-Gesellschafter(Diehl/Krauss-Maffei Wegmann,Rheinmetall) verpflichteten sich,dass mindestens 70 Prozent derHeeresfahrzeuge einsatzbereit sind.Bereits seit 2000 gibt es eine Fuhr-parkkooperation zwischen Bahnund BW.
Militärisches Engagement der Deutschen Post DHL
Die Deutsche Post hat 2002 mit derBundeswehr einen Rahmenvertraggeschlossen, demzufolge sie natio-nal und international den Versandvon eiligen militärischen Dokumen-ten, sowie militärischer Ausrüstungund Verbrauchster bis 50 kgübernimmt. Darüber hinaus ist dieDeutsche Post DHL konkret alsLogistiker an der Seite des US-Militärs in Afghanistan und im Irakeingesetzt:Im März 2002 hat die DHL als ers-tes internationales Expressunter-nehmen den Dienst nach Afghanis-tan aufgenommen. Wie dasUnternehmen mitteilte, wird Kabulregelmäßig von Bahrein aus ange-flogen. Der Konzern ist bemüht,seine Aktivitäten als Hilfsmissiondarzustellen:
„Neben herkömmli-chen Expresspaketen und Briefenwerden vor allem Hilfsgüter überdiese Verbindung ins Land trans- portiert.“
Ebenso startet die DHL unmittelbarnach Aufhebung der UN-Wirt-schaftssanktionen im Mai 2003 alserstes Unternehmen der Brancheihre Services im Irak. DHL bietetsowohl Luftexpress-Services alsauch Fracht- und Logistikdienstleis-tungen im Land an. Der damaligeVorstand der DHL Uwe Dörken:
„Mit unseren Services werden wirauf nationaler und internationaler Ebene den Wiederaufbau des Lan-des unterstzen. Wir startenunsere Aktivitäten fast zeitgleichmit der Aufhebung der Sanktionenund stellen damit einmal mehr die Flexibilität und Leistungsfähigkeit von DHL unter Beweis.“
 Im Juni 2003 wird bekannt, dassausgerechnet DHL, die von UPSmit aller Kraft bekämpfte Tochter3

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