Deutsche Sprache – Männersprache?
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Wir wollen unsere Sprache selbst bestimmen und gestalten –genauso wie die Wirklichkeit!Ot ist das nicht einach: Die deutsche Sprache ist seit Jahrhunderten von Patriarchat, Kirche und BürgerInnentum geprägt; kein Wunder also, dass sie sich dagegen sträubt, verändert zu werden.Diese Broschüre setzt sich im Besonderen mit sprachlicherDiskriminierung augrund von Geschlecht auseinander. Sieist uns ein besonderes Anliegen: Nicht Hören und Wiedergeben, sondern Refektieren und aktiv selbst Bestimmen istunser Ziel!Mach auch du dir deine Regeln selbst!Deine GRASDeine GAJ
S pr a c h eM a c h t Wi r k l i c h k ei t
SPRACHE MACH WIRKLICHKEI
„Macht ist die Möglichkeit, die eigene Defnition dessen, was möglich ist, was richtig ist, was rational ist und was wahr ist,auzudrängen“
(Pamela Fishman)
S
prache steuert Wahrnehmung, Bewertung von Sachverhalten, Gedächtnis und Problemlösung der SprecherInnen. Die linguistische Relativitätsthese (SapirWhorHypothese) behandelt das Verhältnis zwischen Sprache undDenken: Einzelsprachen und ihre grammatikalischen Systemebestimmen die Denkstrukturen. Erkenntnis ist demnach nurrelativ zu den Möglichkeiten der jeweiligen Sprache möglich.(vergl. Samel)Sprache arbeitet mit Bildern. Bei dem Satz “
Mechaniker re- parieren Autos
” haben wir das Bild von Männern imKop, die Autos reparieren. Frauen sind eben nichtmitgemeint!Durch geschlechtersensibles Formulieren bekommen Frauen auch in Wortund Schrit den Platz, der ihnen eigentlich gebührt. Beim Satz “
MechaninkerInnen wechseln Öl
”tauchen in unseren Köpen au einmal auch Frauen au.
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