Anna K. Emmerich Leben Der Hl Jungfrau Maria- Frakturschrift
Von den sechs Bänden, die das gewaltige visionäre Werk Anna Katharina Emmerichs ausmachen, beschreibt der vorliegende Band das Leben der heiligen Jungfrau Maria, während sich der letzte Band mit den Geheimnissen des Alten und des Neuen…
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Von den sechs Bänden, die das gewaltige visionäre Werk Anna Katharina Emmerichs ausmachen, beschreibt der vorliegende Band das Leben der heiligen Jungfrau Maria, während sich der letzte Band mit den Geheimnissen des Alten und des Neuen Bundes, d.h. der Kirche, beschäftigt. Wiederholungen sind natürlich unvermeidlich. Der Gestalt der allerseligsten Jungfrau Maria kommt — weit nach Christus, aber auch weit vor allen anderen Gestalten der Bibel — eine überragende Bedeutung zu. Maria ist die Mutter Christi, die Mutter des Erlösers, die «Gottesgebärerin», wie es das Konzil von Ephesus anno 431 formuliert hat. Ihre Demut und Bescheidenheit, ihre vornehme Zurückhaltung und ihre Charaktergröße, ihre Rolle als Magd des Herrn, ihre Aufgabe als Mutter Christi («Selig die Brust, die dich genährt, und der Leib, der dich getragen hat», Lk 11,27) und als Vertraute der Apostel und Führerin der jungen Kirche, werden durch die Visionen der Seherin von Dülmen voll bestätigt. Wer Marias Leben und Rolle aus der Sicht der stigmatisierten Augustinernonne kennenlernt, kann nicht anders, als sie innig lieben und selig preisen. In diesem Band tritt uns aber nicht nur Maria entgegen, sondern auch ihr Gemahl, der heilige Joseph, und vor allem auch die große, weitverzweigte Verwandtschaft, sowohl von Seiten des heiligen Joseph als auch von Seiten Marias. Weil Christus wahrhaft Mensch geworden ist, wurde er in eine Familie hineingeboren und hatte somit Verwandte. Gerade im jüdischen Volk wurden die Familienbande ja sehr gepflegt. Besonders die Mutter Marias, die heilige Anna, tritt uns als starke und überaus liebenswürdige und besorgte Frau und Großmutter des Heilandes entgegen. Christus stand zu seiner Familie, und es rührt uns zu sehen, wie die vielen verwandtschaftlichen Bindungen verlaufen. Viele aus seiner Verwandtschaft sind später in seine Nachfolge getreten. Neben den Pharisäern und Sadduzäern gab es eine kleine religiöse Gruppe, die Essener, die in besondererWeise die Messias-Hoffnung pflegten. Aus den Visionen der Anna Katharina Emmerich erfahren wir nun, daß einzelne leibliche Vorfahren Jesu zur Gemeinschaft der Essener gehörten, oder ihr zumindest nahestanden, und von deren Spiritualität geprägt waren. Seit in den Höhlen von Qumran,
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