3
Einem sehr alten Sprichwort zuolge sind in der Nacht alle Katzen grau. Dass diesheute immer seltener zutrit, ist dem wachsenden Trend zu verdanken, auch pri-vate Häuser und Gartenanlagen in anspruchsvoller Weise zu illuminieren.Diese Gebäude verbreiten mit zurückhaltend lichtakzentuierten Fassaden und demsie umgebenden grünen Raum eine einladende und wohnliche Atmosphäre. Ihrebeleuchteten Gärten erweitern die Wohnbereiche des Hauses, die beleuchtetenRaumkanten machen den Gesamtraum erlebbar, auch im Winter. Sie vermittelnSicherheit, Orientierung und Behaglichkeit. Hinzu kommt das Licht, das aus denFenstern ällt, vergleichbar mit den Augen eines Gebäudes.Eine dem aktuellen Stand der Technik entsprechende Beleuchtungsplanung inenger Zusammenarbeit zwischen Bauherren, Architekt, Innenarchitekt und Land-schatsplaner sowie dem Lichtplaner ist die Ausgangsbasis ür ein späteres stim-miges Ergebnis. Dazu trägt eine gelungene Betonung der Fassadengestaltung bei,die mit einer ausgewogen akzentuierten Gestaltung im Bereich der Außenanlagenkorrespondieren muss. Das Wichtigste bleibt aber immer der persönliche Lebens-raum der Bewohner. Neben der architektonischen Anpassung au die Lebensstiledes Einzelnen in Farben, Formen und Materialien ist das Herausarbeiten derLichtanorderungen eine der Augaben, die wesentlich über das spätere Wohlbe-nden der Nutzer entscheidet.Gerade wenn sich der Bauherr in seiner Außenbeleuchtung eine Bestückung miteher konventionelleren, energieintensiveren Lampen wünscht, die wegen ge-ringerer Erstinvestitionen zunächst günstiger erscheinen, sollten zumindest dieumassenden technischen Möglichkeiten der gegenwärtigen Gebäudetechnikausreichend Berücksichtigung nden. Ressourcenschonung und Nachhaltigkeitordern zwingend nicht nur eine durchdachte Automation im Bereich der Elektro-installation, sondern insbesondere die Verwendung der bei gleicher Lichtleistungenergiesparenderen Leuchtmittel.Mittlerweile nden daher immer mehr LEDs Einzug in den Außenbereich. Bevorzugtdurch ihre meist ligrane Bauorm, verstecken sich Ihre Linien hinter Vorsprüngenund in Gebäudeugen. Dies kommt den aktuell reduzierten Gestaltungsansätzen– beeinfusst aus dem ZEN – entgegen, wo die Leuchte als körperlich-raumge-staltendes Element immer weiter in den Hintergrund tritt. Wenn dann als Solitärtrotzdem ein schönes Lichtobjekt wie eine Designerlichtskulptur eine Freifächedominiert, wird dies als spannende, errischende Bereicherung empunden.Finden Sie in dieser Ausgabe Inspiration und Anregung ür Ihr ganz persönlichesWohlbenden.Andrea NusserLichtplanerin PLDA
Editorial
[Titelseite] Mit diesem Beleuchtungskonzeptwerden alle wichtigen Beleuchtungszweckerund ums Haus erüllt. Von der Fassadenbe-leuchtung über Orientierungsleuchten au demWeg zur Haustür, Wandleuchten ür Garageund Eingang bis hin zur selbstleuchtendenHausnummer.[01]Eine Lichtspur aus in den Boden eingelas-senen LED-Leuchten ührt den Benutzer au dieTerrasse.