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EU, Internationaler Währungs-fonds (IWF) und die EuropäischeZentralbank (EZB) haben am 9.Mai ein Maßnahmenbündel mitGarantien in he von 750Milliarden Euro geschnürt, dasder Stärkung und dem Schutzdes Euro dienen soll. Deutsch-lands Anteil an den Kreditbürg-schaften soll mehr als 147 Milli-arden Euro betragen.In dieser Woche stand die Ab-stimmung des Deutschen Bun-destages zu diesem Paket imMittelpunkt der Debatten. DieBeratungen haben abermalsdeutlich gemacht, dass die Re-gierung weder Linie noch Rich-tung hat und vor allem keinenMut. Die Regierung hat bishealle Entscheidungen verschlepptund einzig durch ihr ständigesZaudern Beständigkeit gezeigthat. Jetzt wirkt Merkel nur nochwie eine Getriebene auf deinternationalen und der europäi-schen Ebene. Sie wird gejagt vonder FDP, der eigenen Partei, der Opposition und der Finanzlobby.Wäre sie früher bereit gewesenzu handeln, hätten wir Milliardensparen können. Stattdessen hatsie taktische Spielchen gespielt.So kann man kein Land in einer Krise führen. Deutschland müsstein Europa eine hrungsrolleübernehmen. Frau Merkel aber hat unser Land isoliert. Noch nieseit dem Bestehen der europäi-schen Einigung vor 60 Jahrenwar der Ruf der Bundesrepublikin Europa so ruiniert wie heute.Nachdem die Kanzlerin so viel Vertrauen verspielt hat, habenwir unsere Entscheidung zur Ab-stimmung davon abhängig ge-macht, ob den Worten auchTaten folgen. Reine Absichtser-klärungen reichen nicht mehaus. Wir haben eine bindende Aussage schwarz auf weiß gefor-dert, dass die Bundesregierungsich auf europäischer und auinternationaler Ebene aktiv für die Einführung einer Finanz-transaktionssteuer sowie für schärfere Finanzmarktregelneinsetzt. Diese haben wir nichterhalten. Wir haben uns bei der  Abstimmung enthalten, weil wir zwar grundsätzlich den Rettungs-schirm für notwendig erachten,ihn aber nicht ausreichend flan-kiert sehen durch weitergehendeMaßnahmen. Wie auch bei der Griechenland-Hilfe sehen wir ineiner reinen Kreditermächtigungkeine Lösung für diese so grund-legende Krise. Wir brauchenzusätzliche Maßnahmen gegenSpekulationen, eine Beteiligungder Banken an den Kosten undkönnen nicht die Steuerzahler einzweites Mal r das unverant-wortliche Verhalten von Finanz-marktakteuren in Anspruch neh-men. Wir bekennen uns aus-drücklich zu einem starken, sozi-alen und demokratischen Euro-pa, das seinen Namen auchverdient. Das ist allerdings einanderes Europa als es Frau Mer-kel und ihre Regierungskoalitionwollen. Obwohl mit ihrer neoli-beralen Politik offensichtlich ge-scheitert, wollen sie im Grundeso weitermachen. Und sie wer-den die Krise nutzen, um denSozialstaat weiter abzubauen.Das können wir Sozialdemokra-ten nicht mittragen.Für uns ist Europa mehr als einMarkt. Die Chance, nachhaltige Verbesserungen für die Stabilitätder gemeinsamen hrung,aber auch einen politischenNeuanfang für den Zusammen-halt der Europäischen Union zuerreichen, ist jetzt da. Diese Re-gierung ist dazu aber offensicht-lich nicht in der Lage: Mitten inder größten Krise ist sie aufgrundihrer inneren Widersprücheschlicht handlungsunfähig.
EuropainderKrise,Regierunghandlungsunfähig
Deutschlands Anteil an den Kreditbürgschaften soll mehr als 147 Milliarden Euro betragen.
 
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RainerBrüderle(FDP):Sachbear-beiteraufAbruf
Wirtschaftsminister Rainer Brü-derle gilt selbst in den eigenenReihen als „Totalausfall“ im Bun-deskabinett. Von Wirtschaftsver-tretern wird er mehr und mehr als durchsetzungsschwacher „Pantoffelheld“ verspottet (Der Spiegel, 10.05.2010). Seine Auftritte im Bundestag sind mitt-lerweile gefürchtet. Brüderle liestseine Sachbearbeiter-Redengelangweilt vom Blatt ab undverliert sich in Klein- und Kleinst-projekten ohne jede ordnungs-politische Linie. Der Minister hatkein Konzept, wie die riesigenwirtschaftlichen ProblemeDeutschlands und Europas inmit-ten der größten Krise der Nach-kriegszeit zu lösen sind. Es heißt,Rainer Brüderle habe über 11Jahre auf seinen „TraumberuChef“ im Bundeswirtschaftsminis-terium hingearbeitet. Jetzt wäreer am Ziel, doch das Amt zer-rinnt ihm zwischen den Fingern.So schwach und einflusslos war das Wirtschaftsministerium wohlzuletzt unter Martin Bangemann.Die Eurokrise entblößt mit un-missverständlicher Klarheit dieSchwäche des deutschen Wirt-schaftsministers. Als WolfgangSchäuble vor der entscheidendenSitzung der europäischen Finanz-minister in Brüssel am 8. Mai,wo über das 750-Milliarden-Euro-Rettungspaket für die Euro-zone verhandelt wurde, erkrank-te, schickte Angela Merkel nichtetwa Brüderle als den zuständi-gen Vertreter, sondern Innenmi-nister de Maizière. Daher mussman fragen, hat Brüderle eigent-lich noch den Rückhalt der Kanz-lerin? Und hat Vizekanzler Wes-terwelle vorher davon gewusstund es sogar gebilligt? Brüderleist schwer beschädigt, ohne Au-torität und agiert als Minister auf  Abruf.
DeutschlandinderKrise?Brü-derle,derSchönredner
Monatelang ließ uns Brüderle imUnklaren über einen konkretenWeg aus der Krise. Der Versuch,Licht ins Dunkel zu bringen, er-folgte dann ansslich seiner Regierungserklärung am 21. April 2010. Brüderle erklärt:„Deutschlands Wirtschaft wächstwieder und wir beobachten einkleines Jobwunder“ und die BILD-Zeitung titelt: „Brüderle erklärtdas kleine Wirtschaftswunder“.Fakt ist aber: Die Prognosen für 2010 sind gedämpft. Zuletzt hatder IWF seine Prognose für 2010auf 1,2 % nach unten korrigiert.Und: Die Hälfte dieses Wachs-tums ist Folge der von uns maß-geblich mitgestalteten Konjunk-turpakete, die zum Ende diesesJahres größtenteils auslaufen.
NachhaltigeWachstumspolitik?Fehlanzeige
Die Politik des Wirtschaftsminis-ters wird den aktuellen wirt-schaftspolitischen Herausforde-rungen nicht annähernd gerechtund enthält kein Konzept nachhaltiges Wirtschaftswachs-tum. Die zentralen Fragen der Wirtschaftspolitik bleiben unbe-antwortet. Um gestärkt aus der Krise zu kommen, ist eine intelli-gente Wachstumsstrategie ge-fragt. Frank-Walter SteinmeiersDeutschland-Plan liefert dafür den Kompass. Wir haben dazuein eigenes Konzept für nachhal-tiges Wachstum, gute Arbeit undgerechte Teilhabe in den Deut-schen Bundestag eingebracht.Wir stellen dies der Konzept- undTatenlosigkeit des Bundeswirt-schaftsministers entgegen. Vonder immer wieder beschworenenWirtschaftskompetenz der FDP istnichts in Sicht.
Wirfordern:
Brüderle muss jetztein Gesamtkonzept vorlegen.Wir brauchen eine Stärkung der Investitionen, um den Innovati-onsprozess zu beschleunigen unddie Gefahr einer lang anhalten-den Stagnation der deutschenWirtschaft abzuwenden.
DieZukunftvonOpel?Vertagtundverzagt
Opel muss und kann aus eigener Kraft zukunftsfähig werden. Da-bei stehen in Deutschland undEuropa Zehntausende von Ar-beitsplätzen, wichtiges Know-how und Wertschöpfungskettenauf dem Spiel. Brüderle aber spielt auf Zeit: Keine Spitzenge-spche, denn erst sse dasOpel-Konzept weiter geprüft unddie Diskussion vorangetriebenwerden. Brüderle versucht, die Verantwortung nach Brüssel ab-zuschieben. Doch haben dieMinisterpräsidenten der Ländemit Opel-Standorten ihre kurz-fristige Gesprächsbereitschaftbereits wiederholt angeboten.Der Minister bewegt sich nicht.Es reicht aber nicht aus, Gesprä-che nur auf der Beamtenebenezu führen. Das lässt nur einenSchluss zu: Brüderle will dieOpel-Standorte gar nicht si-chern.
Wirfordern:
Minister Brüderlemuss unverzüglich mit Vertreternder Opel-Bundesländer, Ge-werkschaften und mit Betriebsrä-ten des Unternehmens Gesprä-che aufnehmen. Wir brauchenjetzt ein entschiedenes Aktions-programm, um zu retten, wasnoch zu retten ist. Es kann nichtsein, dass im Eilverfahren gigan-tische Milliardenbürgschaften für Banken auf den Weg gebrachtwerden, aber r die Rettungeines zentralen Industrieunter-nehmens nur ein Schulterzuckenübrig bleibt.
EffektiveWirtschaftsförderung?NichtsalsnebulöseAnkündigun-gen
In der Wirtschaftsförderung insbesondere der von Brüderleimmer wieder gebetsmühlenartigwiederholten Förderung desMittelstandes ist der Minister ein Totalausfall. Die Investitionensind in Deutschland um rund 20Prozent erdrutschartig eingebro-chen. Unternehmen verlagernihre Investitionen ins Ausland,insbesondere nach Asien.Schlüsselbranchen in Deutsch-land wie die Chemie schiebtderzeit keine neuen Projektemehr an. Neue innovative Bran-chen wie die Solartechnologiewandern ab, weil Schwarz-Gelbmit scharfen Einschnitten in dieFörderung den Abbruch langfris-tiger Strategien der Marktdurch-dringung riskiert. Brüderle wirktbei all dem hilflos und orientie-rungslos.
Wirfordern:
Notwendig ist einImpuls-Programm für Investitio-nen, das Anreize schafft, uminländische Arbeitsplätze zu er-halten und neue zu schaffen.Jeder weitere Zeitverlust verstärktdie Gefahr. Sofortiges Handelnist geboten.
Kreditmediator?Schaufensterpo-litikstattSicherungderUnter-nehmensfinanzierung
Mit der Einsetzung des Kreditme-diators Metternich wollte Brüder-le der drohenden Kreditklemmevor allem für größere mittelstän-dische Firmen entgegentreten.Der Kreditmediator, der Ende2011 schon wieder abgeschafftwerden soll, kostet den Bundes-haushalt 5 Millionen Euro jähr-lich. Bezeichnend: Metternich,ein „Spezivon Brüderle, be-kommt r seine Arbeit mehr Gehalt als die Bundeskanzlerin,hat aber innerhalb von zwei Mo-naten mit seinem gesamten Mit-arbeiterstab lediglich 26 Anträgebearbeitet. Der Mediator ist einFeigenblatt, das die wirtschafts-politische Blöße bedecken soll,denn die Bundesregierung stehtnackt da.
Wirfordern:
Kleine und mittlereUnternehmen ssen in deKreditkrise wirksam unterstütztwerden. In Betracht kommen alsInstrumente u. a. ein Beteili-gungsfonds zur Stärkung mittel-ständischer Unternehmen unddie verstärkte Nutzung von priva-tem Wagniskapital.
Dasschwarz-gelbeKabinettimFakten-Check:RainerBderle
 
Die SPD-Bundestagsfraktion hatsich bereits in der Großen Koali-tion dafür ausgesprochen, dieRechte von Patientinnen undPatienten in einem eigenständi-gen Patientenrechtegesetz besser zu schützen. Damit sollte Trans-parenz und Klarheit für alle Be-teiligten geschaffen werden.Dazu hatte die SPD-Bundestagsfraktion bereits imMai 2009 als Ergebnis der Ar-beitsgruppe Patientenrechte Eck-punkte für ein entsprechendesGesetz vorgelegt. Doch mit der Union war die Verabschiedungeines Gesetzes nicht mehr mög-lich. Deshalb fordern wir jetzt dieschwarz-gelbe Regierung auf,endlich eindeutig die Rechte vonPatientinnen und Patienten ge-setzlich zu verankern. Bisher plant die Regierung allerdings indiesem Jahr nur Eckpunkte auf den Tisch zu legen und den Ge-setzentwurf erst 2011 zu verab-schieden. Wir finden hier geht zuUngunsten der Patientinnen undPatienten viel Zeit verloren. Den Antrag der SPD-Bundestags-fraktion „Für ein modernes Pati-entenrechtegesetz” hat der Bun-destag am 20. Mai 2010 bera-ten. Die rechtlichen Rahmenbe-dingungen für den Schutz vonPatientinnen und Patienten inDeutschland sind im internatio-nalen Vergleich gut. Im FünftenSozialgesetzbuch wurden in denletzten zehn Jahren versrktPatientenrechte und Patientenbe-teiligung im Gesundheitssystemverankert. Zentral waren die Verankerung von Mitberatungs-und Antragsrechten für Patien-tenvertreter im GemeinsamenBundesausschuss, die Einrich-tung des Instituts r Qualitätund Wirtschaftlichkeit im Ge-sundheitswesen sowie die Schaf-fung des Amtes des Patienten-beauftragten der Bundesregie-rung als eine zentrale Vertretungvon Patienteninteressen. DieRechtsprechung hat das geltendeRecht an vielen Stellen im Inte-resse der Patientinnen und Patienten ausgelegt, z. B. hinsichtlichverschiedener Beweiserleichte-rungen. Das deutsche Arzthaftungsrecht ist verglichen mit an-deren Ländern patientenfreund-lich. Das geltende Recht ist allerdings wenig transparent und esbestehen Vollzugsdefizite. Außer-dem genügt es den Ansprüchenan ein modernes Patientenrech-tegesetz mit Beteiligungsrechtender Betroffenen nicht.In ihrem Antrag fordert die SPD-Bundestagsfraktion die schwarz-gelbe Bundesregierung auf, einGesetz zum Schutz der Patienten-rechte vorzulegen. Ein modernesPatientenrechtegesetz muss dieheute bestehenden Rechte der Patientinnen und Patienten aller-dings nicht nur zusammenführenund auf Vollzugsdefizite reagie-ren. Insbesondere die Erfahrun-gen der Patientenbeauftragtender Bundesregierung der letztenLegislaturperioden haben ver-deutlicht, dass die Patientenrech-te in vielen Bereichen deutlicherweitert werden müssen. Ausgangspunkt einer Erweiterungder Patientenrechte muss es sein,Patientinnen und Patienten vonBetroffenen zu Beteiligten zumachen. Im Mittelpunkt stehtdabei ein fairer Ausgleich der Interessen der Patientinnen undPatienten auf der einen und der Leistungserbringer und Kosten-träger auf der anderen Seite. DieQualität der Behandlung und diePatientensicherheit werden dortgestärkt, wo die informierte Pati-entin oder der informierte Patientdem Arzt oder der Ärztin gegenü-berstehen. PartnerschaftlicheEntscheidungen von Arzt undPatient führen zudem zu einer aktiveren Krankheitsbewältigungund zu nachweislich besserenBehandlungsergebnissen. Einzentraler Punkt der Patienten-rechte ist die Patientensicherheit.Laut Zahlen des Aktionsbündnisses Patientensicher-heit gibt es bei 17 MillionenKrankenhauspatienten pro Jahr 17.000 Todesfälle durch ver-meidbare unerwünschte Ereignis-se. Viele dieser und anderer uner wünschter Ereignisse gehen auf Fehler zurück, die infolge kom-plexer und arbeitsteiliger Abläufeunter hoher Arbeitsbelastung undbei schneller Entscheidungsfre-quenz entstehen. Daher müssenorganisatorische Mängel, die zuBehandlungsfehlern führen, prio-ritär beseitigt werden.In einem eigenständigen Patien-tenrechtegesetz sollen folgendeBereiche verbindlich geregeltwerden:
 Ausdrückliche Festsetzung vonRechten und Pflichten aus demBehandlungsvertrag zwischenPatienten und medizinischemPersonal
 Verbesserungen im BereichRisikomanagement
Stärkung der Opfer von Be-handlungsfehlern
Optimierung der Leichen-schau, die nftig nur nochvon speziell geschulten, unab-hängigen Leichenschauärztendurchgeführt werden darf 
Stärkung der kollektiven Betei-ligungsrechte der Patientinnenund Patienten
Stärkung der Patientenrechtegegenüber Sozialleistungsträ-gern
RegierungsollPatientenrechtegesetzvorlegen
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Wir fordern die schwarz-gelbe Regierung auf, endlich eindeutig die Rechte von Patientinnen undPatienten gesetzlich zu verankern.

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