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Russian-Fires.ru – Crowdsourcing-Infos für Waldbrand-Opfer in RusslandIn den Wald- und Torfbränden in Russland greifen Internet-Nutzer zur Selbsthilfe:Russian-Fires.ru heisst die erste russische Website, die Informationen über dieBrände sammelt, bündelt und auf Landkarten visualisiert. Nach dem so genannten"Ushahidi"-Prinzip erhalten professionelle und freiwillige Helfer einen Überblick, wobei den Wald- und Torfbränden in Russland Hilfsmittel, Logistik, Kleidung, Nahrungund Wohnraum fehlen.
Von Jürg Vollmer / maiak.info“Ushahidi” entstand in der Krise nach den Wahlen in Kenia Anfang 2008 und ist eineInternet-Plattform, auf der kollektive Krisen-Informationen öffentlich zugänglich gemachtwerden. Das Wort “Ushahidi” steht in der Bantu-Sprache Swahili für eine“Zeugenaussage”.Tatsächlich sammelt “Ushahidi” Informationen direkt von Betroffenen vor Ort, welche sichmeist über das Mobiltelefon mit SMS, Twitter oder E-Mail bei der Plattform melden. DieseInformationen werden von freiwilligen Mitarbeitern verifiziert, gebündelt und aufLandkarten visualisiert.Bekannt wurde “Ushahidi” nach den Erdbeben in Haiti, als 80000 Nachrichten von der
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 lokalen Bevölkerung eingingen und sogar die UNO und das IKRK ihre Arbeit mit dieserPlattform koordinierten. Nun wird das “Ushahidi”-Prinzip erstmals in Russlandangewendet.
Russian-Fires.ru sammelt Informationen über die Waldbrände in Russland
Die anhaltenden Wald- und Torfbrände in Russland seit Juli 2010 forderten nachoffiziellen Angaben mindestens 50 Tote, wobei Hilfsorganisationen von weit mehr Opfernausgehen. Deshalb greifen die Internet-Nutzer in Russland zur Selbsthilfe.Russian-Fires.ru heisst die erste russische Website, die nach dem “Ushahidi”-PrinzipInformationen über die Brände sammelt, bündelt und auf einer Russland-Karte visualisiert.So sehen professionelle und freiwillige Helfer, wo bei den Wald- und Torfbränden inRussland Hilfsmittel, Logistik, Kleidung, Nahrung und Wohnraum fehlen.“In der Geschichte des Einsatzes von Internet-Technologie zu humanitären Zwecken sindPlattformen wie Russian-Fires.ru ein Meilenstein“, erklärt Daniel Stauffacher, Direktor derGenfer Stiftung ICT4Peace (Informations- und Kommunikationstechnologie für den
 
Frieden), die den Einsatz moderner Kommunikationsmittel als Werkzeug desKrisenmanagements erforscht.
Russian-Fires.ru sammelte und visualisierte 1000 Meldungen in 10 Tagen
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Gegründet wurde Russian-Fires.ru am 2. August 2010 von den russischen BloggernGregory Asmolov und Alexey Sidorenko, die mit freiwilligen Programmierern und derweltweiten “Ushahidi”-Foundation diese russischsprachige Internet-Plattform innertwenigen Tagen auf die Beine stellten.Hunderte von Informanten sendeten innert wenigen Tagen mit SMS, Twitter oder E-Mailrund 1000 Meldungen an Russian-Fires.ru, die in den ersten zehn Tagen von 150000
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 Nutzer gelesen wurden.Auf der Plattform Russian-Fires.ru ist zuerst einmal eine Landkarte zu sehen mitSymbolen für die einzelnen Wald- und Torfbrände in Russland. Beim Klicken auf einSymbol kann man einzelne Augenzeugen-Meldungen lesen, in stark betroffenen Gebietenoft mehrere Hundert Meldungen.
Ein Schritt zu einer verantwortungsvollen Zivilgesellschaft in Russland
Russian-Fires.ru ist einerseits interessant für Journalisten oder andereInformationssuchende. Russian-Fires.ru ist aber vor allem eine Brücke zwischendenjenigen, die Hilfe brauchen und denen, die helfen wollen.Die Internet-Plattform hat zwei Haupt-Kategorien: Auf der Seite "Wir brauchen Hilfe" wirdaufgezeigt, was konkret an welchem Ort in Russland gebraucht wird. Von Hilfsmitteln fürdie Löscharbeiten über Logistik bis zu Kleidung, Nahrung oder einem Dach über demKopf. Auf der Seite "Ich will helfen" bieten umgekehrt hilfsbereite Russen kostenlosHilfsmittel, Logistik, Kleidung, Nahrung und Wohnraum an.Für die Macher ist Russian-Fires.ru ein wichtiger Schritt zu einer verantwortungsvollenZivilgesellschaft oder Bürgergesellschaft in Russland. "Die Wald- und Torfbrände inRussland zeigen, dass es ein grosses Potenzial gibt für gegenseitige Hilfe in derrussischen Gesellschaft. Dieses Potenzial realisieren viele Bürger jetzt zum ersten Mal, wosie deutlich sehen, dass die Regierung unfähig ist, eine solche Katastrophe effizient undeffektiv zu bewältigen."
SMS, Twitter, E-Mail und Filme aus den Waldbrandgebieten in Russland

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