im ersten Lebensjahr des Kin-des wohlgemerkt - zu verteidi-gen, ist mehr als fragwürdig.Für die SPD-Bundestags-fraktion ist es eine Frage dersozialen Gerechtigkeit und dersozialen Ausgewogenheit,dass das Elterngeld auch beiden Eltern verbleibt, die Sozi-alleistungen beziehen. Dafürwerden wir uns weiter einset-zen. Die schwarz-gelbe Bun-desregierung hingegen be-nachteiligt deren Kinder abGeburt.
Seit Einführung des Elterngelds2006 ist sind die Vätermonate konti-nuierlich angestiegen (Quelle: Fami-lienreport BMFSFJ 2010).
Die vom Kabinett beschlosse-nen Kürzungen für Familienzeigen den wahren Stellen-wert, den Familien für dieseBundesregierung haben. Ge-rade erst hat die Familienmi-nisterin bei der Vorstellungdes Familienmonitors 2010hervorgehoben, wie wichtigdie Vereinbarkeit von Familieund Beruf, wie wichtig Zeit fürFamilien sei. Nur wenig späterwird das bisher so erfolgreicheElterngeld an unterschiedli-
KarinEvers-Meyer
EITE3
August 2010
chen Stellen bereits demon-tiert.
Bundeswehr-Reform:Guttenberg hat die falsche Reihenfolgegewählt
Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hatEnde August seine Pläne füreine Reform der Bundeswehrvorgestellt. Nach langen Mo-naten des Wartens und derUngewissheit, hatten sich vieleklare Aussagen zur Zukunftder Armee erhofft. Das Ergeb-nis war dann mehr als ernüch-ternd: zu Guttenberg präsen-tierte nur Überlegungen zumkünftigen Umfang der Bundes-wehr. Die wichtigen Fragennach den Aufgaben und Fä-higkeiten unserer Armee ließer aber unbeantwortet. Damitmacht er den zweiten Schrittvor dem ersten.Zu Guttenberg geht in der fal-schen Reihenfolge vor. Zuerstmuss klar sein, welche Aufga-ben die Bundeswehr in Zu-kunft übernimmt. Erst dannkann festgelegt werden, wiegroß die Armee in Zukunft seinsoll. Außerdem ist sein Vor-schlag innerhalb der Koalitionnicht abgestimmt. Bis zur Ent-scheidung im Herbst bzw.Winter muss die Bundeswehrund in Wittmund rund 39 Euro.Menschen, die in Bayern le-ben, können sich dagegenglücklich schätzen. Hier ver-liert jeder Bürger im Schnittnur rund 22 Euro. Im bayeri-schen Eichstädt sind es sogarnur 8,36 Euro.
Einschnitte bei Familien
Die Bundesregierung hat mitdem Sparpaket auch unsozia-le Kürzungen beim Elterngeldbeschlossen. Dabei wird nichtetwa gespart, wie es bisherder Begriff Sparpaket ja sogerne suggerieren möchte,sondern unter Missachtung allder kritischen und warnendenStimmen auf Kosten der Fami-lien gekürzt.Das Elterngeld wird für Famili-en, die Arbeitslosengeld II be-ziehen und daher bisher denSockelbetrag von 300 EuroElterngeld erhalten haben, zu-künftig angerechnet. DiesenFamilien stehen im ersten Le-bensjahr ihres Kindes 3.600Euro weniger zur Verfügung.Rund 130.000 Familien wer-den davon betroffen sein, dar-unter etwa 47.000 Alleinerzie-hende, in der Mehrzahl Frau-en. Es wird bei denjenigen ge-kürzt, die ohnehin am wenigs-ten haben, die Gutverdienen-den werden nicht angetastet.Diese Kürzungen mit dem Ar-gument des Arbeitsanreizes -
Bericht aus Berlin
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