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Gesamtfragenausarbeitung Religion

Gesamtfragenausarbeitung Religion

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06/06/2010

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1.
Was sind das Wesen und das Anliegen einer Religion? Stellen sieihre Ausführungen anhand einer Reli 
gion des ewigen Weltgesetzes und einer
 
Religion der geschichtlichen Gottesoffenbarung dar. 
Das Wesen einer Religion lässt sich durch folgende Aussage umschreiben: „Religion ist dasVerhältnis des Menschen zu diesem Geheimnis, das er Gott nennt.“ Das Anliegen bestehtdarin Antwortversuche auf die Sinnfrage des Menschen zu geben (Woher, Wohin, Wozu?).Zum Beispiel beim Hinduismus, welcher ein zyklisches Geschichtsbewusstsein nach dem„Mythos der ewigen Wiederkehr“ (=Samsara) besitzt, oder aber der Stillstand der Geschichteda sich das Rad des Lebens ewig bewegt ohne anzuhalten. Es gibt keinen Anfang und keinEnde. Hindus suchen nach Erlösung, dem Ausbrechen aus dem Kreis (Moksha). Ausbrechenüber 3 Wege: Erkenntnis, Handeln, Gottesliebe. Auf der anderen Seite stehen die Religionender geschichtlichen Gottesoffenbarung, zum Beispiel der Islam, bei welchem ein Kosmosvorherrscht, der von einem überlegenen Gott aus dem Nichts erschaffen wurde. Er hat sich imLaufe der Weltgeschichte den Menschen offenbart. Es gibt ein Leben nach dem Tod.
2. Skizzieren sie die biblische Person des Abraham. Welche Bedeutung hatAbraham im Judentum, im Christentum und im Islam?
Abraham der wandelnde „Vater der Glaubenden“, der zuerst eine Sippe um sich bildete undmit dem polytheistischen Götterglauben bricht, dann ein Bündnis mit Gott einging (=reiche Nachkommenschaft), die Prophezeiung des Erzengel Gabriels anhört und dem einen GottJahwe Gehorsam erweist (=Bereitschaft zur Opferung seines einzigen Sohnes Isaak).Im Judentum wird Abraham als Stammvater verehrt, die jüdische Gemeinschaft versteht sichselbst als die „Kinder Abrahams“. In der jüdischen Tradition gilt Abraham als das Urbilddesgesetzestreuen und gehorsamen Juden.Im Christentum gilt Abraham als Vater des Glaubens, indem er bedingungslos dem Anruf Gottes folgt und damit deutlich macht, dass der Glaube eine Art Wagnis ist die er bereit isteinzugehen.Im Islam gilt Abraham als frommer, vorbildlich aufopfernder, gehorsamer Muslim (ohneMohamed gekannt zu haben), weil er zu dem Glauben an den einen wahrhaftigen Gottgefunden hat.
3.Das Christentum ist eine jüdische Religion ( Röm 11, 18: Nicht du trägst dieWurzel, sondern die Wurzel trägt dich.). Schildere anhand ausgewählter BeispieleVerbindungen des Christentums mit dem Judentum.
Die Verbindungen oder Gemeinsamkeiten des Christentums mit dem Judentum sind sehr groß. Denn beide verstehen Abraham als Stammvater, beide sehen das Alte Testament (zuungefähr 90 % gleich bei beiden) als Heilige Schrift, als Wort Gottes an. Beide Religionen der geschichtlichen Gottesoffenbarung verbindet das Faktum des einen geheiligten Wochentages,wenngleich es nicht genau derselbe Tag ist (Sabbat; Sonntag), der für Gott reserviert und zuheiligen ist. Jesus Christus wurde als Jude geboren (=dische Mutter), zeremoniell beschnitten und feierte die Bar Mitzwa, seine Verkündigung zielt zuerst auf eine Erneuerungdes Judentums und nicht auf die Gründung einer neuen Religion. Beide Religionen verbindenweiter die Initiationsriten wie Beschneidung- Sakrament der Taufe oder Bar Mitzwa-Sakrament der Firmung.
4.Schildern sie das Verhältnis der Katholischen Kirche zu den nichtchristlichen
 
Religionen, wie es in der Erklärung Nostra Aetate des II. Vatikanischen Konzilsbeschrieben ist.
Die Katholische Kirche sagt, dass gemäß ihrer Aufgabe, Einheit und Liebe unter denMenschen und damit auch unter den Völkern zu fördern, sie vor allem das ins Auge fasst, wasden Menschen untereinander gemeinsam ist. Die Menschen haben denselben Ursprung, daGott das ganze Menschengeschlecht erschaffen hat. Sie erwarten von den verschiedenenReligionen Antworten auf die ungelösten Rätsel des menschlichen Daseins. Es findet sich beinahezu allen Völkern eine gewisse Wahrnehmung jener verborgenen Macht, dieseSinneswahrnehmung durchtränkt ihr Leben mit einem religiösen Sinn.In dem Konzilsdokument „Nostra Aetate“ bringt die katholische Kirche zum Ausdruck, dasssie
nichts von alledem ablehnt, was in diesen Religionen wahr und heilig ist, weil einStrahl jener Wahrheit sich in ebendiesen erkennen lässt.
 Weiter fordert die Kirche ihre Glaubensbrüder und- Schwestern auf durch Gespräch undZusammenarbeit mit den Bekennern anderer Religionen, sowohl Zeugnis des christlichenGlaubens abzulegen als auch die geistlichen undsittlichen Güter der anderen anzuerkennenund zu schützen.
5. Schildern sie das Anliegen der Gottes –« beweise ». Führen sie einen „Beweis“ IhrerWahl aus
Da der Mensch nach dem Bilde Gottes erschaffen und dazu berufen ist, Gott zu erkennen undzu lieben, entdeckt er auf der Suche nach Gott gewisse „Wege“, um zur Erkenntnis Gottes zugelangen. Man nennt diese auch „Gottesbeweise“, nicht im Sinn naturwissenschaftlicher Beweise, sondern im Sinn übereinstimmender und überzeugender Argumente, die zur wirklichen Gewissheit gelangen lassen. Sie sind vielmehr Hinweise beziehungsweise Erweise,die zeigen wollen, dass es etwas gibt dass von allen Gott genannt wird.Diese „Wege“ zu Gott haben die Schöpfung – die materielle Welt und die menschlichePerson. zum Ausgangspunkt. Aus der Bewegung und dem Werden der Ordnung und der Schönheit der Welt kann man Gott als Ursprung und Ziel des Universums erkennen und dieBeweise für das Dasein Gottes können zum Glauben hinführen und zur Einsicht verhelfen,dass der Glaube der menschlichen Vernunft nicht widerspricht.Drei Beweise nach Thomas v. Aquin:Kausalitätsbeweis:Alles hat eine Ursache, aber nichts kann Ursache seiner selbst sein, denn sonst würde es sichselbst vorausgehen. Existenz ist immer die Folge einer anderen Existenz, also muss eseine ,,Urexistenz" geben, nämlich Gott.Kontingenzbeweis:Alles was existiert, hat seine Notwendigkeit durch etwas anderes. Da aber die Reihe der auseinem anderen notwendigen Dinge nicht ins Unendliche gehen kann, muss es ein erstes, durchsich selbst notwendiges Ding geben: GottFinalitätsbeweisAlles was existiert, hat einen Sinn; nichts existiert nutzlos. Das gilt auch für Gegenständeohne eigene Vernunft, die sich in gleichen Situationen immer gleich verhalten. Dieses immer gleichbleibende Verhalten ist der Beweis für eine zugrunde liegende Absicht, die kein Zufall
 
sein kann. Diese ,,Steuerung" muss von einer höheren, intelligenten Macht kommen. DieseMacht ist Gott.
6. Erläutere den Weg der natürlichen Gotteserkenntnis. Wie lautet dazu die Lehre derKirche.„Die heilige Mutter Kirche hält fest und lehrt, dass Gott, der Ursprung und das Zielaller Dinge, mit dem natürlichen Licht der menschlichen Vernunft aus den geschaffenenDingen gewiss erkannt werden kann“
(1. Vat. Konz (1869-1870)) Ohne diese Befähigungwäre der Mensch nicht imstande die Offenbarung Gottes aufzunehmen. Der Mensch besitztdiese Fähigkeit weil er „nach dem Bilde Gottes“ erschaffen ist.In den geschichtlichen Bedingungen in denen sich der Mensch befindet, ist es jedoch für ihnrecht schwierig, Gott einzig mit dem Licht der Vernunft zu erkennen. Deshalb ist es nötig,dass der Mensch durch die Offenbarung Gottes nicht nur über das erleuchtet wird, was seinVerständnis übersteigt, sondern auch über „das, was in Frage der Religion und der Sitten der Vernunft an sich nicht unzugänglich ist.“
7. Erläutern sie die Bedeutung der stufenweisen Offenbarung. Welche Aufgabe hatdabei das Volk Israel in der Heilsgeschichte.
Indem Gott sich offenbart, will er die Menschen befähigen, ihm zu antworten, ihn zuerkennen und ihn weit mehr zu lieben als sie von sich aus imstande waren. Gott teilt sich demMenschen stufenweise mit,; er bereitet ihn etappenweise darauf vor, seine übernatürlicheSelbstoffenbarung aufzunehmen, die in der Person und Sendung des fleischgewordenenWortes Jesus Christus gipfelt.1.Stufe: NoahDer Bund mit Noah dauert so lange, wie die Zeit der Völker dauert, bis zur Verkündigung des Evangeliums in der ganzen Welt.2.Stufe: AbrahamAbraham wird zum „Stammvater einer Menge von Völkern“ gemacht, das aus ihmhervorgegangene Volk Israel wird zum Tröger der den Patriarchen gemachtenVerheißung, zum auserwählten Volk, das dazu berufen ist, die Sammlung aller Kinder Gottes in der Einheit der Kirche vorzubereiten3.Stufe: MoseGott befreit das Volk aus der Sklaverei in Ägypten, schloss mit ihm den Sinaibundund gab ihm durch Mose sein Gesetz, damit es ihn als den einzigen, lebendigen undwahren Gott, den fürsorglichen Vater und Richter ansehe, ihm diene und denverheißten Erlöser erwartete. Es ist das Volk derer, zu denen Gott zuerst gesprochenhat, das Volk der älteren Brüder im Glauben Abrahams.4.Stufe: Die Propheten & Heilige Frauen (z.B.: Sara, Rebekka, Rahel)Durch sie bildet Gott sein Volk heran in der Hoffnung auf das Heil, im Harren auf einen neuen, ewigen Bund, der für alle Menschen bestimmt ist und in die Herzengeschrieben wird. Die Propheten kündigen eine radikale Erlösung des Gottesvolks an.

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