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Second Issue 3

Second Issue 3

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Published by Sheri Avraham

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Published by: Sheri Avraham on Jun 04, 2010
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01/25/2013

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written talks
SECOND ISSUE
Comics Eli Valley www.EVComics.com.
Part of the “Inclusion and Exclusion“ Group Exhibition in the frame of SALON VIENNA in SOHO Galery,May, 2010.
 
The »ISSUE, written talks« is a magazine that combines a collection of articles that provide a space for open discussions. Asthe name of the magazine and its layout indicates, we stress “conversations” as a tool for understanding – others and oursel-ves.
Most of the articles are the result out of a joined work between an author and a visual artist- thus creating the rst “talk”.
Before going to print, a third party broadens the article with her/his comments and thoughts. In the framework of the articlesblank spaces are provided for further discussions.We are thankful for any comment that will enable an ongoing discussion, and try, as we do, to leave applicable and thought-ful remarks.„SECOND ISSUE, written talk“ extends the project “SALON VIENNA in SOHO Gallery” that takes place in the setting of 
the “SOHO in Ottakring” festival. This year the festival in the paraurban district aims to nd through Art different ways to adetoxication from racism. The “I * Them * You” concept was chosen as point of departure for self-observation. During the
two weeks “SALON VIENNA in SOHO Gallery” will present three main installations, which creates a metatalk. Among thetwo interactive installations and the exhibition “call for art”, one asks himself which vocabulary or images are used in the
process of dening the “I * Them * You”. What kinds of ideologies have been developed through our upbringing, environ
-ment, and social structures, and for whom and which purpose(s) they serve?
»SECOND ISSUE, written talks« takes the written word to a journey into a „self denition struggle“. The collection of the
texts aims to document, criticize and reveal some aspects of the terms “Inclusion and Exclusion” and of the paradox of an in-
dividual received identity. By excluding one, the other can dene himself. But it stays only an assumption out of philosophi
-cal, religious or political reasons, that the individual needs “a ready-to-use identity kit“, to manage his exterior personality. We look into our communities (cultures, social groups, peers) for a rubric of normalcy, struggling to belong within our ownsocial collectives. Either passive or active participants - we obtain symbols, signs and codes to communicate within and out-
side of the specic community. But with this kind of internal communication aren’t we loosing the freedom to choose? Does
it blind us from seeing the different / other community?The main question for us in the »SECOND ISSUE, written talks« was - „Did we build borders/differences between people,sex or cultures that are not resulting from random factors, but from so called „human condition“, „natural order“ or “herita-ge” which is not possible to break“?
Impressum:Herausgeber: Salon Vienna - ein jüdischer KulturvereinKontakt: Hintzerstraße 9/191030 Wienemail: vienna@jewishsalons.netInternet: www.jewishsalons.netFür den Inhalt verantwortlich:Salon Vienna - ein jüdischer KulturvereinSecond IssueRedaktion: Sheri AvrahamDesign & layout: Denise Feiger Texte:Frederic Morton, Gerlinde Grötzmeier, Ivana Marjanović,Lukas Tagwerker, Marek Božuk, Michaela Schweighofer,Lisa Joskowicz.Photography and Illustrator:Ido Del La Vega, miz - justice, Marko Mestrovic,Niki Kubaczek, Thaddäus stockertQuestions & comments are welcomed under:ISSUEwritten.talks@gmail.com
The Jewish Salons
Die Idee der Jewish Salons basiert auf der Absicht, einen kulturellen Dialog zwischengelebten jüdischen Kulturen, innerhalb und außerhalb unterschiedlicher Gemeinden,zu kreieren und zu fördern. Sie verbinden Fragen der jüdischen Identität mit zeitge-nössischer Kunst und Alltagskultur und liefern zeitgenössische Anregungen.The Jewish Salons wurden 2006 in Tel Aviv begründet und haben ihr Projekt 2009auf folgende Städte ausgedehnt: Amsterdam, Mexico-City, Prag und Wien. Die jeweiligen Salons wollen ein modernes Verständnis von Judentum prägen, sowie dieVielfalt und Vielschichtigkeit jüdischer Identitäten und Alltagskulturen, einem breite-ren Publikum eröffnen.“SALON VIENNA – ein jüdischer Kulturverein” besteht seit April 2009 und betrach-tet es als grundlegendes Ziel, das Publikum an die Vielfalt zeitgenössischer jüdischerKunst und Kultur heranzuführen. Wir nutzen verschiedenartige Veranstaltungskon-zepte, um diese erlebbar zu machen.Die Jewish Salons konzipieren ihre Projekte in Bezug auf das Publikum und füllendiese mit lokal zugeschnittenen Inhalten. Der SALON VIENNA versteht sich indiesem Sinne als Ort an dem sich unterschiedlichste Ideenstränge mit kreativen undgegenwärtigen Anreizen kreuzen.Der SALON VIENNA bietet und bereitet lebendige, zeitgenössische jüdische Iden-tität und Alltagskultur und möchte den intensiven kulturellen Dialog von gelebten jüdischen Kulturen mit ihren Umgebungen aufzeigen. www.www.svienna@SALON VIENNA möchte sich persönlich bedanken bei: Alexander Ema-nuely, Alfred Woschitz, Barbora Bútorová, Benjamin Gilkarov, Bezirks-vorsteher Franz Prokop, BMUKK, Bob Martens, Denise Feiger, DeutickeVerlag, Eduard Freudmann, Elina Tilipman, Frederic Morton, GerlindeGrötzmeier, Heinzelmänner der Caritas, Ido De La vega, Ilse Riedler, Ire-ne Grabherr, Jazz Gitti, Jewdyssee, Joanna Nittenberg, Jonathan Shaked,Kulturkommisson der IKG, Manuela Mandl, Milli Segal, Miriam Bloch,Moshe Kvitelashvili, Niki Kubaczek, Oliver Metlewicz, Orit Theuer,Firma PANI, Paul Chaim Eisenberg, Paul Moser, Peter Herbert, PeterRiedl, Piotr, Sebastian Endler, Ula Schneider, Uli Scherer, Vera Schwarz,Veronika GruberSALON VIENNA dankt allen KünstlerInnen der Ausstellung „Inclusionand Exclusion“: Marek Bozuk, Joël Curtz, Iris Dostal, Baptiste Elbaz,Eva Fellner, Samuel Green, Maital Guttman, Robert Haidvogl, Christina
Hartl-Prager, Maria Hengge, Yuval Katz, Christoph Kolar, Guy König
-stein, Monika Lederbauer, Shlomit Migay, Tamara Moyzes, RenanaNeuman, Alisa Poplavskaya, Maximilian Pramatarov, Nurit Schaller,Orly Shwartzman, Jakob Steiner, Thaddäus Stockert, Julia Überreiter, Eli
Valley, Shlomi Yaffe
Wir danken unseren Sponsoren:
Sheri
 
jewishsalons.nethoinottakring.atjewishsalons.net
 
DIE ARCHITEKTUR: Die Ottakringer Synagoge wurde auf einemrechteckigen Grundstück, das seitlich von zwei Häusern begrenzt
war, erbaut. Die Grundstruktur der Synagoge war dreischifg, wobei
die Galerien in den Seitenschiffen durch gemauerte Pfeiler in zweiEtagen getragen wurden. Die Decke wurde als Holzkonstruktionausgeführt. Die Synagoge hatte drei Eingänge in den mit einem Ton-nengewölbe überdachten Vorraum, durch den man in den Hauptbe-traum mit 406 Sitzplätzen für Männer gelangte. 266 Frauen fandenauf den Galerien Platz.Auf den ersten Blick wirkte das Gebäude im Stil der Neo-Renais-sance von außen nicht wie ein für religiöse Zwecke errichteter Bau.Bei näherer Betrachtung wies jedoch der vorgesetzte Mittelrisalit
mit seinem dreieckigen Giebel auf die dreischifge Anlage hin. Die
Außenfassade war zudem geprägt von hohen Eingangstüren und drei
darüberliegenden großen Bogenfenstern, ankiert von Rundfenstern
in den Seitenschiffen. Lediglich der Giebel war geprägt von reli-giösen Symbolen: An der Giebelspitze waren zwei Gesetzestafelnangebracht, seitlich davon zwei Davidsterne.1928 erfolgte der Zubau eines sogenannten Wintertempels, ein klei-nerer für die Wintermonate leicht beheizbarer Betsaal. In praktischallen großen Synagogen wurde der Hauptraum nur am Schabbat undan Feiertagen verwendet, da dieser große Saal meistens gar nichtoder nur schwer beheizbar war. An den Wochentagen war es üblich,im Wintertempel zu beten. Neben der Synagoge in der Eitelberg-gasse war dieser Wintertempel, der 124 Sitzplätze für Männer undeine Frauengalerie aufwies, der stilistisch interessanteste Neubauder Zwischenkriegszeit. Ignaz Reiser - ein vielgefragter Synagogen-architekt - gestaltete den Innenraum in modern-geometrischem Stilaus und überzeugte durch ausgewogene Schlichtheit.DIE STILFRAGE: In der Diskussion um „jüdischeSynagogenarchitektur“ gab es verschiedene Meinun-gen über die zu verwendenden Stile. Da die Gotikeher den christlichen Kirchen zugeschrieben wurden,wollte man sich von diesen bewusst abgrenzen, ohne jedoch in Zeiten eines neu aufkeimenden Antisemitis-mus im Stadtbild als „fremdartig“ aufzufallen. Der ori-entalische Stil wurde als „nichteuropäisch“ und man-cherorts als ungeeignet für eine Synagoge empfunden,denn man begriff sich als „jüdischer Europäer“. DerArchitekt der Kasseler Synagoge, Albrecht Rosengar-ten, veröffentlichte eine Ansichten über den Synago-genbau wie auch die Pläne des Kasseler Entwurfs inder Allgemeinen Bauzeitung Wien im Jahre 1940. Esist davon auszugehen, dass Tischler diese Publikationgekannt hat und seinen Entwurf ebenfalls in Anleh-nung an Rosengartens Synagoge gestaltet hat.
FRAUEN IN DER SYNAGOGE: Im
Falle des Hubertempels ist besondersinteressant, daß ursprünglich ein sehrgeringer Anteil an Frauensitzplätzenvorgesehen wurde. Es kann vermutetwerden, daß sich der Bedarf an Frauen-sitzplätzen im Zuge der fortschreitendenEmanzipaion des ausgehenden 19. Jahr-hunderts stark erhöht hat.In frühen Synagogen gab es kaum Be-reiche für Frauen, da diese den Gottes-dienst nur selten und meist nur an hohenFesttagen besuchten. Jüdische Frauenhatten in der Gesellschaft des 19. Jahr-hunderts festgelegte Funktionen inne.Die wirtschaftlich weniger gutgestelltenFrauen arbeiteten meist in Fabriken, um
die nanzielle Situation der Familie zu
unterstützen. Frauen aus den bürger-lichen Schichten wurden meist auf die
Durchführungen von häuslichen Pich-
ten beschränkt.Um dieser eingeengten Situation zu
entiehen, wurden viele ehrenamtlich
tätig. Daher gab es in vielen jüdischenGemeinden einen Frauenwohltätigkeits-verein, der meist von der Ehefrau desansässigen Rabbiners geführt wurde.Auch in der Hubergasse 8 entstand soein Wohltätigkeitsverein, der sich wahr-scheinlich in den Räumen der Kanzleizwischen Synagoge und Winterbetsaalbefand.Ein weiteres Beispiel für die Wohltätig-keit ist das von Else Federn und ihrerMutter Ernestine 1901 gegründete „Ot-takringer Settlement“. Vorbild dessenwar die Settlement Bewegung in derzweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts inEngland. Grundidee war nicht, Almosenzu verteilen, sondern unter Mitbeteili-gung der Armen und Hilfesuchendenderen Situation zu verbessern – der Ge-danke der „Hilfe zur Selbsthilfe“ wurdeWirklichkeit.DIE REKONSTRUKTION:Die digitale, virtuelle Re-konstruktion ist ein Mittelzur Darstellung zerstörterArchitektur. Wo Pläne, Ge-
mälde und Fotograen nur
eine 2-dimensionale Ebenebedienen können, kann einmit Hilfe von CAAD rekon-struiertes Modell einen 3-di-mensionalen Eindruck desGebäudes ermöglichen. Pro-blematisch kann dabei dieZuverlässigkeit des für dieRekonstruktion recherchier-ten und verwendeten Plan-materials sein. In vielen Fäl-len der zerstörten Synagogenin Wien sind noch Einreich-pläne erhalten, die aber nurbegrenzt Auskunft über dastatsächlich ausgeführte Bau-werk geben können. Im Falledes Hubertempels waren zu-nächst kaum Planunterlagenvorhanden, sämtliche Re-cherchebemühung bliebenvorerst erfolglos, schließlichkonnten doch noch ausführ-liche Pläne und sehr detail-lierte Originalzeichnungenz.B. des Almemorgeländersund der Lampen im Archivdes jüdischen Museums aus-
ndig gemacht werden. Ob
diese genauso zur Ausfüh-rung gelangt waren, kannnur vermutet werden. Fotosdes Innenraumes sind kaumerhalten, da es unerwünschtist, bei jüdischen Gottes-diensten und Feierlichkeitenin der Synagoge zu fotogra-
eren.
Ottakringer Synagoge (Hubertempel)
Gerlinde GrötzmeierIllustrator: Ido Del La Vega
DIE GESCHICHTE: Vor 1938existierten in Wien mehr als20 Gemeindesynagogen. Vieledavon wurden in den Jahren
der Gründerzeit nach dem “Josenischen Toleranzpa-
tent” erbaut. Die Ottakringer Synagoge befand sichin der Hubergasse 8, darauf bezieht sich auch der oftverwendete Name “Hubertempel”.Er wurde 1886 mitten im Historismus gebaut, nahezuzeitgleich mit bedeutenden Gebäuden wie die WienerStaatsoper, die Universität Wien sowie das Naturhis-torische Museum. Der Architekt Ludwig Tischler,bekannt für diverse Neorenaissancebauten der Wie-ner Ringstrasse, wurde für die Planung der Synagogein Ottakring, damals noch Vorort Wiens, beauftragt.Nach der Erweiterung der Frauengalerien 1891 wur-de im Hof des Tempelgrundstücks 1927 ein leicht be-heizbarer Winterbetsaal angebaut, der vom jüdischenArchitekten Ignaz Reiser geplant wurde.
Ottakringer Synagoge
Hubergasse 8, 1160 WienErbaut 1885/86 (Erweiterung 1928) Architekten: Ludwig Tischler(Erweiterung: Ignaz Reiser)Fassungsvermögen:266 Frauen- und 406 MännersitzeWinterbetsaal 124 Sitzplätze

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