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Schriftliche Prüfungsarbeit zummittleren Schulabschluss 2006im Fach Deutsch
09. Juni 2006
LeseverstehenSprachwissenSchreiben
Arbeitsbeginn : 10.00 Uhr Bearbeitungszeit : 180 MinutenSie können maximal 115 Punkte erreichen.
 Name, Vorname: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Klasse: . . . . . . . . . . .
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Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport
 
 
Mittlerer Schulabschluss Deutsch 2006
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Liebe Schülerinnen und Schüler,
Sie erhalten in der Arbeit zum Mittleren Schulabschluss Texte und Aufgaben. Im Folgendenerfahren Sie, wie die Aufgaben zu bearbeiten sind.a) Es gibt verschiedene Aufgabentypen.
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Bei Aufgaben mit multiple choice kreuzen Sie die zutreffende Lösung an.
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Bei Tabellen mit Richtig-Falsch-Abfrage überprüfen Sie jede einzelne Aussage.Entscheiden Sie dann, ob sie richtig oder falsch ist, und kreuzen Sie an.
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Fragen beantworten Sie im ganzen Satz oder im verständlichen Stichpunkt.
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Die Schreibaufgabe besteht aus zwei Teilen. – Zuerst überarbeiten Sie einen Werbetext mit Hilfe der Aufgaben. – Im Anschluss daran schreiben Sie einen Brief.b) Gehen Sie möglichst so vor:
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Sie müssen alle Aufgaben bearbeiten. Es ist sinnvoll, die Texte der vorgegebenenReihenfolge nach zu bearbeiten.
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Sie sollten zuerst den jeweiligen Text lesen und anschließend die Aufgaben dazubearbeiten.c) Beachten Sie bitte:
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Sie können für Ihre Arbeit ein Wörterbuch benutzen.
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Sie haben 180 Minuten Zeit.
Viel Erfolg!
 
 
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Traumwelten
Dr. Michael Schredl, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim
510152025303540Die Szene, die Martin Spies-Sweetlands Leben veränderte, liegt nun fast 20 Jahrezurück. Als junger Mann, schwer an Neurodermitis
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erkrankt, fragte er sich einesNachts im Traum: „Warum bin ich krank?“ Die Antwort ließ nicht lange auf sichwarten: „Ein Geier flog herbei, der den Schnabel voller Zähne hatte“, erzählt der Yoga-Lehrer aus Landau in der Pfalz. „Er blickte mich trübselig an, öffnete denSchnabel, und plötzlich fielen ihm alle Zähne aus.“Spies-Sweetland wusste das bizarre Bild zu interpretieren: „Ich hatte meine Bissigkeitverloren.“ Daraufhin ging der friedfertige Mann mehr in die Offensive, ließ verdrängteAggressionen zu, begann schließlich sogar mit Boxtraining. „Nach zwei Jahren“,erzählt er, „war das Ekzem ganz ohne Medikamente verschwunden.“Der Familienvater befindet sich in guter Gesellschaft: Viele Menschen nutzen daskreative Potenzial ihrer Träume, finden in der nächtlichen Bilderflut Problemlösungen,Inspiration und Selbsterkenntnis. Der Chemiker Friedrich August Kekulé etwa„erträumte“ Ende des 19. Jahrhunderts die ringförmige Struktur des Moleküls undrevolutionierte so die organische Chemie. Beatle Paul McCartney komponierte imSchlaf das Lied „Yesterday“. Und der US-amerikanische Präsident Abraham Lincolnsoll im Traum gar seine eigene Ermordung vorhergesehen haben.Neurowissenschaftler 
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und Psychologen stehen vor vielen ungeklärten Fragen:Warum träumen wir? Welche Bedeutung haben die nächtlichen Geschichten, Bilder und Symbole? Wie beeinflussen die Erlebnisse des Tages unsere Träume, wie dieTräume unser Wachleben? […]
Sechs verträumte Lebensjahre
Eines ist jedoch klar: Jeder Mensch träumt – ob er sich am nächsten Morgen daranerinnert oder nicht. Im Alter von 70 Jahren haben wir etwa sechs volle Lebensjahreverträumt und rund 150.000 Träume erlebt. Die nächtlichen Abenteuer sind meistweniger phantastisch und realitätsfremd, als wir glauben: Laut einer Umfrage desAllensbacher Instituts für Demoskopie ist jeder dritte Deutsche auch nachts mit seinenGedanken am Arbeitsplatz. 27 Prozent träumen vom Reisen, 19 Prozent vom Geld.Unwirkliche und bizarre Trauminhalte wie Fallen, Fliegen oder Flucht liegenabgeschlagen bei 15, 10 und 6 Prozent.Die Geschichte der modernen Traumforschung präsentiert sich als Dauergerangelzwischen Neurowissenschaftlern und Psychologen. Für den Wiener NervenarztSigmund Freud, der Ende des 19. Jahrhunderts die Psychoanalyse begründete,waren Träume unterdrückte, triebhafte Wünsche, die sich der Träumende imWachzustand nicht eingestehen mochte. […]
Träume sind kein Zufallsprodukt
Als US-Forscher 1952 den mit schnellen Augenbewegungen einhergehenden REM-Schlaf (Rapid Eye Movement) als Phase des intensivsten Träumens identifizierten,verlagerte sich die Traumforschung zunehmend von der Couch ins Labor. 1977 ver-kündeten Allan Hobson und Robert McCarley von der Harvard Medical School, REM-Phasen
 
seien
 
nur 
 
das
 
Produkt
 
zufälliger 
 
elektrischer 
 
Impulse
 
aus
 
dem
 
Stammhirn
3
. […]
1
(schwere) Hautkrankheit
2
untersuchen das Nervensystem des Menschen
3
Sitz des Unbewussten

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