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Glück bei Aristoteles und Epikur: Eudaimonia und Ataraxia

Glück bei Aristoteles und Epikur: Eudaimonia und Ataraxia

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Published by Andre Schuchardt
In dieser Arbeit geht es um den Begriff des Glücks bei Aristoteles und Epikur und wie diese sich ein 'glückliches' und vollendetes Leben vorstellen, welches zur Glückseligkeit (Eudaimonia) führt. Die Eudaimonia ist das höchste Gut und Endziel (Telos) des menschlichen Lebens, alle anderen Güter sind nur Mittel zum Zweck um sie zu erreichen.
Hier nun sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser beiden Philosophen betreffend ihrer Auffassungen vom Glück herausgearbeitet werden.
In dieser Arbeit geht es um den Begriff des Glücks bei Aristoteles und Epikur und wie diese sich ein 'glückliches' und vollendetes Leben vorstellen, welches zur Glückseligkeit (Eudaimonia) führt. Die Eudaimonia ist das höchste Gut und Endziel (Telos) des menschlichen Lebens, alle anderen Güter sind nur Mittel zum Zweck um sie zu erreichen.
Hier nun sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser beiden Philosophen betreffend ihrer Auffassungen vom Glück herausgearbeitet werden.

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Glück bei Aristoteles und Epikur im Vergleich.
1. Glück. .................................................................................................12. Aristoteles: Eudaimonia, telos und theoria.........................................23. Epikur: Hedone, ataraxia und aponia...............................................114. Gemeinsamkeiten und Unterschiede................................................195. Literatur............................................................................................22
1. Glück.
In dieser Arbeit geht es um den Begriff des Glücks bei Aristotelesund Epikur und wie diese sich ein 'glückliches' und vollendetes Lebenvorstellen, welches zur Gckseligkeit (Eudaimonia) hrt. DieEudaimonia ist das höchste Gut und Endziel (Telos) des menschlichenLebens, alle anderen ter sind nur Mittel zum Zweck um sie zuerreichen.Aristoteles (384 – 322 v. Chr.) dürfte jedem ein Begriff sein alsgroßer griechischer Philosoph und Begründer zahlreicherWissenschaftsformen. Für seinen Begriff der Eudaimonia und was seinerMeinung nach eventuell das Telos sein könnte, wird die NikomachischeEthik herangezogen.Epikur (341 271/270 v. Chr) lebte eine Generation später alsAristoteles. Seine Schulausbildung war demokritisch, seine ärgstenphilosophischen Gegner die Stoa. Bis heute ist umstritten ob er Hedonistoder doch mehr war. Aufgrund plausibler Deutungen undRekonstruktionen seiner spärlichen Hinterlassenschaften lässt sich abersehen, dass auch seine Ethik eudämonistisch war.Hier nun sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser beidenPhilosophen betreffend ihrer Auffassungen vom Glück herausgearbeitetwerden.
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2. Aristoteles: Eudaimonia, telos und theoria.
Zuchst mal zu dem Begriff Glück. Diese wurde bei den altenGriechen unterteilt in zufälliges, welches dem landläufigen Verständnisvon Glück entspricht, sowie dem Glück eines erfüllten Lebens. Dieseswird Eudaimonia genannt, welches ein komplexer Begriff ist, der sich alsMenge der notwendigen und zugleich hinreichenden Eigenschaftendarstellt, die nötig sind, um ein menschliches Leben als artspezifischgelungen zu sein
1
.Speziell für Aristoteles war klar und wichtig, dass die Eudaimoniaerreichbar war durch menschliche Tüchtigkeit, Übung und Gewöhnung –sie war für jedermann erreichbar
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.Grundlegende Prämisse nach Aristoteles ist, dass alles (Lebendige)nach dem Guten strebt. Speziell menschliches Tun ist zielorientiert.Manche Handlungen werden um ihrer selbst willen getan, andere alsMittel zum Zweck um ein anderes Ziel zu erreichen. Jede Handlung hatihr Ziel und Ende, ein Telos. Da menschliches Tun zielorientiert ist heißtdies nun, dass der Mensch ein wichtigstes Lebensziel hat, auf das er sichausrichtet und auch alle seine Handlungen danach ausrichtet. In diesemLebensziel kommt der Mensch zur Vollendung
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.Die Eudaimonia als letztes Telos ist das größte aller erlangbarenGüter. Für seine Eudaimonia tut der Mensch alles, um sie zu erreichen.Hat er sie, wird er Eudaimon genannt und hrt als solcher einlebenswertes Leben. Ob dem so ist kann man aber nur objektivbeurteilen, also von Außen. Das sagt vor allem auch aus, das man einLeben erst als Ganzes wirklich beurteilen kann
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.Es muss nicht zwangsläufig ein moralisch gutes Leben sein, damit esdas Leben eines Eudaimon ist; moralisch leben kann zuviel oder zuwenig
1Vgl. Forschner, S. 1.2Vgl. Forschner, S. 3.3Vgl. Forschner, S. 3f.4Vgl. Forschner, S. 5.
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sein. Ein moralisch gutes Leben ist nach Aristoteles zu loben, das einesEudaimon aber gar zu preisen
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. Dies impliziert, das ein Eudaimon nichtzwangsläufig moralisch sein muss.Die Eudaimonia ist das Teleion Telos, das abschließende undvollständige Ziel, das ideale Leben unter menschlichen Bedingungen. Sieist nichts einfaches, sondern etwas komplexes, das aus Teilbereichenbesteht und von zahllosen anderen, niederen Telos gespeist wird. Umwahrhaft Eudaimon werden zu können, braucht man mehr als nur das Telos selbst, auch Vermögen (Besitz um frei von weltlichen Belangensein zu können), Gesundheit, Aussehen (um nicht benachteiligt zuwerden), Ehre, Vergnügungen (seelisch wie körperlich), Freundschaft,Geist und Tüchtigkeit sind wichtig, um umgestört, unbenachteiligt undfrei sein zu können
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.Um Eudaimon zu werden, bedarf der Mensch drei Aspekte, die ihn imGanzen großartig machen. Zuvorderst muss der Leib großartig sein, dennsonst ist man im Handeln behindert. Weiterhin muss der Verstandgroßartig sein, der rationale Teil. Schließlich gibt es noch den Charakter,das Irrationale, die Emotionen. Der Unterschied zwischen Mensch und Tier ist, dass die Vernunft des Menschen seine Emotionen steuernkönnen
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. Die Vernunft nun kann der Mensch üben und auch anderenbeibringen, weshalb Institutionen (Schulen etc.) wichtig sind
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.Viele Träume kann der Mensch haben, doch für ein bestimmtes Telosmuss er sich entscheiden. Das chste Telos, das sich ein Menscherhlen kann, die beste Eudaimonia, ist das einer kontemplativen Theorie (Theoria), bei der ein Mensch forscht und erkennt. An zweiterStelle folgt das Telos des Politikers, der charakterliche Tüchtigkeit undpraktische Klugheit (Phronesis) benötigt
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. Die Erkenntnis bekam er,nachdem er Evidenz aus der Praxis analysierte und bewertete. Deshalb
5Vgl. Forschner, S. 6.6Vgl. Forschner, S. 7.7Vgl. Forschner, S. 13.8Vgl. Forschner, S. 14.9Vgl. Forschner, S. 8.
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