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 Autobiographie Elisabeth Rieping
Stand / Letzte Aktualisierung durch Elisabeth Rieping 17.11.2007In ihrer Autobiographie erzählt Elisabeth Rieping über ihre eigene Brustkrebserkrankung, die Brustkrebserkrankungen inihrer Familie und sie stellt ihre unterschiedlichen Ansätze zum Thema Brustkrebs zusammen. Sie beschreibt, warum sie sicheiner Radiojodtherapie unterzogen hat. Sie geht in ihrer Arbeit „Brustkrebs als Viruskrankkeit“ möglichen Ursachen auf denGrund und sie formulierte ihre Kritik an der Chemotherapie bei Brustkrebs. Sie verweist darauf, dass Taxane z.B. beivorliegender Epstein-Barr-Virus-Infektion, die sehr verbreitet ist, wenig Aussicht auf Wirksamkeit haben. Sie verweist auf  Zusammenhänge zwischen Schilddrüsenerkrankungen und Brustkrebs und geht auf einzelne Pflanzengifte ein. Außerdembeschreibt sie ihre Anliegen bei der Arbeit an ihrer Homepagewww.erieping.de. Weitere Teile der Autobiographie vonElisabeth Rieping sind in dem Buch Altgesellenerschienen. Über ihr Leben in den „68ern“ schreibt Elisabeth Rieping phantasievoll inStrohwaise sucht . Fortsetzungen dieser hauptsächlich auf ihre Brustkrebserkrankung bezogenen Autobiographie sind enthalten in ihremKrebstagebuchund imNeuen Lymphödem. InDie Blaue Blumeerklärt sie, welche Bedeutung die Arbeit an ihrer Homepage und die Beschäftigung mit dem Thema Brustkrebs für sie hatte.S
tichworte: Briefwechsel Dunn, MacMahon, Harald Zur Hausen, Radiojod, Iodine131, Chemotherapie,Schilddrüsenerkrankungen, Brustkrebs als Viruskrankheit back zurück
Wer bin ich?
Ich werde das oft gefragt, und wie manchmal auffällt, drücke ich mich gern um die Antwort.Und das wo ich doch so gerne rede und zwar besonders auch über mich selbst. Das liegtdaran, dass es je älter ich werde, immer schwerer für mich wird, das zu beantworten. Dennich bin mit Sicherheit ein Mensch mit vielen Facetten. Welche stelle ich ins Licht. Welchesind so belanglos, dass ich sie im Schatten gut aufgehoben sind? 
Wo ist das Problem?
 ForumMan kann über sich selbst auf sehr vielen Ebenen erzählen. Und gerade die eigenePerspektive ändert sich von Jahr zu Jahr. Gestern habe ich die Einleitung eines Buches überden Bolschewismus gelesen und der Autor sah sich genötigt, ausführlich darzustellen, dasser nicht aus einer antisemitischen Familie stammt.Mein Lebenals 68zigerNesthockerwird unter
 Autobiographie von Elisabeth Rieping 
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Das kann ich nicht. Ich weiß leider sehr wenig über meine Familie, mein Vater ist sehr früh gestorben und meine Familie mütterlicherseits ist durch das mutierte BRCA-Gen von so vielen frühen Todesfällen betroffen, dass ich noch nicht einmal meine Urgroßelternkennengelernt und sehr wenig Ahnung habe.Vieles muss ich mir jetzt, wo es mich, anders als in meiner Jugend, interessiert, aus vielenkleinen Hinweisen und Erinnerungen zusammenreimen. Meine Mutter, mit der ich in ihrenletzten Lebensjahren viel zusammen und im Gespräch war, wusste um mein Interesse anunserer Familie. Aber sie hatte sich selbst nie für dieses Thema interessiert und konnte sichmir zuliebe nur mühsam an Weniges erinnern. Wenn sie merkte, dass ich mich für etwasinteressierte, hat sie mir immer geholfen.So erfuhr ich von ihr, als ich schon über 30 war, und mich schon seit Jahren mit Brustkrebsund zwar mit dem epidemischen, vermutlich ansteckenden, Brustkrebs befasste, dass dieKrankheit auch in unserer Familie auftrat. Wie damals üblich, wurde das für peinlich unddeshalb geheim gehalten.Meine Mutter erzählte mir von ihrer älteren Schwester, die sich mit der Krankheitherumquälte und nach und nach fand ich heraus, dass sie nicht die einzige Betroffene war.Auf einmal verstand ich, warum es so wenige Verwandte gab, obwohl meine Großmuttervierzehn Geschwister gehabt soll. Ich habe keines kennengelernt.Über sie war nie gesprochen worden."Warum?" konnte ich meine Großmutter nicht mehr fragen. Sie war tot und, wie vermutlichviele ihrer Geschwister, relativ früh verstorben. Und bis jetzt konnte ich über ihre Familiesoviel finden, wie Dick Cheney, der auch einen ellenlangen väterlichen Stammbaum hat,während die mütterliche Seite im Dunkeln bleibt.Von den Eltern meines Vaters habe ich immerhin einen sehr langen Stammbaum und es istinteressant, dass die Kenntnis der Namen mein Verhalten verändert hat. Denn wenn ich jetzt so Namen wie Geldmacher oder Vesper höre, dann weiß ich, sie sind vielleichtweitläufig mit mir verwandt. Andererseits weiß ich auch, was es bedeutet, dass dieserlange, in das 16. Jahrhundert zurückgehende Stammbaum angefertigt wurde: Es muss sich jemand für die SS beworben haben. Das ist die wahrscheinlichste Erklärung. Und an solchenStrohwaisesucht ...undin denAltgesellen beleuchtet.Man sieht,dass ich esleichtgenommenhabe.SchmerzhafteErfahrungenfehlen.Vielleichtfinde ichspäter nochMut dazu.
 Autobiographie von Elisabeth Rieping 
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Ein Photo meiner Eltern in den Vierziger Jahren. Arm in Arm auf einem Schwimm-ausflug mit Freunden. Im Hintergrund dieTrümmerlandschaft, in der ich aufgewach-sen bin, ohne sie zu
 
kleinen Hinweisen muss ich weiter arbeiten.Aus vielenGesprächen sind mirauch einige speziellein Erinnerunggeblieben, warumgerade die? Ich weißes auch nicht. Abereine ist wirklich sehrauffallend. Ich waretwa vierzehn, alsich meineGroßmutter, die vonallem die meisteAhnung hatte,fragte: "War hiermal ein Krieg?"Diese Frage mussman sich mal auder Zunge zergehenlassen. Ich bin ineiner Trümmerlandschaftaufgewachsen. Alles zerbombt, uns gegenüber ein Flüchtlingslager. Auf der anderen Seitedie Reste der zerbombten Kivittschule, unter der der große Bunker zum Schutz derZivilbevölkerung lag. Warum gerade sie zerbombt wurde, und nicht die Krayer Industrierundherum, wird wohl mangels Interesse ein Rätsel bleiben. Immerhin, beim Anblick derKivittschule hätte ich ahnen müssen, dass die ganzen kaputten Häuser nicht von selbstumgefallen waren. Habe ich aber lange nicht. Oder ich konnte es nicht einordnen. Vielleichthabe ich die zerfallenen Häuser auch für Überbleibsel einer lange vergangen Kultur, einesirgendwann einmal stattgefundenen Erdbebens usw., gehalten. Ich weiß es nicht.Aber was mir rückblickend doch sehr auffällt, ist, und das ist im Zusammenhang mit
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