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Adolf Hitler im Ersten Weltkrieg (4) – im Urteil der Vorgesetzten

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05/12/2014

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Adolf Hitler im Ersten Weltkrieg (4) – imUrteil der Vorgesetzten
Michael Grandt
Noch immer ranken sich viele Legenden um Adolf Hitler. Das in Deutschland oft einseitigverzerrte, aber politisch korrekte Bild lässt, anders als im angelsächsischen Raum, jedochhäufig seriöses Quellenstudium missen. Doch 65 Jahre nach Hitlers Tod sollte man auchhierzulande objektiv über ihn berichten können – das sind wir unseren Großeltern, aber auchunseren Kindern schuldig.In dieser Folge: Wie beurteilten Hitlers unmittelbare Vorgesetzte seine Fähigkeiten?Vorbemerkung:
Wir sind immer noch massiven Geschichtsverfälschungen ausgesetzt. Das gilt besonders für dieZeit zwischen 1914 und 1945 und speziell für das Dritte Reich. Überaus eifrig damit beschäftigt,uns die »Wahrheit« näherzubringen, ist dabei der mit vielen Auszeichnungen und Preisen geehrteProf. Dr. Guido Knopp, der zwischenzeitlich fast alle Dokumentationen über die Zeit des Nationalsozialismus, die im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ausgestrahlt werden, betreut. Aber auch seine Bücher sind überaus erfolgreich, obwohl sie für einen Historiker der wahre Albtraumsind: häufig keine Fußnoten, keine Quellenangaben und Zitate, die einfach so im Raum stehen. Nicht umsonst bemängeln Kritiker, dass die Knopp’sche Geschichtsdarstellung zu oberflächlich seiund die Zusammenhänge stark vereinfacht werden. Doch wie kaum ein anderer Historiker  beeinflusst Knopp mit seinen Dokumentationen und Büchern die Meinung der Menschen. Zeit also,ihm und seinen Mainstream-Kollegen auf die Finger zu schauen und ihre Behauptungen unter dieLupe zu nehmen. In unregelmäßigen Abständen werde ich deshalb zu diesem Thema Contentsveröffentlichen. Nachdem ich bereits HitlersGewalterfahrungen als Kindanalysiert habe, folgt nunder Blick auf den Soldaten Hitler und seine Kriegserlebnisse, über die ebenfalls viele Halb- oder Unwahrheiten verbreitet werden. Ich agiere dabei als Journalist und fühle mich nichts anderem als der objektiven Recherche
 
verpflichtet. Der Leser kann sich so ein eigenes Bild machen. Kritikern sei angeraten, nicht polemisch zu reagieren, sondern die Quellen zu widerlegen. Der Mainstream-Historiker Guido Knopp beschreibt Hitler als einen »weltfernen Wirrkopf«, einen»seltsamen Kameraden«, der sich beim Gehen schwer tat und nur unbeholfen stehen konnte, einvom »Ich-Kult« getriebener Mensch mit einem »manischen Zwang zur Selbstdarstellung« (1).Wie aber beurteilten Hitlers unmittelbare Vorgesetzte dessen Fähigkeiten, Charakter, Moral, Mutund Kameradschaft? 
Im Urteil der Vorgesetzten
Max Amann, der als Feldwebel im ErstenWeltkrieg Hitlers Vorgesetzter (2) gewesen war, berichtete:
»Er [Hitler] war immer dienstbereit.Wir waren immer drei Tage im Gefechtsstand und drei Tage in Ruhe, und wenn wir im Gefechtsstand waren, mussten die taktischen Befehle sofort expediert werden. Wenn ich da, auch nachts umdrei Uhr, hineinkam, lagen ständig ein paar Ordonnanzen bereit und wenn ich rief:›Ordonnanz‹, hat sich keiner gerührt, nur Hitler ist aufgesprungen. Wenn ich sagte: ›Immer Sie‹, hat er dann gesagt: ›Lassen Sie die anderen schlafen, mir macht es nichts aus.‹ Das Schanzzeug 
(3)
hat er noch umgehängt gehabt, obwohl wir es schonlängst weggeworfen hatten. Er war ein guter und eifriger Soldat und hat sich nie vorgedrängt«
(4). Der spätere Regimentskommandeur Oberstleutnant Wilhelm Karl Eugen Maximilian von Baligandsagte als Zeuge vor dem Volksgericht München I aus, weil Hitler in einem Zeitungsartikelfälschlicherweise der Drückebergerei bezichtigt wurde:
»Es ist nicht wahr, dass Hitler sich hintenbeim Regimentsstab einen Druckposten gesichert hatte. Wenn alle Inhaber solcher Druckposten beiden Stäben so tapfer gewesen wären, wie Hitler es war, dann wäre in den Schützengräben nie ein Hass gegen die Stäbe aufgekommen«
(5). Regimentsadjutant Fritz Wiedemann, der im Nürnberger Prozess später sogar als Zeuge für dieAmerikaner aussagte, schilderte Hitler so:
»Niemand, der ihn genauer kennt, wird ihm Mut absprechen. Er hat sich im Felde als tapferer, besonders verlässlicher Meldegänger erwiesen, der das EK I wirklich verdient hat und auch mehrfach dazu vorgeschlagen war, bevor er es bekommenhat. Er war das Muster des unbekannten Soldaten, der still und ruhig seine Pflicht tat«
(6). Der spätere Generalmajor a. D. und damaligeRegimentskommandeur Friedrich Petz schrieb imFebruar 1922:
»Hitler war ein äußerst fleißiger,williger, gewissenhafter und pflichtgetreuer Soldat,dabei unbedingt zuverlässig und seinenVorgesetzten treu ergeben. Er zeigte sich geistig  sehr geweckt und körperlich frisch, gewandt und 
 
ausdauernd. Besonders hervorzuheben ist sein persönlicher Schneid und der rückhaltlose Mut, mit dem er in gefährlichen Lagen und im Gefecht allen Gefahren entgegengetreten ist. Niemals hat ihn seine eiserne Ruhe und Kaltblütigkeit verlassen. Wenn die Lage am gefährlichsten war, hat er sich freiwillig zu Ordonnanzgängen in die vorderste Linie gemeldet und sie mit bestem Erfolgedurchgeführt«
(7). Major Freiherr Anton von Tubeuf, der Hitlers Regiment R.I.R. 16 vom 23. April 1917 bis zum 26.Juli 1918 befehligte, stellte ihm ebenfalls ein gutes Zeugnis aus:
»Adolf Hitler hat sich in der Zeit von April 1917 bis August 1918 in meinem Regimentsstab (Bay. Res. Inf. Reg. 16) als Ordonnanz außerordentlich bewährt. Unermüdlich dienst- und hilfsbereit gab es keinen Grund und keine Lage,in der er sich nicht stets freiwillig gemeldet hätte zu den schwierigsten, mühevollsten und  gefährlichsten Aufträgen, immer bereit, für andere und für sein Vaterland Ruhe und Leben zuopfern. Er ist mir von den Mannschaften, aber auch menschlich am meisten nahe gekommen, und ich freute mich im Privatgespräch über seine von hervorragender Vaterlandsliebe und anständigster, ehrbarster Gesinnung zeugenden Ansichten. Meine herzlichen Wünsche begleiten ihn für sein Leben«
(8). Der stellvertretende Regimentskommandeur Freiherr von Godin schlug Hitler in seiner Meldungvom 31. Juli 1918 an den Kommandeur der 12. Reserve-Infanterie zur Verleihung des EisernenKreuzes I. Klasse vor:
»Hitler ist seit Ausmarsch im Regiment und hat sich in allen mitgemachtenGefechten glänzend bewährt. Als Meldegänger leistete er sowohl im Stellungskrieg als auch im Bewegungskrieg Vorbildliches an Kaltblütigkeit und Schneid und war stets freiwillig bereit,Meldungen in den schwierigsten Lagen unter größter Lebensgefahr durchzubringen. Nach Abreißenaller Verbindungen in schwierigen Gefechtslagen war es der unermüdlichen und opferbereitenTätigkeit Hitlers zu verdanken, dass wichtige Meldungen trotz aller Schwierigkeiten durchdringenkonnten. Hitler erhielt das EK II für tapferes Verhalten in der Schlacht von Wytschaete am 2.12.14. Ich halte Hitler für vollends würdig zur Auszeichnung mit dem EK I«
(9). 
Fazit:
Zahlreiche Erlebniszeugen, ob Vorgesetzte oder Kameraden, beurteilten Adolf Hitler alszuverlässigen, pflichtbewussten und hilfsbereiten Kameraden, als einen guten Soldaten, der selbstgern Soldat gewesen ist (10).Auch der Historiker Werner Maser resümiert:
»Hitler war während des Ersten Weltkrieges eintapferer, umsichtiger und kameradschaftlicher Soldat, der an rund fünfzig Schlachten und Gefechten teilnahm«
(11).Alle Anzeichen sprechen also dafür, dass Hitler ein engagierter und gewissenhafter Soldat war, demes nicht an Kampfesmut mangelte. Seine Kameraden, vor allem die Gruppe der Meldegänger,zollten ihm Respekt und mochten ihn; auch seine Vorgesetzten achteten ihn. Er ordnete sich ohneWiderspruch unter und gab sich selbstlos für seine Kameraden hin. Hiermit endet die Contentreihe zum Thema »Adolf Hitler und der Erste Weltkrieg«. Die nächsteSerie wird sich mit Hitlers Aufstieg befassen. Michael Grandt beschäftigt sich seit 30 Jahren mit der Geschichte des Dritten Reiches und hatmehrere Bücher zu diesem Thema veröffentlicht, u. a. »Unternehmen Wüste – Hitlers letzteHoffnung« (2002), das vom Staatsminister in der baden-württembergischen Staatskanzlei

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