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B.Trower, TETRA-Bericht, 2001
dem Grenzwert und somit sicher. Ein Grenzwert ist jedoch in Wirklichkeit eine persönliche Ansicht.Und diese persönliche Ansicht basiert auf den zur Verfügung stehenden Daten. Um Ihnen einBeispiel von Grenzwerten weltweit für die hochfrequente Strahlung eines bestimmten Senders zugeben [für leichte Verständlichkeit braucht der Autor Vergleichseinheiten; der Fachmann wirdherausfinden, dass es sich um die Leistungsflussdichte in
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handelt]:Toronto, Gesundheitsbehörde 6 EinheitenItalien 10 EinheitenRussland 10 EinheitenPolen 100 EinheitenUS Forschungsbasis 100 EinheitenInternationale Kommission für den Schutz vor nicht-ionisierender Strahlung (ICNIRP *, 900 MHz)450 EinheitenNRPB für England ** 3 300 EinheitenFür andere Arten von Sendern sind die Grenzwerte anders, aber die brauchen hier nicht aufgeführtzu werden.Ein Vergleichsbeispiel: Stellen Sie sich vor, sie bringen ihr Auto in die Werkstatt und einMechaniker nennt einen Preis von 6 Pfund, ein anderer Mechaniker für die gleiche Arbeit einenPreis von 3300 Pfund. Sie würden diese Aussagen berechtigterweise hinterfragen. Der Grund,warum der Grenzwert in England viel höher angesetzt ist als im Rest der Welt, liegt darin, dassandere Länder ihre Grenzwerte aufgrund möglicher Auswirkungen des elektrischen Feldes, desmagnetischen Feldes und der Körpererwärmung festsetzen. In England und Wales [und z.B. inDeutschland] wird nur die Körpererwärmung berücksichtigt. Auf die Erwärmung werde ich indiesem Bericht noch zurückkommen.
WAS PASSIERT, WENN DIE WELLEN IN UNSEREN KÖRPER EINDRINGEN?
Ich will versuchen, die rund tausend in den letzten ca. 20 Jahren durchgeführtenwissenschaftlichen Studien zusammenzufassen und zu erklären, was passiert, wenn derelektrische und der magnetische Teil der Welle in unseren Körper eintritt.Wir sind „Wasserwesen“ und wirken daher für diese Wellen wie Antennen. Wenn die Wellen inunseren Körper eindringen, wird dort drin ein elektrischer Strom erzeugt, genau so, wie Antenneneben funktionieren. Der in unserem Körper erzeugte Strom wird zur Erde abgeleitet, und wie jederelektrische Strom nimmt er den Weg des geringsten Widerstandes. Unglücklicherweise mussdieser Weg des geringsten Widerstandes, obwohl er nur 10% aller Wege ausmacht, 90% desVerkehrs übernehmen, wie eine Autobahn. Die „Verkehrsteilnehmer“ in unserem Körper,namentlich Hormone, Antikörper und Neurotransmitter, kennen Ihre Wege, weil sie elektrischgeladen sind. Sie wissen, wo sie wieder „runter“ müssen, weil an ihrem Bestimmungsort eineentgegengesetzte Ladung vorhanden ist, wie der positive und der negative Pol einer Batterie.Wenn nun ein elektrischer Strom durch den Körper geht, so entsteht das Problem, dass er dieseLadung der Hormone, der Antikörper, der Neurotransmitter oder der Bestimmungsorte verändernkann.Ein Beispiel: Wenn Sie in Paris in der Metro stehen, können kein Wort Französisch und habeneinen Stadtplan, auf dem der Name der Station steht, wo Sie aussteigen müssen; aber jemand hatzwei oder drei Buchstaben davon mit Tippex überstrichen, so steigen Sie dort vielleicht aus, abervielleicht auch nicht, und dasselbe kann auch im Körper geschehen. Die Hormone, Antikörper oderNeurotransmitter steigen am richtigen Ort aus – oder sie fahren weiter und verfehlen ihr Ziel. Wenndas nur einmal vorkommt, ist es nicht so schlimm, aber wenn es über viele Jahre immer wiederpassiert, kann das zu den verschiedensten Krankheiten führen.
Anmerkung des Übersetzers: * Die ICNIRP ist ein privater internationaler Verein, der Grenzwerte festgelegt hat.** Die NRPB ist die nationale Strahlenschutzbehörde, bei uns vergleichsweise Bundesamt für Strahlenschutz
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