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Berichte über EU

Berichte über EU

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06/16/2010

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Berichte über EU-Rettungsaktion
Europa fürchtet spanischen Banken-Crash
Spanien entwickelt sich zu Europas größtem Sorgenkind. Mehrere Zeitungenberichten, die EU könnte der Regierung in Madrid bald Hilfsgelder aus dem 750-Milliarden-Euro-Paket gewähren. Die Beteiligten dementieren das - doch die Angstvor einem Banken-Crash in Südwesteuropa wächst.
Hamburg - Immobilienkrise, Bankenkrise, Rekordarbeitslosigkeit,Generalstreiks gegen
 
wichtige Regierungsreformen: Spanien entwickelt sich immer stärker zu Europas Sorgenkind
 
Nummer eins. Anleger fürchten,SpaniensBankensystem könnte zusammenbrechen und
 
Schockwellen durch die internationalen Finanzmärkte jagen.Viele Beobachter stellen sich nun die Frage: Was macht dieEuropäische Union? Begutachtet
 
sie die Reformbemühungen im Südwesten Europas nur mit wachsender Sorge? Oder berätsie bereits über Möglichkeiten, den 750 Milliarden Euro schweren Schutzschirm fürnotleidende Staaten zu aktivieren, falls dieRegierung in Madriddie Kontrolle über die Krise
 
verlöre?Die Nachrichtenlage ist in diesem Punkt uneinheitlich: Mehrere Zeitungen haben in denvergangenen Tagen berichtet, die EU-Länder bereiteten sich darauf vor, Spanien notfalls mitKrediten zu helfen, um die sich verschärfende Finanz- und Schuldenkrise in den Griff zubekommen.Am Freitag schrieb die "Financial Times Deutschland" ("FTD), falls sich die Probleme imBankensektor Spaniens verschärften, solle Madrid Kredite aus dem 750-Milliarden-Euro-Schirm erhalten. Am Samstag berichtete die "Süddeutsche Zeitung" ("SZ"), die EU-Länderdiskutierten, wie der Regierung in Madrid im Krisenfall geholfen werden könne. Am Montagschrieb die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" ("FAZ"), sowohl die Spitze der EU-Kommissionals auch die Europäische Zentralbank (EZB) schlössen eine Unterstützung für Spanien nichtaus. "Wir werden in der kommenden Woche in Brüssel Gespräche dazu führen", zitierte dieZeitung Berliner Regierungskreise.Gerüchte werden offenbar vor allem in Deutschland gestreut. Die spanische Tageszeitung "ElMundo" zitiert in einem Bericht zum Thema nur nüchtern"FTD" und "FAZ". EigeneEinschätzungen gibt sie nicht.
Spaniens Bankensektor wird auf den Kopf gestellt
 EU und Bundesregierung dementieren die Meldungen über eine bevorstehendeRettungsaktion für Spanien. SPIEGEL ONLINE erfuhr am Montag aus Regierungskreisen, mansehe keine Anzeichen, dass die spanische Regierung den Euro-Rettungsschirm in Anspruchnehmen wolle. Entsprechende Signale aus Madrid habe es bislang nicht gegeben. EinSprecher von EU-Währungskommissar Olli Rehn sagte: "Wir haben keinen Plan inVorbereitung." Es gebe keine Anfrage aus Madrid.Ein Sprecher des spanischen Wirtschaftsministeriums hatte bereits am Freitag gesagt, manhabe die EU nicht um Hilfe gebeten - und werde das auch nicht tun. Ähnliche Äußerungen
 
hatte es allerdings im Frühjahr auch in Griechenland gegeben, bevor die Athener Regierungdie EU-Partner dann doch noch um Hilfe bat.Trotz aller Dementis: Unter den Finanzministern der sieben wichtigsten Industrienationen (G7) gibt es offensichtlich dringenden Gesprächsbedarf. Nach Angaben aus dem Umfeld vonEurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker wollen sie am Montagnachmittag telefonischkonferieren. Nach ergänzenden Angaben könnte über Spanien gesprochen werden. InBrüssel war zunächst weder eine Bestätigung für die Konferenz noch für deren Inhalte zuerhalten.Und so widersprüchlich die Angaben über mögliche EU-Hilfen sind: Die Sorgen vor einemsystemrelevanten Crash in Europas Südwesten sind durchaus begründet. SpaniensBankensektor wird derzeit auf den Kopf gestellt. Nach dem Platzen der Immobilienblasesitzen die Institute massenhaft auf faulen Krediten. Die spanische Notenbank schätzt denAbschreibungsbedarf der Geldhäuser auf bis zu 123 Milliarden Euro.Kaum jemand weiß genau, bei welchen Banken die größten Bilanzbomben liegen, da dieInstitute ihren jeweiligen Abschreibungsbedarf kaum transparent machen. Das Vertrauen istmassiv gestört, Spaniens Banken leihen sich untereinander kaum noch Geld.Zahlreiche Institute wollen nun fusionieren, um sich gegen Ausfälle besser abzusichern - alsGegenleistung sollen sie Milliarden aus dem nationalen Hilfsfonds für notleidende Bankenbekommen. Dieser kann laut "FAZ" auf bis zu 99 Milliarden Euro ausgeweitet werden.
Banken- würde Schuldenkrise befeuern
 Ob eine Bankenkrise abgewendet werden kann, ist dennoch unsicher.Denn die spanischeRegierung würde massiv Probleme bekommen, müsste sie den maroden Bankensektor mitMilliarden stützen.Zwar liegt die spanische Gesamtverschuldung mit 53,2 Prozent unter dem EU-Durchschnitt,doch das Defizit hat sich 2009 mehr als verdoppelt - auf gut zehn Prozent. Die Regierung inMadrid hat enorm viele neue Schulden gemacht, um die volkswirtschaftlichen Folgen desImmobilien-Crashs und der hohen Arbeitslosigkeit zu begrenzen.Regierungschef José Luis Rodríguez Zapaterohat derzeit alle Hände voll zu tun, Spaniens
 
Schuldenproblem in den Griff zu bekommen. Er muss signalisieren, dass sein Land einverlässlicher Schuldner ist. Ende Mai hatte die Agentur Fitch die Kreditwürdigkeit Spaniensum eine Note auf AA+ herabgestuft.Laut einer Prognose der Bank Unicredit muss die Regierung in Madrid bis Ende 2010 neueStaatsanleihen in Höhe von 100 Milliarden Euro aufnehmen. Spanien will noch in dieserWoche Anleihen im Volumen von bis zu 9,5 Milliarden Euro mit einer Laufzeit von 12 bis 18Monaten ausgeben. Im Juli werden Titel in Höhe von 23,8 Milliarden Euro fällig.Um die Märkte zu beruhigen, drückte Zapatero Ende Mai ein Sparpaket durch das Parlament,das Kürzungen in Höhe von 15 Milliarden Euro vorsieht. Eine Bankenkrise würde diesesProgramm gehörig durcheinanderwirbeln: Sie würde die Schuldenkrise befeuern,Risikoaufschläge für Spanien-Anleihen würden steigen, schlimmstenfalls droht eine ähnlicheAbwärtsspirale wie in Griechenland.

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