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Neun Monate ist Schwarz-Gelban der Macht – neun Monateeines politischen Debakels ohneBeispiel in der Geschichte der Bundesrepublik. Nach der Som-merpause wird Deutschland einJahr lang nicht regiert. Schwarz-Gelb bricht alle Negativrekorde:Mit 270 Tagen die längsten jegeführten Koalitionsverhandlun-gen, die noch immer ohne Er-gebnis sind. Führungslosigkeit,Chaos und Streit ohne Ende.Ministerrücktritt in Rekordzeit.Eine Rekordzahl von Kommissio-nen, in denen fehlende politischeEntscheidungen auf die langeBank geschoben werden. DasKabinett eine Nichtregierungsor-ganisation von Show- und An-kündigungsministern, Ausweich-künstlern und Totalausfällen. Diefaulste Regierung aller Zeiten,die erkennbar Probleme hat, ihrePlenarzeit sinnvoll zu füllen, dennnoch nie gab es weniger ernst-hafte Gesetzesinitiativen. EineKanzlerin, die sich als schwäbi-sche Hausfrau anpries und jetztden Titel der Schuldenköniginvon Helmut Kohl übernommenhat, denn noch nie hatte dieBundesrepublik eine höhereNeuverschuldung. Vor allemaber: Schwarz-Gelb ist die Koali-tion des politischen Betrugs,denn noch niemals wurdenWahlversprechen so dreist inSerie gebrochen.
MerkelohneVertrauen,Regie-rungohneMehrheit
Folgerichtig ist, dass noch nie-mals eine neue Regierung soschnell so dramatisch an Ver-trauen verloren hat: Die FDP von15 Prozent auf 5 Prozent ein-gebrochen. Guido Westerwelleder unbeliebteste Außenminister aller Zeiten.Die Beispiele für Wortbruch undTatenlosigkeit sind vielfach.Nachfolgend eine Auswahl vonFehlleistungen und Regierungs-versagen:
versprochen: Entlastung für mittlere und untere Einkom-men- gebrochen: Die Netto-Lüge
versprochen: Steuergerechtig-keit - gebrochen: Klientelpoli-tik und Steuerprivilegien
versprochen: Steuerhinterzie-hung bekämpfen - gebro-chen: Steuerflucht wird er-leichtert
versprochen: Steuervereinfa-chung - gebrochen: neueSubventionen, mehr Bürokra-tie
versprochen: Finanzmarktre-gulierung - gebrochen:Deutschland wird vom Vorrei-ter zum Nachzügler
versprochen: Finanzmarktauf-sicht - gebrochen: Finanz-marktaufsicht abgesagt
versprochen: Anlegerschutz -gebrochen: auf Druck der Lobby aufgeweicht
versprochen: Gleichstellungvon Lebenspartnerschaften -gebrochen: Benachteiligun-gen bleiben bestehen
versprochen: Entlastung durchGesundheitsreform - gebro-chen: steigende Beiträge für Normalverdiener
versprochen: Vermittlungsof-fensive in Arbeit - gebrochen: Arbeitsförderung in Gefahr
versprochen: Verstetigung der Mittel für Arbeitsmarktpolitik -gebrochen: Einseitige Ein-schnitte zu Lasten von Arbeits-losen
versprochen: Missbrauch beiZeit- und Leiharbeit eindäm-men - gebrochen: den Ankün-digungen von der Leyens folgtkein Handeln
versprochen: Insolvenzenverhindern - gebrochen: In-solvenzen werden beschleu-nigt
versprochen: Wachstumsför-derung - gebrochen: Brems-spur bei Investitionen
versprochen: Breitbandaus-bau - gebrochen: blindesMarktvertrauen
versprochen: Durchbruch beiElektromobilität - gebrochen:Schaufensterpolitik mit der Einrichtung einer „NationalenPlattform Elektromobilität“
versprochen: Bildungsrepublik- gebrochen: keine Partner-schaft mit den Ländern
versprochen: Bologna-Prozessverbessern - gebrochen: keineBewegung
versprochen: Elterngeld aus-weiten - gebrochen: Eltern-geld kürzen und für Arbeitslo-se streichen
versprochen: FrühkindlicheBetreuung ausbauen - gebro-chen: Kommunen in Not,Bundesregierung schweigt
versprochen: Energiekonzept -gebrochen: Schwarz-Gelbes Atomchaos
versprochen: ErneuerbareEnergie ausbauen - gebro-chen: Gefährdung der Ener-giewende
v e r s p r o c h e n : C O 2 -Gebäudesanierung verbes-sern - gebrochen: Halbierungder MittelDiese Aufzählung ließe sich nochewig weiterführen...
DieKoalitiondesBetrugs:DiegebrochenenWahlversprechenvonSchwarz-Gelb
Der Bundeswirtschaftsminister ist in seiner Regierungserklä-rung in der letzten Woche denvielfältigen wirtschaftspoliti-schen Herausforderungen inEuropa und Deutschland nichtgerecht geworden. Brüderlehat versucht, die wirtschaftlicheEntwicklung und das Handelnder Bundesregierung schön zureden. Die Wirklichkeit siehtanders aus: Viele Ökonomensehen schon für die zweiteJahreshälfte eine Verlangsa-mung der konjunkturellen Er-holung. Von einem selbsttra-genden Aufschwung kann alsokeine Rede sein.Wo sind die Antworten auf diedrängenden Probleme? DieKanzlerin drückt sich zu denenttäuschenden Ergebnissen desG8/G20-Gipfels Stellung zunehmen –Brüderle schweigt zuden vielfältigen Risiken für dieKonjunktur. Kein Wort zu denbedenklich gestiegenen Insol-venzzahlen und einer künftigenRegelung der Tarifeinheit.Wenn Antworten kommen,dann sind sie falsch: Ein sozialungerechtes Sparpaket ohnekonjunkturelle Impulse sowieangekündigte Laufzeitverlänge-rungen bei Atomkraftwerken.Und noch schlimmer: Erfolg-reiche Instrumente wie dasCO2-Gebäudesanierungspro-gramm werden eingedampft.Brüderles leerer Vortrag hatdeutlich gezeigt: Die Bundesre-gierung hat keinen großenPlan für Deutschland und gehtinhaltlich und personell auf demZahnfleisch.
SchönrednerBrüderle
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