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Granger, Ann - Fuchs du hast die Gans gestohlen

Granger, Ann - Fuchs du hast die Gans gestohlen

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Published by Sternenfisch
Ann Granger's "Fox, you stole the goose" in German.
Ann Granger's "Fox, you stole the goose" in German.

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03/26/2013

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 Ann Granger 
Fuchs,
 
du hast die Gans
 
gestohlen
 RomanAus dem Englischen von Edith Walter
Gustav Lübbe Verlag
 
 
 
Für John, der immer mein erster Leser ist 
 
 
K A P I T E L 1Die hochgewachsene junge Frau zuckte zurück undsteckte den Daumen in den Mund, um das tropfende Blut zu stillen. Als sie ihn wieder aus dem Mund nahm, war der Einstich im geröte-ten Fleisch deutlich zu sehen und hatte zu pochen begonnen. Finster betrachtete sie die Ursache ihrer Verletzung. An der Cottagetür war mit Klebeband ein großer, schreiend bunter Stechpalmenkranz ausPlastik befestigt. Die Blätter waren limonengrün, mit weißer Farbeund Silberglanz betupft. Glänzende rotbraune Plastikbeeren, diezwischen den Blättern hervorschauten, steckten an kleinen Drähten, von denen sich einer in ihren Daumen gebohrt hatte. Und obenauf thronte ein Vogel, der einer unbekannten Spezies angehörte, wohlein Rotkehlchen darstellen sollte und den Charme einer Krähe hatte. Auf dem Spruchband in der Mitte des Kranzes stand:
Fröhliche Weihnachten.
Sie versuchte zum zweitenmal, aber vorsichtiger, denSchmuck zu entfernen. Sie hatte nichts gegen Weihnachtsdekoratio-nen, aber dieses Ding war mehr als inakzeptabel. Sie konnte sichnicht vorstellen, wer es aufgehängt hatte. Das Cottage hatte ein paar  Wochen leer gestanden und gewissermaßen auf ihre Ankunft gewar-tet. Sie lehnte den Kranz an ihren Koffer, der neben ihr auf dem Weg stand, suchte den Schlüssel aus der Tasche heraus, drehte ihn imSchloß herum und stieß die Tür auf. Mit einem leisen Rascheln, das von dem Papier herrührte, das im Flur auf dem Boden lag, schwang die Tür nach innen auf. Mit Koffer und Stechpalmenkranz zwängtedie junge Frau sich durch den Spalt und stand in einem fremdenHeim, das – zumindest für das nächste Jahr – das ihre sein würde.Die Morgenpost lag noch auf dem Teppich. Sie hob sie auf, blät-terte sie durch. Drei Postwurfsendungen, ein Anzeigenblättchen, einBrief für die Russells, die Besitzer von Rose Cottage, den sie nach-senden mußte, und ein weißer Briefumschlag, adressiert an Miss
Meredith Mitchell, Rose Cottage, Pook’s Common bei Bamford; 
gestempelt war er in Oxford.»Der ist ja für mich«, sagte sie, und ihre Stimme hallte laut durchden leeren Flur. Sie drehte den Umschlag hin und her und fragtesich, wer davon wußte, daß sie hier erwartet wurde. Sie war bis vor kurzem als britische Konsulin in Ungarn akkreditiert gewesen undhatte bekommen, was alle Angehörigen des Auswärtigen Diensteseines Tages erwartet: eine Berufung nach Hause. Es hatte sie nichtüberrascht. Sie war viele Jahre im Ausland gewesen. Doch es bedeu-tete ein ganz neues Leben. Jetzt würde sie sich jeden Morgen mitanderen Pendlern in überfüllten Zügen nach London drängen und

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