Welcome to Scribd, the world's digital library. Read, publish, and share books and documents. See more
Download
Standard view
Full view
of .
Look up keyword
Like this
5Activity
0 of .
Results for:
No results containing your search query
P. 1
Die Geldliebe: Eine Eigenschaft Von Judas

Die Geldliebe: Eine Eigenschaft Von Judas

Ratings: (0)|Views: 88|Likes:
Published by BORIS

More info:

Published by: BORIS on Jul 26, 2010
Copyright:Attribution Non-commercial

Availability:

Read on Scribd mobile: iPhone, iPad and Android.
download as PDF, TXT or read online from Scribd
See more
See less

09/17/2014

pdf

text

original

 
Die Geldliebe: eine Eigenschaft von Judas
Das Große Evangelium JohannesBand1 Jakob Lorber
94. Kapitel[GEJ.01_094,01] Aber der nebenstehende Judas Ischariot sagt: „Ich meine aber, daß etwasGeld auf einer Reise dem Menschen niemals schaden könne!?“[GEJ.01_094,02] Ich aber sage: „Wer Mich kennt wie dieser Wirt, der auch in Sichar mit Mir war, der weiß auch, daß man bei Mir auch ohne Geld ganz gut auskommen kann! Siehe, Ichhabe weder irgend einen Sack in Meinem Rocke und noch weniger irgend etwas von einemGelde; und doch führte Ich viele Hunderte durch Judäa und Samaria bis hierher! Frage sie,wieviel jeden diese Reise gekostet hat![GEJ.01_094,03] Ich sage dir aber noch obendrauf, daß es in jüngster Zeit geschehen wird,wo Ich viele Tausende speisen werde, ohne mehr Geldes bei Mir zu haben denn jetzt.[GEJ.01_094,04] Ich sage dir: Ein rechtes und volles Vertrauen auf Gott ist mehr wert dennalle Schätze der Erde, mit denen du wohl deinem Fleische auf eine kurze Zeit, aber deiner Seele nimmer helfen kannst! Hast du aber die Seele verdorben und somit verloren, was kannstdu nachher geben zur Löse deiner Seele?!“[GEJ.01_094,05] Sagt Judas: „Ja, ja, Du hast wohl recht; aber zu gewissen Dingen muß der Mensch dennoch ein Geld haben!“[GEJ.01_094,06] Sage Ich: „Wieviel Geld hatte denn Moses, als er ausführte die Israeliten?“ – Sagt Judas: „Er hatte des Goldes, des Silbers und der Edelsteine in großer Menge!“[GEJ.01_094,07] Sage Ich: „Das hatte er zwar; aber das hielt ihn auch zurück, daß er nichtkommen mochte in das verheißene Gelobte Land! Magst du solches wohl fassen?!“[GEJ.01_094,08] Sagt Judas: „Da möchte ich denn doch meinen, daß beim Moses, demPropheten aller Propheten Jehovas, darum nicht das Gold und Silber, das er aus Ägypten auf Gottes Geheiß mitnehmen mußte, schuld war, sondern vielmehr, daß er in einer schwachenStunde in seinem Glauben auf die Treue Jehovas zu wenig baute!“[GEJ.01_094,09] Sage Ich: „Und was war der Grund, daß er einen Tag schwach ward? Der damals den Moses eben des Gedankens an das Gold und an das Silber wegen schwach werdenließ, Derselbe steht hier und sagt dir das! Geschrieben zwar steht es in einem Bilde; wie Ichdir's aber verkündet habe, also ist und war es in der Wirklichkeit!“[GEJ.01_094,10] Sagt Judas: „Gut, ich glaube Dir's, daß es damals also war! Aber nun ist vonseiten des Königs Roms und der halben Erde das Geld einmal als ein gesetzlichesTauschmittel zur Erleichterung des nötigen Verkehrs unter den Menschen eingeführt worden,und wir sind verpflichtet, uns desselben zu bedienen; und dazu meine ich, daß, so es nichtSünde ist, Geld in den Gotteskasten zu opfern, es auch keine Sünde sein wird, dasselbe Geldirgend einem Armen zu geben, daß er sich damit versorge auf etliche Tage, und so ist esschon der Armen wegen gut, ein Geld, da es einmal vom Staate gesetzlich eingeführt ist, auf einer Reise mitzunehmen, und so hätte der Wirt Koban wohl seine etlichen Silbergroschen beisich behalten können!“[GEJ.01_094,11] Sage Ich: „Du führst zwar eine reichlich besetzte Börse mit dir und gabstgestern dennoch den drei Armen nichts, die dich um ein Almosen angefleht haben; und dameine Ich, daß du selbst von dem Gelde nicht jenen löblichen Gebrauch machst, alsdessentwegen du Mir es angerühmt hast![GEJ.01_094,12] Was aber das Geld in dem Gotteskasten betrifft, so sage Ich dir's ganz offen:
 
Das ist ein Greuel der Verwüstung, wenn schon nicht so sehr für einige wenige Arme imGeiste, die der Meinung sind, sich dadurch den Himmel zu sichern, aber um desto mehr für die, die das Geld aus dem Kasten nehmen und es zur Nachtzeit mit feilen Dirnen vergeuden!Solange es kein Geld gab, gab es auch keine öffentlichen Buhldirnen also wie jetzt! Da mannun aber das Geld hat und allerlei Scheidemünze, so gibt es zu Jerusalem wie nahe in allenandern Städten feile Dirnen in die schwere Menge, und die Männer sündigen mit ihnen Tagund Nacht! Und so denen, die viel Geld besitzen, die Einheimischen nicht mehr schmecken,so lassen sie aus den Oberlanden Mägde kommen, kaufen diese in Griechenland und treibenhernach in Judäa mit ihnen die schmählichste Hurerei! Und sieh, solches alles und nochtausendfältig mehr ist der Segen deines so hoch gepriesenen Geldes![GEJ.01_094,13] Aber das ist nur noch der Anfang des Fluches, der an dem Gelde liegt.[GEJ.01_094,14] Es werden aber Zeiten kommen, die schlechter sein werden als jene, da Noah die Arche baute, und sie werden dem Golde und Silber ihr Elend zu verdanken haben, – und nichts als ein Feuer aus den Himmeln, das da verzehren wird all den Unrat der Hölle,wird die Menschen erlösen von dem Elende des Elends!“[GEJ.01_094,15] Sagt Judas: „Ja, ja, Du bist ein Prophet ohnegleichen und kannst solcheswissen; aber so man das Geld gut anwendet, da kann es ja doch nicht gefehlt sein!?“[GEJ.01_094,16] Sage Ich: „Ich sage es dir: Ja, so man es gut anwendete, da wäre es ebensogut als alles andere auf der Erde, das man ebenfalls gut und schlecht benützen kann! Aber der große Unterschied besteht darin: So du in eine Stadt gehst, so mußt du auf deinen Schulternhineintragen allerlei, entweder Gerätschaften oder Eßwaren, und du bekommst dafür etwasanderes, das dir not tut, und bereitete Speise und Trank. Das ist freilich etwas unbequem, – aber auch unbequem, damit zur Sünde verleitet zu werden! Denn so du kommst mit Kram undPack oder ziehest einen Karren voll Gerätschaften, kommst damit zu einer Dirne und willstmit ihr sündigen um einige Töpfe oder Schüsseln, so wird sie dich verspotten und auslachen,und du bist von der Sünde verschont! Kommst du zu ihr aber mit Gold- und Silberstücken, dawird sie dich nicht verspotten und auslachen, sondern dich führen in ihr Lottergemach undwird dich mit allerlei reizen zur Sünde, um dir dadurch desto mehr Goldes und Silbers zuentlocken! Also ist das Geld wohl eine bequeme Sache, aber auch überaus lockend und bequem zur Sünde![GEJ.01_094,17] Und darum hat es der Satan in diese Welt gebracht, damit durch dasselbeleichter und mehr gesündigt werden solle in der Welt! – Kennst du dich noch nicht aus, wiedie gute Gelegenheit das beste Mittel ist, Diebe zu ziehen?!“[GEJ.01_094,18] Sagt Judas: „Ja, ja, das ist richtig! Aber so man dadurch allerlei Diebehintanhalten möchte, daß diese bei den Menschen nichts finden sollen, danach es sie gelüstensollte, so müßte bei den Menschen ungeheuer vieles verändert werden! Fürs erste müßten dieMenschen durchaus gleich arm an allen diesirdischen Gütern sein, fürs zweite müßten sie sichgleichschauen wie die Sperlingsmännchen und -weibchen, und fürs dritte dürfte keiner weiser sein als alle andern! Solange aber das nicht der Fall ist, ist alles Reden, Lehren undZeichentun umsonst! Es werden sich wohl viele daran kehren; aber zehnmal so viele werden bei aller Lehre und bei allen Zeichen bleiben wie sie sind, wo sie nicht allenfalls – und zwar ebensoleicht, wo nicht leichter – noch zehnmal ärger werden, als sie früher waren. Dennetwas Eigenliebe hat doch jeder Mensch und will eine mäßige Versorgung haben; daher denkt jeder Mensch doch ganz natürlich zuerst für sich und dann erst für die andern! Und das kannman ihm doch unmöglich verargen! Haus und Grund kann nicht ein jeder haben; denn damüßte für jeden Neugeborenen sogleich von Gott aus auch ein Grund samt Haus mit ihm indie Welt geboren werden und aufwachsen mit ihm. Da aber solches nicht der Fall ist und sichdie früher Geborenen schon lange jeden Fleck der Erde zugeeignet haben, daß darob nun diemeisten Neugeborenen auch nicht einen Fußbreit Erdreichs besitzen können, so bleibt ihnenam Ende nichts übrig, als sich entweder durch allerlei Kenntnisse den trägen Besitzernunentbehrlich zu machen und also in einer oder der andern Art Dienste zu nehmen bei denreichen Besitzern der Erde, oder man muß sich auf die Dieberei verlegen, um nicht den

Activity (5)

You've already reviewed this. Edit your review.
1 thousand reads
1 hundred reads
BORIS liked this
Marianne Zipf liked this
BORIS liked this

You're Reading a Free Preview

Download
scribd
/*********** DO NOT ALTER ANYTHING BELOW THIS LINE ! ************/ var s_code=s.t();if(s_code)document.write(s_code)//-->