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KarinEvers-Meyer
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Inhalt
Schwarz-Gelb:
SparpaketderBundesregie-rungistunausgewogen Seite2
Bundeswehr-Reform:
Guttenberg hat diefalscheReihenfolgegewählt Seite3ein neuer Beweis für diese Li-nie. Besonders gravierendeAuswirkungen werden dieSparvorhaben bei uns in Fries-land, Wittmund und Wilhelm-saven haben, wie Sie diesemBericht aus Berlin entnehmenkönnen.Auf unerwartet große Reso-nanz stieß eine Podiumsdis-kussion zum Thema inklusiveBildung im Bürgerhaus Schor-tens Anfang August. Über 120Gäste waren gekommen, umim Gespch mit den Podi-umsteilnehmern aus Berlin,Hannover und Friesland mehrüber den gemeinsamen Schul-besuch von behinderten undnicht-behinderten Kindern zuerfahren. Wer nicht dabei war,kann die Ergebnisse desAbends in diesem Bericht ausBerlinnocheinmalnachlesen.Schließlich hat mich währendder Sommerzeit noch die Dis-
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Sehr geehrte Damen und Her-ren,liebeLeserinnenundLeser,liebeFreunde,ich hoffe, Sie hatten alle eineerholsame und schöne Som-merzeit. Die Bundesregierungwollte die Pause nutzen, um imHerbst mit neuer Kraft endlichsinnvolle Entscheidungen fürdie Zukunft Deutschlands zutreffen. Ich bin schon jetzt sehrgespannt,wasunsdaerwartet.Bisher sieht es jedenfalls eherso aus, als würde Schwarz-Gelbnach dem bekannten Musterfortfahren: Die Bezieher großerEinkommen schonen und dafürbesonders die belasten, die oh-nehin schon mit wenig Geldauskommen müssen. Das am 1.September vom Bundeskabi-nett beschlossene Sparpaket istkussion über die anstehendeBundeswehr-Reform beschäf-tigt. Gerade in Friesland, Witt-mund und Wilhelmshaven ma-chen sich viele Bundeswehran-gehörige ernsthafte Gedankenüber ihre Zukunft. Da finde iches unverantwortlich, dass Ver-teidigungsminister zu Gutten-berg zwar kühne Einsparzahlenvorgibt, aber sich offenbar kei-ne Gedanken darüber macht,welche Aufgaben unsere Ar-mee künftig übernehmen soll.Stattdessen werden die Solda-ten und zivilen Beschäftigtender Bundeswehr bis Mitte 2011weiter im Unklaren über ihreZukunft gelassen. Das ist un-verantwortlich und wird denAnsprüchen der Bundeswehrnichtgerecht.Ich wünsche Ihnen eine anre-gendeLektüreIhre
Sicherheit:
KarinEvers-MeyerbesuchtdeutscheMarinesoldatenimLibanon Seite4
Bildung:
GroßerAndrangbeiPodiumsdiskussionüberinklusiveBildunginSchortens Seite5
 
Bericht aus Berlin
Sparpaket der Bun-desregierung ist un-ausgewogen
Am 1. September hat die Bun-desregierung ein Sparpaketverabschiedet. Es sollte dergroße Wurf nach einem miss-glückten Regierungsstart imersten Halbjahr 2010 werdenund Einsparungen von 82 Mrd.Euro erbringen. Herausge-kommen ist aber wieder ein-mal nur ein Sammelsurium un-ausgegorener Maßnahmen,die vor allem Menschen mitmittleren und kleinen Einkom-men und Familien stark be-lasten werden.
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Einschnitte im Bereich Ar-beit und Soziales
Ausgerechnet die Sozial- undArbeitsmarktpolitik soll 37 Pro-zent des gesamten Sparvolu-mens tragen. Die Botschaft istdeutlich: Gespart wird auf Kos-ten der Armen. Wer wenig hat,soll künftig noch weniger ha-ben.Die Maßnahmen haben es insich: Empfänger von Arbeitslo-sengeld II (Hartz IV) werdenkünftig nicht mehr rentenversi-chert - Einsparpotenzial zu-nächst 1,8 Milliarden Euro. Sieerhalten nftig kein Eltern-geld mehr - Einsparpotenzial400 Millionen Euro. Und siebekommen künftig keinen be-fristeten Zuschlag mehr beimÜbergang vom Arbeitslosen-geld I zum Arbeitslosengeld II- Einsparpotenzial 200 Millio-nen Euro jährlich.Außerdem fällt der erst 2009eingeführte Heizkostenzu-schuss für Wohngeldempfän-ger weg (Einsparpotenzial 100Millionen Euro). Bereits seitlängerem beschlossen ist zu-sätzlich die stärkere Umwand-lung von Pflichtleistungen beider Integration in den Arbeits-markt in Ermessensleistungen.Zum Beispiel soll es nftigkeinen Anspruch mehr aufVermittlungsgutscheine ge-ben. Die Entscheidung dar-über liegt dann beim jeweili-gen Sachbearbeiter. Damit be-steht künftig verstärkt die Ge-fahr, dass der Fallmanagerseine Entscheidung nicht unterfachlicher Notwendigkeit wirdtreffen nnen, sondern aufder Grundlage von Sparvorga-ben.Die politische Botschaft lautetso eindeutig wie ungerecht:Wenn gespart werden soll,bleibt die Unterstützung für dieArbeitsuchenden auf der Stre-cke.Die Regierung entzieht mitdiesem Paket den arbeits-marktpolitischen Erfolgen dervergangenen Jahre die Grund-lage. Erst Anfang der Wochewurden noch die neuen Ar-beitsmarktzahlen bejubelt am 1. September wurdendann die Grundlagen für wei-tere Verbesserungen einge-stampft. Besonders betroffenvon den sozialen Einschnittenwird übrigens Wilhelmshavensein. Nach einer Studie desParitätischen Sozialverbandsverliert jeder Einwohner und jede Einwohnerin Wilhelmsha-vens durch die Kürzungen imSozialbereich im Jahresdurch-schnitt mehr als 74 Euro. Dassind 0,25 Prozent des BIP unddamit ein spürbarer Kaufkraft-verlust für den Handel in Wil-helmshaven und Umgebung.Im Landkreis Friesland sind esimmerhin noch gut 36 Euro
 
im ersten Lebensjahr des Kin-des wohlgemerkt - zu verteidi-gen, ist mehr als fragwürdig.r die SPD-Bundestags-fraktion ist es eine Frage dersozialen Gerechtigkeit und dersozialen Ausgewogenheit,dass das Elterngeld auch beiden Eltern verbleibt, die Sozi-alleistungen beziehen. Dafürwerden wir uns weiter einset-zen. Die schwarz-gelbe Bun-desregierung hingegen be-nachteiligt deren Kinder abGeburt.
Seit Einführung des Elterngelds2006 ist sind die Vätermonate konti-nuierlich angestiegen (Quelle: Fami-lienreport BMFSFJ 2010).
Die vom Kabinett beschlosse-nen rzungen r Familienzeigen den wahren Stellen-wert, den Familien r dieseBundesregierung haben. Ge-rade erst hat die Familienmi-nisterin bei der Vorstellungdes Familienmonitors 2010hervorgehoben, wie wichtigdie Vereinbarkeit von Familieund Beruf, wie wichtig Zeit fürFamilien sei. Nur wenig späterwird das bisher so erfolgreicheElterngeld an unterschiedli-
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chen Stellen bereits demon-tiert.
Bundeswehr-Reform:Guttenberg hat die falsche Reihenfolgegewählt 
Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hatEnde August seine Pläne füreine Reform der Bundeswehrvorgestellt. Nach langen Mo-naten des Wartens und derUngewissheit, hatten sich vieleklare Aussagen zur Zukunftder Armee erhofft. Das Ergeb-nis war dann mehr als ernüch-ternd: zu Guttenberg präsen-tierte nur Überlegungen zumkünftigen Umfang der Bundes-wehr. Die wichtigen Fragennach den Aufgaben und -higkeiten unserer Armee ließer aber unbeantwortet. Damitmacht er den zweiten Schrittvor dem ersten.Zu Guttenberg geht in der fal-schen Reihenfolge vor. Zuerstmuss klar sein, welche Aufga-ben die Bundeswehr in Zu-kunft übernimmt. Erst dannkann festgelegt werden, wiegroß die Armee in Zukunft seinsoll. Außerdem ist sein Vor-schlag innerhalb der Koalitionnicht abgestimmt. Bis zur Ent-scheidung im Herbst bzw.Winter muss die Bundeswehrund in Wittmund rund 39 Euro.Menschen, die in Bayern le-ben, können sich dagegenglücklich schätzen. Hier ver-liert jeder rger im Schnittnur rund 22 Euro. Im bayeri-schen Eichstädt sind es sogarnur 8,36 Euro.
Einschnitte bei Familien
Die Bundesregierung hat mitdem Sparpaket auch unsozia-le Kürzungen beim Elterngeldbeschlossen. Dabei wird nichtetwa gespart, wie es bisherder Begriff Sparpaket ja sogerne suggerieren möchte,sondern unter Missachtung allder kritischen und warnendenStimmen auf Kosten der Fami-lien gekürzt.Das Elterngeld wird für Famili-en, die Arbeitslosengeld II be-ziehen und daher bisher denSockelbetrag von 300 EuroElterngeld erhalten haben, zu-künftig angerechnet. DiesenFamilien stehen im ersten Le-bensjahr ihres Kindes 3.600Euro weniger zur Verfügung.Rund 130.000 Familien wer-den davon betroffen sein, dar-unter etwa 47.000 Alleinerzie-hende, in der Mehrzahl Frau-en. Es wird bei denjenigen ge-kürzt, die ohnehin am wenigs-ten haben, die Gutverdienen-den werden nicht angetastet.Diese Kürzungen mit dem Ar-gument des Arbeitsanreizes -
Bericht aus Berlin

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