:antifaschistische nachrichten23/2006
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schrauber (!!) einsetzte. Gegen die sie-ben schließlich festgenommenen Naziswurde Anzeige wegen Körperverletzung,Landfriedensbruch und Verstoß gegendas Waffengesetz erhoben.Dies ist durchaus nicht die erste Anti-Antifa-Aktion in Augsburg. Bereits am7. Oktober versuchten vier vermummteNazis,eine von der Antirassistischen Ak-tion Augsburg und dem BayerischemFlüchtlingsrat organisierte Demonstrati-on zu fotografieren,wobei sie allerdingsvon anwesenden Antifas in die Flucht ge-schlagen werden konnten.Die Augsburger Neonazi-Szene ist seitder Inhaftierung des Kameradschaft-Führers Marcel Jess in einem desolatenZustand,die wenigen aktiven Nazis,diewie auch in diesem Fall überwiegend ausdem Augsburger Umland kommen,be-gnügen sich mit unregelmäßigen Info-ständen zusammen mit Roland Wuttkesund Wolfgang Teufels „Nationaler Oppo-sition“ in der Augsburger Innenstadt,dieallerdings zumeist von AntifaschistInnenmilitant oder kreativ gestört wurden.“
Berichte aus Augsburg u.Schwaben 23/06
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Junger Antifaschist vomVorwurf der Gewaltdarstel-lung freigesprochen
Potsdam.
Im Mai diesen Jahres wurdeein junger Antifaschist aus Potsdam inBerlin festgenommen,weil er ein T-Shirtmit der Aufschrift „Good Night WhitePride“ und einem aufgedruckten Bildtrug. Der Ausspruch „Good Night WhitePride“ stammt aus der so genanntenHardcore-Szene,einem politischen Ab-leger der Punk-Musikbewegung. In die-ser Hardcore-Szene etablierte sich in den90er Jahren die sogenannte „Good Night,White Pride“-Bewegung,die sich gegendie Versuche von Neonazis richtete,dieHardcore-Szene zu unterwandern und inihr Fuß zu fassen. „White Pride“ oder„White Power“ ist dabei besonders beiweißen Rassistinnen und Rassisten inden USA ein beliebter Ausdruck ihresÜberlegenheitsgefühls gegenüber Men-schen,die sie für minderwertig halten.Als Symbol wählte die Good NightWhite Pride-Bewe-gung eine Szeneaus dem beimHardcore übli-chen Tanzstil.Während diemeisten Be-trachterInnen da-rin nur eine Tanz-szene sehen,welchedie Ablehung der HC-Bewegung gegen-über Nazis und RassistInnen zum Aus-druck bringt,sah die StaatsanwaltschaftBerlin darin eine „verkörperte Darstel-lung grausamer oder unmenschlicherGewalt gegen Menschen“.Diese Verfolgung des antirassistischen„Good Night,White Pride“-Symbolsreiht sich damit in die aktuelle staatlicheVerfolgungswelle von Anti-Nazi-Sym-bolen ein. So wurde vor kurzem der Be-sitzer eines linken Musikversandes we-gen des Verkaufs von durchgestrichenenoder zerschlagenen Hakenkreuzen inStuttgart verurteilt (nachzulesen beiwww.rote-hilfe.de). Auf vielen antifa-
Ist der Ruf erst ruiniert...
Köln.
Nachdem die Sprecherin der an-geblich überparteilichen „EhrenfelderAnwohnerinitiative gegen die Großmo-schee“ Marylin Anderegg der Öffentlich-keit monatelang als keiner Partei angehö-rige,nur die Interessen der Bewohner(in-nen) des Stadtteils vertretende Bürgerinverkauft werden sollte,ließen die ge-nannte Dame und „pro Köln“ jetzt dieKatze aus dem Sack. In einer Mitglieder-versammlung am 26.10.,bei der MarkusBeisicht als Vorsitzender bestätigt wurde,ließ sich Anderegg in den Vorstand derrechten „Bürgerbewegung“ wählen. Of-fenbar sind die Verantwortlichen derMeinung,nachdem selbst die Flugblätterder Initiative nicht mehr von „pro-Köln“-Werbung zu unterscheiden waren,sei dieTarnung überflüssig geworden. Antifa-schist(inn)en hatten bereits seit langemauf Frau Andereggs Vergangenheit alsKandidatin für die „Republikaner“ hin-gewiesen. Jetzt ist zusammen gekom-men,was offenbar schon lange zusam-men gehört hatte.
tri
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Störaktionen von Nazis beiGedenkfeier
Augsburg.
Auch in diesem Jahr habensich fast 90 Personen am Schweige-marsch und an der anschließenden Ge-denkfeier für die Opfer des Faschismusbeteiligt. Die Hauptrede hielt Ernst Gru-be als Mitglied des Landesvorstands derVVN-BdA in Bayern und im Namen derLagergemeinschaft Dachau. Erstmalskam es bei dieser jährlich wiederkehren-den Kundgebung zu Provokationendurch Nazis. Dagegen gibt es inzwischenProtesterklärungen seitens der VVN,derPDS und der Grünen aus Augsburg. Hierein Bericht über die Vorgänge,wie siebeteiligte Antifas erlebten:
Anti-Antifa aktiv
Augsburg.
Unter dieser Überschrift be-richteten am 2.11. einige Augsburger An-tifas in der unabhängigen Websitewww.indymedia.de,wie ihnen währendder Gedenkveranstaltung auffiel,„dasssich in einigem Abstand einige schwarzgekleidete und vermummte Personenaufhielten und Fotos machten.Einige der anwesenden Antifas gingenauf die Nazis zu und forderten sie auf,die Fotos zu löschen und zu verschwin-den. Daraufhin wurden sie mit Pfeffer-spray angegriffen,es kam zu einer Prü-gelei,in deren Verlauf fünf Antifas leichtverletzt wurden. Durch das beherzte Ein-greifen gelang es,zwei der Nazis an Ortund Stelle festzuhalten,wobei einer derbeiden sein eigenes Pfefferspray abbe-kam und sich unglücklich eine blutigeNase holte.Die Polizei begann daraufhin mit derSuche nach den flüchtigen Nazis,wobeisie 17 (!) Streifenwagen und einen Hub-
11000jüdische Kinder
Bitte geben Sie diesesFlugblatt weiterund schreiben Sie an:Bundesminister für VerkehrHerrn Wolfgang TiefenseeInvalidenstr. 4410 115 Berline-mail: poststelle@bmvbs.deHier erfahren Sie, was die DBIhnen nicht zeigt.
Sehr geehrte Fahrgäste
der Deutschen Bahn
Weitere Informationen zur Initiative „11.000 Kinder"finden Sie auf den Seiten des Internetportalswww.german-foreign-policy.com
V.i.S.d.P.:T.Engel,Mohrenbach1,51598Friesenhagen
Marianne Gundelfinger
wurde am 13. Januar 1929 in Stuttgart gebo-ren. Sie wurde im Lager Lalande interniert undspäter nach Drancy überstellt. Im Transport Nr.21 wurde sie 1942 nach Auschwitz in den Toddeportiert. Sie wurde nur 13 Jahre alt.
Fritz Löbmann
geboren am 12. März 1929 in Mannheim, 1940Deportation nach Gurs, 1941 Flucht über Mar-seille ins Kinderheim von Izieu (nahe Lyon).6. April 1944 Verhaftung, am 13.April 1944startet der Todestransport Nr. 71 von Drancy nach Auschwitz-Birkenau. Er wurde 15 Jahre alt.
Renate Falk
wurde zehn Jahre alt. Ihr Geburtsort warKarlsruhe. 1941 wurde sie auf der Fluchtin Frankreich festgenommen und mit demTransport Nr. 7 nach Auschwitz deportiert.
Marion Abraham
am 15. Januar 1925 in Freiburggeboren. 1933 flüchtete ihre Fami-lie nach Frankreich. Mit 17 Jahrenwurde sie im Transport Nr. 8 im Juli1942 nach Auschwitz deportiert.
Max Leiner
geboren 1936, wird von seiner Tante in Mann-heim aufgezogen.Als 4-Jähriger Deportationnach Gurs (Südfrankreich) 1941 Verlegung nachRivesaltes, 1942 Rettung ins Kinderheim Izieu,Dort wird er aufgespürt.Als 7-Jähriger wird erin Auschwitz-Birkenau umgebracht.
Adolf Schonek
war 14 Jahre alt als er mit dem Transport Nr. 8 am20. Juli 1942 deportiert wurde. Er war in Berlin gebo-ren und wurde mit seiner Familie in Angers verhaftet.
Sami Adelsheimer
Geboren 1938 in Mannheim, als 2-Jähriger mitseiner Mutter nach Gurs deportiert. März 1942Rettung aus dem Lager ins Kinderheim von Izieu. Als 5-Jähriger durch die Gestapo verschleppt,über Drancy erreicht er mit dem Transport Nr. 71am 15.April 1944 Auschwitz-Birkenau.