Judith Denkmayr, Geschäftsführerin der vor wenigen Monaten gegründetenWiener Social Media Agentur „Digital Affairs“ empfiehlt allen Medien die Nutzungvon Facebook. Dabei sind insbesondere die sogenannten „Weak Ties“, Kontaktezu einem erweiterten Personenkreis, von Bedeutung. Über diese können Journalisten auf neue Themen aufmerksam gemacht werden. DieReichweitenerhöhung ist für Medien ein weiteres wichtiges Argument: „Da der Trafficeinbruch bei traditionellen Web-Sites beachtlich ist, sollten sich alleInformationsanbieter im personalisierten und interaktiven Newsstreamwiederfinden.“Und auch für Journalisten bieten sich Möglichkeiten: Für den Österreicher RobertMisik (taz, Falter, profil, Standard) ist das persönliche Facebook-Profil dieHauptpräsenz seiner vielfältigen Social-Media-Aktivitäten. Neben seinem Video-Podcast für den „Standard“ betreibt er auch ein Weblog und einen Twitterkanal.Mittlerweile hat er rund 4.700 „Freunde“ auf Facebook. „Das stellt mich vorgewisse Probleme, denn die Vernetzung mit mehr als 5000 Personen lässtFacebook nicht zu.“ Daher versucht Misik die weiteren Kontakte nun auf einerFacebook-Seite – mit unbegrenzter Anzahl – zu sammeln. Circa eine halbe Stundeam Tag verbringt er auf Facebook um zumindest bei direkt an ihn gerichtetenKommentaren mitzudiskutieren. „Als freier Autor führt für mich kein Weg anFacebook vorbei“, erläutert er die Notwendigkeit zum Aufbau einer Community.„Von dieser bekomme ich substantielle Antworten und Unterstützung bei der Themenfindung und Recherche. Dem Zeitaufwand steht somit auch eineZeitersparnis gegenüber.“
Kasten:
Checkliste: Facebook für Journalisten
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Beobachten, wie der Mitbewerber Facebook nutzt
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Facebook-Account anlegen; Achtung: Persönliche Profile dürfen nicht von juristischen Personen angelegt werden. Für Medienunternehmen sind dieFacebook-Seiten vorgesehen.
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Community aufbauen und dabei nicht nur gute Bekannte zulassen
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Interesse an Themen durch kurze Statements auf der eigenen Pinnwandtesten
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Recherche durch Fragen an die eigene Community um Hinweise zubeispielsweise interessanten Interviewpartnern zu bekommen
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Pinnwandeinträge von Facebook-Seiten haben einen RSS-Feed, der zumMonitoring genutzt werden kann
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Glaubwürdigkeit von Information auf Facebook besonders gut prüfen(Fake-Accounts)
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Die Trennung zwischen Beruf und Privat wird auf Facebook schwierig
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Auch mit einem „privaten Profil“ repräsentieren Journalisten das Mediumfür das sie arbeiten.
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Nicht ausschließlich Facebook verwenden. Die eigene Web-Site oder einWeblog bleiben zentral. Allerdings sollten deren Feeds sowie Twitter inFacebook eingebunden werden.Autor:David Röthler, Social-Media-Experte, Medienjournalist, Kursleiter; Email:david@roethler.at
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