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Zeit.Reise. | Ausgabe 03/2010

Zeit.Reise. | Ausgabe 03/2010

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Published by Wolfgang Kornfeld
Gästemagazin aus dem Chiemgau, Bayerns Lächeln | Informatives, Interessantes und Humorvolles erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe unseres Gästemagazins. Wenn Sie mehr über den Chiemgau und Bayerns Lächeln erfahren möchten: www.chiemgau-tourismus.de
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Published by: Wolfgang Kornfeld on Aug 30, 2010
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12/14/2010

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 Zeit .Reise .
Ihre Gästezeitung im Chiemgau
Entschleunigung statt Gipfelsturm
Frauenwandernanders
Ausgabe 3 Herbst 2010
uhe. Hier oben pfeiftnoch nicht einmal derWind – als laues Lüftchenstreift er über die saftigenWiesen. Grün, soweit dasAuge schauen kann.Stress,Druck, Hektik? Geradeeben hat das alles noch dasDasein bestimmt. Aber esist unten geblieben, 500Metertiefer,imAlltag.Psy-chologen sind sich einig:DermoderneMenschmusssich „entschleunigen“.Beim Wandern hier obenbekommt man unmittel-bar eine Ahnung davon,wie es funktioniert, dieses„Entschleunigen“.Frauen wandern anders.Ist das so? „Unbedingt!“Die Reit im Winklerin An-nette Heigenhauser führtseitdemFrühjahrUrlaube-rinnen rund um die Ober-hemmersuppenalm.„Männer wandern zielori-entiert. Sie wollen Streckemachen, wollen am Abenderzählen, dass sie auf demGipfel gestanden sind.“Gipfelsturmistheutenichtangesagt auf dem Hoch-plateau auf halber Streckezum Fellhorn. Ein Klein-bus bringt die Frauen indiese andere Welt. DerHimmel ist wolkenverhan-gen, 23 Grad, ideales Wan-derwetter. Zu hören sindnurnochdergleichmäßigeAtem, die Tritte der Wan-derschuhe auf der Straßeund das Geläut der Kuh-glocken. Ansonsten Ruhe.
Inhalt
3
Frauen wandern anders
4
Chiemgauer Wanderherbst
5
Das Städte-Quartett
6
Gourmet Vital Chiemgau
7
Krimiautor: Wolfgang Schweiger
10
Veranstaltungskalender
27
Schuhbecks Schmankerl
Fortsetzung Seite 3
SONNTAG,12. SEPTEMBER:
1.CHIEMGAUER
 ALMUMTRIEB
auf der Winklmoos-Alm
(siehe Seite 4)
i
 
Bilder
1
Fröhliche Frauenrundeauf der Pflegereck-Hütte
2
„A g’scheite Brotzeit“
3
Bergblumen: Duftet das fein!
4
Vorsichtig über den Bach,damit die Füße trocken bleiben
5
Gebirgsbächlein auf derHemmersuppenalm
6
Annette erzählt spannendeGeschichten über die Alm
7
Bergröslein nach dem Regen
SCHÖNE ZEIT
Frauen
Wandern
2Zeit.Reise.
12345
 
3Zeit.Reise.
wandern anders
von Andreas Falkinger
Entschleunigung statt Gipfelsturm:
Chiemgauer Bergwanderführerin bringt Urlauberinnen fernabausgetretener Pfade zu Kraft- und Glücksorten
Annette kommt auf die Herkunft des Namens „Ober-hemmersuppenalm“zusprechen.„HemmeristderWeißeGermer oder Nieswurz; ,Supp’n‘ sind Hochmoore. DieHemmersuppenalm ist die Alm, auf deren MoorflächenderNieswurzwächst.“AnnetteerzähltausdemAlltagderSennerin, rückt das Bild vom Naiverl, das dort lebt, wo’s„koa Sünd“ gibt, gerade. „Sennerin war ein Knochenjob.Sie musste ein umfassendes Wissen in Naturheilkundehaben, um sich und den Tieren helfen zu können. Hierobenauf einenArztwartenzussendaskanntödlichsein.Alles, was sie zum Leben brauchte, musste sie selbstheraufschleppen. Sennerinnen waren lebenstüchtige,starke Frauen.“EsgehtanFeuchtwiesenvorbei.AnnetteüberfrachtetihreZuhörerinnen nicht mit Wissen, wartet auf Fragen, auf echtes Interesse. Darauf geht sie ein. Sie spricht über dieWirkung des Frauenmäntelchens bei Frauenleiden, vomFrauenschuh und vom Türkenbund, der seinen Namenvom Turban eines Sultans hat.Hinter der Kuppe taucht die erste Station auf: In derSt.-Anna-Kapelle hören die Frauen die Legende von derheiligen Anna. In der Kühle des Kirchleins nähern sichdieebennochFremdeneinanderanalssiedenKraftortverlassen, sind sie wirklich eine Gruppe, die Gesprächewerden intensiver,privater.Es geht vorbei an Hütten,amBrunnen mit dem „guten, heilkräftigen Wasser“, vorbeian Kuh und Arnika.Durch den Bergwald,in demAnnette vom Los der Holz-knechte erzählt, geht’s zur Diensthütte Pflegereck, woWaldarbeiter früher ihr Mus kochten – einen Brei ausWasser, Mehl und Salz, schwimmend ausgebacken.Keiner der Wanderinnen will so recht das Wasser imMund zusammenlaufen. Das ändert sich, als Annetteihren Rucksack auspackt: Brot hat sie dabei, Bauernbut-ter, Radieschen.NachdemMahlbiegtdieGruppeineinenschmalenSteigein, den kaum ein Einheimischer kennt. Es wird medita-tiv. DieWanderinnen sollen in sich gehen,Ballast abwer-fen. Rechts vom ungesicherten Pfad fällt der Hang steilab. Doch die konzentriert marschierenden Frauen sindunbeeindruckt.„Frauen helfen einander“, erzählt An-nette. „Da gibt’s keine Angst vor Gesichtsverlust.“ Undwenn Männer dabei sind? „Dann ist der Druck größer.Dawirdschonmalangetrieben.InFrauengruppenistdasWandern stressfrei.“Ihnen komme es darauf an, sich inentspannter Atmosphäre geistig wie körperlich fordernzu lassen. Unvermutet tut sich ein sakral anmutenderRaum auf: In einer Grotte an einem Kalkabriss hat je-mandeineMarienfigurundeinKreuzaufgestellt.Einwei-tererKraft-undGlücksort.DienächsteHerausforderungwartet nach der besinnlichen Rast: Es beginnt kräftig zuregnen.ÜbersWetterregtsichaberkeineauf.Wozuauch?Würd’s deshalb besser? An Wurzeln und Ästen am We-gesrand ziehen sich die Frauen über Rinnsale hinweg,ganz selbstverständlich, als hätten sie nie etwas anderesgemacht, als sich durchs Gelände zu kämpfen. Jede un-terstützt jede.Wo andere Teamfindungsseminare benöti-gen, braucht Annette grade mal vier Stundengemeinschaftlichen Wanderns.Es hört auf zu regnen; der Steig mündet in den markier-ten Wanderweg.Nach fünf Stunden ist die Frauentour,der nichts Mädchenhaftes anhaftet, an der Hindenburg-hüttezuEnde.EineanspruchsvolleWanderung,dieTritt-sicherheit und Koordination erfordert, eine lehrreicheWanderung, in der die Führerin wohldosiert Wissens-wertesweitergibt.Frauenwandernanders.Vielleichtnichtbesser, keinesfalls aber schlechter, wahrscheinlich be-wusster. Anders. Mann muss sie nur lassen. Und ihmwürd’s nicht schaden, sich auch mal auf diese Gangarteinzulassen.
Tipp!
Die etwa acht Kilometer lange Tour
„Frauen wandern anders“
ist für Teilnehmerinnen jeden Altersgeeignet, sofern sie Trittsicherheitund eine solide Grundkonditionmitbringen. Dauer ca. 5 StundenTourist-Information Reit im Winkl,Tel. 08640 80020.
Tipp!
Den Spuren der Holzknechtedürfen auch Männer folgen.Infos zu den Führungen beimRuhpoldinger HolzknechtmuseumTel. 08663 639 oder bei derörtlichen Tourist-InformationTel. 08663 88060
67

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