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:antifaschistische
Nr.23
nachrichten
www.antifaschistische-nachrichten.de
g3336 16.11.2006 22. jahrg./issn 0945-3946 1,30 ¤
Aus dem Inhalt:
Der Aufbau rechtsradikalerStrukturen in Mecklenburg-Vorpommern . . . . . . . . . . . . . . . 7 
Berlin.
Am 18. November 2006 wol-len wieder weit über 1000 Nazis imBrandenburgischen Dörfchen Halbeaufmarschieren,um die dort begrabe-nen Soldaten aus Wehrmacht und Waf-fen-SS mit einem sogenannten „Hel-dengedenken“ zu ehren. VielfältigeProteste sind bereits angekündigt. DasBerlin-Brandenburger Bündnis „NS-Verherrlichung-stoppen!“ wird einenantifaschistischen Aktionstag in Halbeorganisieren und will mit Informations-ständen,Essen und Getränken sowie ei-ner eigenen Bühne ab zehn Uhr vor Ortsein. Das Bühnenprogramm bietet ne-ben dem Auftritt zweier Bands Gesprä-che mit ZeitzeugInnen,Informationenüber rechte Strukturen und antifaschis-tischen Widerstand. Sie schrei-ben:„Auch wenn es mit der jüngst verabschiedeten „LexHalbe“ den Neonazis nicht ge-stattet sein wird,bis zumFriedhof aufzumarschieren,istes notwendig,ihnen antifa-schistischen Protest entgegen-zusetzen. Verschiedentlichsind in der Vergangenheit Ver-bote gegen neonazistische Parteienoder Aufmärsche angestrengt worden.Sehr oft sind sie fehlgeschlagen,manchmal waren sie nützlich. DieseGesetze konnten jedoch nie die altenund neuen Nazis wirklich stoppen. We-der ihre menschenverachtende Propa-ganda,noch die Morde und Anschläge.Gegen Faschismus hilft unserer Mei-nung nach nur antifaschistischer Wider-stand. Nur mit einem solidarischenMiteinander verschiedener Formen desProtestes wird es gelingen,die Nazisendgültig aus Halbe fernzuhalten. Es istfür uns nicht erträglich,dass es möglichist,dem Nationalsozialismus so direktzu huldigen,wie Alt- und Neonazis esalljährlich in Halbe tun. Wir wollen die-sem Spuk ein Ende setzen.“
 Antifaschistisches Bündnis„NS-Verherrlichung stoppen!“
Bremen. Am 4. November hatte dieNPD zu einer „Großkundgebung“ imBremer Westen aufgerufen. Das Spektrumder Gegendemonstranten ging vom„Schwarzen Block“ über Bewohner desBremer Westens bis hin zur CDU – und daswar auch gut so. Es waren viele mit Migra-tionshintergrund, jüngere und ältere Men-schen, zum Teil ganze Familien mit dabei.Die Zahlen schwanken zwischen 3.500(Polizei) und 10.000(Veranstalter) Teilneh-mern. Es war einesehr gute Beteiligung– zumal der Wetter-bericht nicht viel Gu-tes verhieß. Petrushatte ein Einsehen mituns Aufrechten.
Der Schutz der circa 70 NPD-Anhängerdurch die 2.500 Polizisten hat fast eineMillion Euro gekostet. Da fragt man sich,ob es nicht besser gewesen wäre,einfachauf den Einsatz zu verzichten. Dann hättesich auch der armselige Nazihaufen dieteure Fahrt sparen können. Dass sie rest-los frustriert waren,konnte man in „butenund binnen“ (b&b) klar sehen. Die abzie-henden Faschos fühlten sich bei der Fragenach dem Erfolg dermaßen ans „Bein ge-pinkelt“,dass sie vor laufender Kameraauf die Mikrofone der Reporter losgingen.In ihrer restlosen Enttäuschung wusstensie sich nicht anders zu helfen,als dass sienachts die Scheibe des VVN-Büros wie-der mit einem Gullydeckel attackiert ha-ben. In der Nacht vom 10. auf den 11. Ok-tober warfen unbekannte Neonazis dieScheibe schon einmal mit einem Gullyde-ckel ein. Gut,dass dies vorausgeahnt wur-de und die Reparatur auf nach dem 4.11.geschoben wurde. Bereits im Jahr 2000fand sich solch ein gusseisernes Teil imBüro der Bremer VVN-BdA.Die Gegendemo lief fast störungsfrei.Sehen konnte man nur die Greifattackender Uniformierten. In der Tagesschau,wiein b&b,war allerdings die brutale Vorge-hensweise der martialisch ausgerüstetenPolizei zu sehen. Der dort gezeigte „De-linquent“ hatte die Hände deutlich vorsich und wehrte sich nicht,trotz allemwurde ihm der Kopf verdreht. Es handeltesich um einen so genannten „Genick-bruchgriff“. Schon die kleinste falscheBewegung hätte es dem Demonstrations-teilnehmer das Leben kosten können. Dievon der Polizei mitgeführten Hunde (ohneMaulkorb!) haben mehrere Teilnehmergebissen; wie andere Demonstranten be-richteten,waren es gezielte Aktionen. Ei-ner der beiden Lautsprecherwagen wurdeaußer Gefecht gesetzt.Nach der Demonstration wurden gut100 abziehende meist junge Leute überStunden eingekesselt,aber von Anwoh-nern mit Tee und Gebäck versorgt.Doch eines ist klar,ohne den „Schwar-zen Block“,der die Polizistenreihen ander Grasberger Straße friedlich „über-rannte“,wäre die Gegenaktion nie so weitvorgedrungen.In den Reihen der Nazis gab es mehrereVerhaftete wegen Tragens verfassungs-feindlicher Symbole bzw. deren Zeigen.Es gab sieben Festnahmen und ca. 200 sogenannte Ingewahrsamnahmen. Wie vieledavon auf den Seiten der NPD zu ver-zeichnen sind,ist nicht bekannt.Auf den Internetseiten hadert die Bre-mer NPD wegen „rechtswidrigen Behin-derungen von nationalen Demon-strationsteilnehmern“ und „Schikanen derPolizei gegenüber Demonstrationsteil-nehmern“. In Reden langweilten sich dieTeilnehmer selbst,kündigen „ein juristi-sches Nachspiel“ an und „drohen“,baldwieder mit einer Handvoll aufmarschie-ren zu wollen. Sie werden wieder nichtweit kommen und sich aufs Heftigste bla-mieren.
Gerold Fleßner 
Ein voller Erfolg
 
:antifaschistische nachrichten 23/2006
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:meldungen, aktionen
SPD-Ausschluss bestätigt
München.
Sascha Jung,in den 90erJahren für den nationalistischen „Hof-geismarer Kreis“ rechter Jusos aktiv,istnicht mehr Mitglied der SPD. Das Amts-gericht Berlin-Tempelhof wies die Klagedes Burschenschafters gegen den Aus-schluss ab. Die SPD hatte im Frühjahrbeschlossen,dass die Mitgliedschaft inder Partei mit der in Verbindungen der„Burschenschaftlichen Gemeinschaft“unvereinbar ist. Jung,Mitglied derMünchner „Burschenschaft Danubia“,kündigte an,Berufung gegen das Urteileinlegen zu wollen.
hma
Gesiebte Luft für Mahler
Berlin
. Horst Mahler,zeitweise auchmal Mitglied der NPD,muss für neunMonate ins Gefängnis. Mahler war be-reits Anfang vergangenen Jahres vomBerliner Landgericht wegen Volksver-hetzung und antisemitischer Hetze verur-teilt worden. Er hatte es gebilligt,dass imSeptember 2002 in Räumen der NPD inBerlin eine antisemitische Hetzschriftverteilt wurde. Gegen das Urteil hatteMahler Revision eingelegt. Diese wurde jetzt vom Bundesgerichtshof verworfen.
hma
Zurück zum Latein
Stuttgart.
Die Anhänger des 1991 ver-storbenen fundamentalistischen Erzbi-schofs Marcel Lefebvre haben eineKampagne für den alten,lateinischenMess-Ritus gestartet. Die „Priesterbru-derschaft St. Pius X.“ will allen 16100Priestern des Landes einen DVD-Filmmit dem Titel „Die Zelebration der latei-nischen Messe“ anbieten. In einem offe-nen Brief wurden darüber auch die ka-tholischen Bischöfe informiert. Dort hältman sich zu diesem Ansinnen bedeckt.Unterdessen kündigen die Priesterbrüdererste Erfolge an. Als Reaktion auf dieAussendung des Briefes an die ersten6800 Adressaten seien bereits 1100DVD-Filme von – begeisterten – Pries-tern und Seminaristen bestellt worden.„Der Damm ist gebrochen“,heißt esim aktuellen „Mitteilungsblatt“ derchristlich-fundamentalistischen Vereini-gung. „Die Rückkehr des überliefertenRitus auf breiter Ebene ist nur noch eineFrage der Zeit“.
hma
„Weltjugendtag“ alsSprungbrett
Bergheim/Bad Salzuflen.
Der katho-lische „Weltjugendtag“ im vergangenenJahr war auch der Start eines neuen Zeit-schriftenprojektes. Über 100 000 Exem-plare der neuen Zeitschrift mit dem Titel„Vers 1“ wurden während des katholi-schen Events verteilt. Die Werbungscheint erfolgreich gewesen zu sein.80 000 Exemplare der Zeitschrift,de-ren Name sich auf Johannes I,Vers 1„Am Anfang war das Wort“ bezieht,wandern derzeit monatlich in den Zeit-schriftenhandel. Erstellt wird die Zeit-schrift,so die Webseite der Redaktionmit Sitz in Bergheim bei Köln,von ei-nem Team „aus jungen Katholiken,Pro-testanten und Freikirchlern“ um Chefre-dakteurin Birgit Kelle.Beiträge erschienen dort bislang vonkonservativen „Lebensschützern“ wieChrista Meves,Hubert Hüppe (CDU-MdB) und Rainer Beckmann sowie demIGFM-Aktivisten Martin Lessenthin. In-terviewpartner waren u.a. der italienischeKulturminister Rocco Buttiglione,PeterGauweiler (CSU-MdB) und MechthildLöhr. Letztere ist Bundesvorsitzende der„Christdemokraten für das Leben“(CDL) und Chefin einer „Personal- undUnternehmensberatung“ in Königstein,die jüngst noch den „Opus Dei“-MannStephan Georg Schmidt für den Postenals Chefredakteur der „Kirchenzeitungfür das Erzbistum Köln“ vorschlug.Verlinkt ist die Webseite der Zeit-schrift,die mit einer Kampagne gegendie Ausstrahlung der satirischen Comic-Film-Reihe „Popetown“ bekannt wurde,u.a. mit zahlreichen „Lebensschützer“-Gruppen aus dem In- und Ausland,„Ra-dio Horeb“ und „Radio Vatikan“,derZeitschrift „Idea“,der „IGFM“,demrechtskonservativen „Arbeitskreis christ-licher Publizisten“ (ACP) und dem Web-log „Politically Incorrect“. Als „die dreiwichtigsten Bücher des Jahres“ werdenauf der Webseite Texte von Prof. Dr.Günter Rohrmoser,Eva Herman undHenryk M. Broder angeboten.Als Kunden im Visier hat die Zeit-schrift ein junges Publikum zwischen 19und 39 Jahre,„das eine positive Bezie-hung zum christlichen Glauben hat“.Auch Angestellte und Aktive der beidenAmtskirchen und die Freikirchen willman erreichen.Herausgeber der Zeitschrift ist die„Camerlengo Medien GmbH“ in BadSalzuflen (Geschäftsführung:Birgit Kel-le),die mit „ihren Aktivitäten und Pro-dukten christliche Themen und Sichtwei-sen in die breite bundesrepublikanischeÖffentlichkeit“ bringen will.So wird angestrebt,die Zeitschrift„Vers 1“ mittel-fristig zu einer „wö-chentlich erscheinenden Zeitung“ mitmehr als 100 000 LeserInnen pro Ausga-be zu entwickeln.Geplant ist ebenso eineBeteiligung an christlichen Medien imelektronischen Bereich,der Start eineseigenen Vers 1-Webradios und die He-rausgabe von mindestens zwei Buchti-teln im Jahr.
hma
Anti-Nazi-Aktion keineStraftat
Stade. Die Staatsanwaltschaft Stade hatdas so genannte „Hakenkreuz-Verfah-ren“ eingestellt. Die Grüne Jugend unddie Vereinigung der Verfolgten des Nazi-regimes (VVN) hatten am 9. September– einen Tag vor der Kommunalwahl –mit Plakaten gegen einen NPD-Stand amFischmarkt in Stade demonstriert.Dass die Polizei die Plakate mit Anti-Nazi-Symbolen beschlagnahmte,stießbundesweit auf Kritik – auch die Bun-desvorsitzende der Grünen,ClaudiaRoth,schaltete sich ein. Teilnehmern derProtestaktion drohte eine Anzeige nach§ 86a wegen der Verwendung von verfas-sungsfeindlichen Symbolen. Auf denPlakaten wurden unter anderem Haken-kreuze in einen Mülleimer geworfen.Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Stade dasErmittlungsverfahren wegen der „Ver-wendung von Hakenkreuzen auf Wahl-kampfplakateneingestellt:„Wir sehenin den Abbildungen den erkennbarenAusdruck einer Gegnerschaft zu den Zie-len der verfassungswidrigen Organisatio-nen und sehen die geschützten Rechtsgü-ter des demokratischen Rechtsstaats unddes öffentlichen politischen Friedensnicht gestört“,betonte OberstaatsanwaltDr. Burkhard Vonnahme. Die vomStaatsschutz beschlagnahmten Plakatewerden wieder zurückgegeben.Gleichwohl sieht sich die Staatsan-waltschaft vom Gesetzgeber „im Stichgelassen“; Vonnahme setzt auf Bundes- justizministerin Brigitte Zypries (SPD)und hofft auf ein Grundsatzurteil desBundesgerichtshofes; in Süddeutschlandsind weitere Verfahren in dieser Frageanhängig. Bei der „kommerziellen Ver-marktung“ von Anti-Nazi-Symbolen auf Buttons oder T-Shirts hätte die Staatsan-waltschaft „vermutlich aktiv werdenmüssen“,sagt Vonnahme.Die Polizeiinspektion Stade bleibt beiihrer Linie. Die Einstellung des Verfah-rens sei keine Grundsatzentscheidung indieser Frage. Das sei Sache der Gerichte.„Wir begrüßen die Entscheidung derStaatsanwaltschaft“,betont Heike Voll-mers vom Kreisverband der Grünen. Dergesunde Menschenverstand hätte ausge-reicht,um die Botschaft der Plakate rich-tig zu deuten. Die Polizei dürfe nunmehrcouragierte Antifaschisten bei ihrem Pro-test gegen Rechtsextremisten nicht mehrkriminalisieren.Bei einem Aktionstag des Bündnissesfür Demokratie und Toleranz in der Sta-der Innenstadt schritt die Polizei dannauch nicht mehr ein,obwohl am Standder Grünen das gleiche Anti-Nazi-Plakathing.
Quelle:Stader Tageblatt 14.10.2006 
 
:antifaschistische nachrichten23/2006
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schrauber (!!) einsetzte. Gegen die sie-ben schließlich festgenommenen Naziswurde Anzeige wegen Körperverletzung,Landfriedensbruch und Verstoß gegendas Waffengesetz erhoben.Dies ist durchaus nicht die erste Anti-Antifa-Aktion in Augsburg. Bereits am7. Oktober versuchten vier vermummteNazis,eine von der Antirassistischen Ak-tion Augsburg und dem BayerischemFlüchtlingsrat organisierte Demonstrati-on zu fotografieren,wobei sie allerdingsvon anwesenden Antifas in die Flucht ge-schlagen werden konnten.Die Augsburger Neonazi-Szene ist seitder Inhaftierung des Kameradschaft-Führers Marcel Jess in einem desolatenZustand,die wenigen aktiven Nazis,diewie auch in diesem Fall überwiegend ausdem Augsburger Umland kommen,be-gnügen sich mit unregelmäßigen Info-ständen zusammen mit Roland Wuttkesund Wolfgang Teufels „Nationaler Oppo-sition“ in der Augsburger Innenstadt,dieallerdings zumeist von AntifaschistInnenmilitant oder kreativ gestört wurden.“
 Berichte aus Augsburg u.Schwaben 23/06 
Junger Antifaschist vomVorwurf der Gewaltdarstel-lung freigesprochen
Potsdam.
Im Mai diesen Jahres wurdeein junger Antifaschist aus Potsdam inBerlin festgenommen,weil er ein T-Shirtmit der Aufschrift „Good Night WhitePride“ und einem aufgedruckten Bildtrug. Der Ausspruch „Good Night WhitePride“ stammt aus der so genanntenHardcore-Szene,einem politischen Ab-leger der Punk-Musikbewegung. In die-ser Hardcore-Szene etablierte sich in den90er Jahren die sogenannte „Good Night,White Pride“-Bewegung,die sich gegendie Versuche von Neonazis richtete,dieHardcore-Szene zu unterwandern und inihr Fuß zu fassen. „White Pride“ oder„White Power“ ist dabei besonders beiweißen Rassistinnen und Rassisten inden USA ein beliebter Ausdruck ihresÜberlegenheitsgefühls gegenüber Men-schen,die sie für minderwertig halten.Als Symbol wählte die Good NightWhite Pride-Bewe-gung eine Szeneaus dem beimHardcore übli-chen Tanzstil.Während diemeisten Be-trachterInnen da-rin nur eine Tanz-szene sehen,welchedie Ablehung der HC-Bewegung gegen-über Nazis und RassistInnen zum Aus-druck bringt,sah die StaatsanwaltschaftBerlin darin eine „verkörperte Darstel-lung grausamer oder unmenschlicherGewalt gegen Menschen“.Diese Verfolgung des antirassistischen„Good Night,White Pride“-Symbolsreiht sich damit in die aktuelle staatlicheVerfolgungswelle von Anti-Nazi-Sym-bolen ein. So wurde vor kurzem der Be-sitzer eines linken Musikversandes we-gen des Verkaufs von durchgestrichenenoder zerschlagenen Hakenkreuzen inStuttgart verurteilt (nachzulesen beiwww.rote-hilfe.de). Auf vielen antifa-
Ist der Ruf erst ruiniert...
Köln.
Nachdem die Sprecherin der an-geblich überparteilichen „EhrenfelderAnwohnerinitiative gegen die Großmo-schee“ Marylin Anderegg der Öffentlich-keit monatelang als keiner Partei angehö-rige,nur die Interessen der Bewohner(in-nen) des Stadtteils vertretende Bürgerinverkauft werden sollte,ließen die ge-nannte Dame und „pro Köln“ jetzt dieKatze aus dem Sack. In einer Mitglieder-versammlung am 26.10.,bei der MarkusBeisicht als Vorsitzender bestätigt wurde,ließ sich Anderegg in den Vorstand derrechten „Bürgerbewegung“ wählen. Of-fenbar sind die Verantwortlichen derMeinung,nachdem selbst die Flugblätterder Initiative nicht mehr von „pro-Köln“-Werbung zu unterscheiden waren,sei dieTarnung überflüssig geworden. Antifa-schist(inn)en hatten bereits seit langemauf Frau Andereggs Vergangenheit alsKandidatin für die „Republikaner“ hin-gewiesen. Jetzt ist zusammen gekom-men,was offenbar schon lange zusam-men gehört hatte.
tri
Störaktionen von Nazis beiGedenkfeier
Augsburg.
Auch in diesem Jahr habensich fast 90 Personen am Schweige-marsch und an der anschließenden Ge-denkfeier für die Opfer des Faschismusbeteiligt. Die Hauptrede hielt Ernst Gru-be als Mitglied des Landesvorstands derVVN-BdA in Bayern und im Namen derLagergemeinschaft Dachau. Erstmalskam es bei dieser jährlich wiederkehren-den Kundgebung zu Provokationendurch Nazis. Dagegen gibt es inzwischenProtesterklärungen seitens der VVN,derPDS und der Grünen aus Augsburg. Hierein Bericht über die Vorgänge,wie siebeteiligte Antifas erlebten:
Anti-Antifa aktiv
Augsburg.
Unter dieser Überschrift be-richteten am 2.11. einige Augsburger An-tifas in der unabhängigen Websitewww.indymedia.de,wie ihnen währendder Gedenkveranstaltung auffiel,„dasssich in einigem Abstand einige schwarzgekleidete und vermummte Personenaufhielten und Fotos machten.Einige der anwesenden Antifas gingenauf die Nazis zu und forderten sie auf,die Fotos zu löschen und zu verschwin-den. Daraufhin wurden sie mit Pfeffer-spray angegriffen,es kam zu einer Prü-gelei,in deren Verlauf fünf Antifas leichtverletzt wurden. Durch das beherzte Ein-greifen gelang es,zwei der Nazis an Ortund Stelle festzuhalten,wobei einer derbeiden sein eigenes Pfefferspray abbe-kam und sich unglücklich eine blutigeNase holte.Die Polizei begann daraufhin mit derSuche nach den flüchtigen Nazis,wobeisie 17 (!) Streifenwagen und einen Hub-
11000jüdische Kinder
Bitte geben Sie diesesFlugblatt weiterund schreiben Sie an:Bundesminister für VerkehrHerrn Wolfgang TiefenseeInvalidenstr. 4410 115 Berline-mail: poststelle@bmvbs.deHier erfahren Sie, was die DBIhnen nicht zeigt.
Sehr geehrte Fahrgäste
der Deutschen Bahn
Weitere Informationen zur Initiative „11.000 Kinder"finden Sie auf den Seiten des Internetportalswww.german-foreign-policy.com
 V.i.S.d.P.:T.Engel,Mohrenbach1,51598Friesenhagen
Marianne Gundelfinger
wurde am 13. Januar 1929 in Stuttgart gebo-ren. Sie wurde im Lager Lalande interniert undspäter nach Drancy überstellt. Im Transport Nr.21 wurde sie 1942 nach Auschwitz in den Toddeportiert. Sie wurde nur 13 Jahre alt.
Fritz Löbmann
geboren am 12. März 1929 in Mannheim, 1940Deportation nach Gurs, 1941 Flucht über Mar-seille ins Kinderheim von Izieu (nahe Lyon).6. April 1944 Verhaftung, am 13.April 1944startet der Todestransport Nr. 71 von Drancy nach Auschwitz-Birkenau. Er wurde 15 Jahre alt.
Renate Falk 
wurde zehn Jahre alt. Ihr Geburtsort warKarlsruhe. 1941 wurde sie auf der Fluchtin Frankreich festgenommen und mit demTransport Nr. 7 nach Auschwitz deportiert.
Marion Abraham
am 15. Januar 1925 in Freiburggeboren. 1933 flüchtete ihre Fami-lie nach Frankreich. Mit 17 Jahrenwurde sie im Transport Nr. 8 im Juli1942 nach Auschwitz deportiert.
Max Leiner
geboren 1936, wird von seiner Tante in Mann-heim aufgezogen.Als 4-Jähriger Deportationnach Gurs (Südfrankreich) 1941 Verlegung nachRivesaltes, 1942 Rettung ins Kinderheim Izieu,Dort wird er aufgespürt.Als 7-Jähriger wird erin Auschwitz-Birkenau umgebracht.
 Adolf Schonek 
war 14 Jahre alt als er mit dem Transport Nr. 8 am20. Juli 1942 deportiert wurde. Er war in Berlin gebo-ren und wurde mit seiner Familie in Angers verhaftet.
Sami Adelsheimer
Geboren 1938 in Mannheim, als 2-Jähriger mitseiner Mutter nach Gurs deportiert. März 1942Rettung aus dem Lager ins Kinderheim von Izieu. Als 5-Jähriger durch die Gestapo verschleppt,über Drancy erreicht er mit dem Transport Nr. 71am 15.April 1944 Auschwitz-Birkenau.
 
Die Initiative „Elftausend Kinder“ ruft zur Verbreitung ihres Flyers am 9. No-vember, aber auch darüber hinaus auf. So sollen die Flugblätter unter ande-rem vor zahlreichen Kinos verteilt werden, in denen der Spielfilm „Der letzteZug“ angelaufen ist. Hier ein Bild des doppelseitigen Flyers, der auch dieKinobesucher interessieren könnte.Bestellungen bitte an: elftausendkinder@web.de. Je 1.000 Flyer kosten28,00 Euro plus Mehrwertsteuer und Versand. Die Auslieferung des Falt-blattes erfolgt binnen 36 Stunden.
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