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Rund um Sarrazin ...

Rund um Sarrazin ...

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Randnotizen zur volksgerechten Meinung und Integration.
Randnotizen zur volksgerechten Meinung und Integration.

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Categories:Types, Research, Science
Published by: Helmut Hampl [urspr. Clara] on Sep 10, 2010
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11/25/2013

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Notizen rund um Sarrazin
Verf.: CLARA & CLARUS
-Sämtlich Überträge aus:
 
http://www.facebook.com/123koza
-
I.
Zum nachstehenden kursiv gesetzten Beitrag von
Sabine Beppler-Spahl 
im Blog von NovoArgumente 07.09.2010 --
http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/000715 
unten zusammenhängend eingespielte Überlegungen. Auf meiner facebook-Seite --
http://www.facebook.com/123koza
aus Platzgründen gesplittet, also je ein Kommentarteil pro Absatz.Der Kommentar steht nur im Koza-facebook, nicht im Novo-Blog.
Sarrazin ist der wahre Klimapessimist Von Sabine Beppler-Spahl Wird Sarrazin der neue Held unserer Weltanschauung? Sogar der SPD Vorsitzende Gabriel, der zuvor  seinen Ausschluss aus der Partei gefordert hat, gibt ihm „teilweise Recht“. Es spricht sich herum, dass es falsch war, so schnell mit Maulkorb und Zensur zu drohen. Hätte er die Genetik nicht angesproche, soheißt es. Das ist interessant, denn im Grunde ist Sarrazin ganz Mainstream, sieht man von der Rhetorik ab. Sarrazinverkörpert den Pessimismus und die Zukunftsfeindlichkeit, die unsere Gesellschaft prägt, besser als der beste Umweltaktivist. Auch für ihn sind Menschen das Problem: Zu viele von der falschen Sorte Menschbelasten das Land und verschwenden dessen Ressourcen. Malthus lässt grüßen! Hinzu kommt, dass er alles als statisch betrachtet. Wer heute arm ist, wird es morgen auch sein, denn wir  sind in unseren Kulturen gefangen. Wir sehen das an den ewig armen Staaten, die gestern arm waren,heute arm sind und morgen auch arm sein werden. Sind nicht die Gene daran schuld, dann eben die Kultur. Dass sich unsere Welt ständig verändert, Länder, die gestern noch arm waren und als verloren galten (Argentinien, China, Brasilien, Südkorea usw.) heute plötzlich zu den Aufsteigern gezählt werden, passt in dieses pessimistische Bild nicht hinein und wird ausgeblendet. Wichtig ist nur: Sarrazin spricht vielen, die schon lange nicht mehr daran glauben, dass sozialer und wirtschaftlicher Fortschritt möglichist, ganz und gar aus dem Herzen! Diese statische, rückständige und pessimistische Sicht zeigt sich auch in der Debatte um die Schulversager.
 
Galt eine gute, humanistische Schulbildung einst als Mittel, soziale Grenzen zu sprengen und als Chance, Kindern den Aufstieg zu ermöglichen, haben wir uns heute längst der Kultur der niedrigen Erwartungenangepasst – zumindest, was muslimische Kinder betrifft. Sie werden, wegen ihrer kulturellen (?), genetischen (?) oder sonst wie geerbten Rückständigkeit, so heißt es, immer Schulversager bleiben. Etwaeine selbsterfüllende Prophezeiung? Frei nach Sarrazin gilt: Deutschland gibt auf. Die Integration ist gescheitert. Bauen wir die chinesischeMauer (das schreibt er im ersten Kapitel wirklich!), um uns wenigsten noch vor den schlimmsten Bedrohungen der Zukunft zu retten!Mit diesem Welt- und Menschenbild trifft Sarrazin auch bei den Multikultis auf offene Ohren und kommt daher so leicht davon. Schließlich hat auch der Multikulturalismus jahrzehntelang die Unterschiedlichkeit der Kulturen gefeiert, statt daran zu glauben, dass Fortschritt die Menschen eint. Jede ausgestorbenearchaische Sprache oder jeder ethnische Tanz, den niemand mehr tanzen wollte, wurde betrauert. PfuiTeufel!Wie gut, dass so viele türkische, arabische, chinesische oder sonstige Immigranten sich wenig um diesesWeltbild scheren und einfach ihren Weg gehen, ihre Kinder zur Schule schicken, Firmen gründen, Geld indie Heimat schicken usw. Sabine Beppler-Spahl ist Novo-Redakteurin.
Teilt man die Perspektive der Novo-Autorin auf ein aus sich herausprogressives kapitalistisches Potential, ist die Differenz zwischen dem etabliertenMainstream und dem reaktionären Nationalpessimisten Sarrazin, der ja bislangauch zu ihm gehörte, gar nicht mehr groß. Da ist freilich was dran, - nur baut dieKritik auf verkehrten Gründen auf: [...]Koza von Kozel[...] Optimismus und Pessimismus sind zwar die Individuenmotivierende Haltungen, ihr wirkliches Tun aber ist unabhängig ihrer subjektivenWeltsichten gerichtet auf zu objektivierende Zwecke: Erhaltung und Wachstumnationaler Souveränität, auch und i.B. auf je aktuell hierarchisierter Allianzbasis,mit Quellenzugriff auf die Erfolge der Agenten der hoheitlich gefördertenÖkonomie.Koza von KozelKommt DIESES polit-ökonomische Verhältnis auf Grund des sichhinter dem Rücken der mit falschem Bewußtsein handelnden Akteurerealisierenden Wertgesetzes in die Krise, offeriert die Freiheit der Willkür auch einePolitik, welche sich aktualisierte Traditionsbestände* einer affektiv-emotionalbesetzten Weltanschauung zum Ausgangspunkt und Maßstab derProblembewältigung nimmt: Faschismus, Rassismus, etc.
* Insoweit immer schon Grenz- und Mischformen.
Koza von KozelDies ist derzeit der Fall. Die Faschisierung der Demokratie hatschon längst ihren Gang genommen. Ein Typ wie Sarrazin beschleunigt sie mehr als
 
wie gerufen. Als Person mag Sarrazin zunächst out sein, weil seine Berufung auf Ergebnisse der Genforschung der noch in antifaschistischer Selbstkritik begründeten Staatsraison widerspricht. Seine übrigen Diagnosen und Rezeptewaren nichts als ein willkommener Anlaß für die Elite des Landes, sich als dieentschiedenere Variante der Problemlösung im gerade genannten Sinne zuprofilieren.II.Hier meine
 facebook 
-Anmerkung zum nachstehenden
 SZ-Artikel v. 09.09.2010
vorab:
Die Moral aus der Geschicht': Wenn denn die Zahlen und Faktenim Buche des Thilo Sarrazin einer Überprüfung standhielten, dann wäre aber auch jeder Einwand gegen seinen national-rassistischen Aufruf obsolet. KritischerJournalismus vom Feinsten ...
Sarrazin, Intelligenz und IntegrationVorauseilender Pessimismus09.09.2010, 17:40Von Andreas Zielcke Angst und Wahrheit: Sarrazin fürchtet die Verdummung der Deutschen. Aber tut er etwas dagegen, außer  Zahlen zu fälschen?Sarrazin hat den Finger auf viele Wunden des Integrationsprozesses gelegt. Dass er damit allerdings, wieer wähnt und viele mit ihm wähnen, Tabus bricht, ist wenig plausibel angesichts der seit Jahrzehnten stattfindenden heftigen öffentlichen Debatten über Kriminalitätsraten, Sprachprobleme und selbstgewählte Abschottung, über islamistische Gefahren genauso wie über importierte anatolische und arabische Patriarchatskulturen und nicht zuletzt über Bildungsdefizite der Immigranten. Beängstigend viele "Kopftuchmädchen"? Migrantinnen weisen nicht, wie oft angenommen, höhereGeburtenzahlen auf als deutsche Frauen. Der eingebildete Tabubruch prägt zwar dennoch das aktuelle Diskursklima, für die Wahrheitsfrage aber ist er unerheblich. Entscheidend ist Sarrazins Tenor. Keiner bringt diesen Tenor lakonischer auf den Punkt als der britische Economist: "Im Kern lautet Sarrazins Argument, dass die richtige Sorte deutscher Frauen zu wenig Kinder bekommen und die falsche -Muslime und andere Mindergebildete - zu viele. Die Folge ist, dass Deutschlands Bevölkerung nicht nur  schrumpft, sondern auch dümmer wird." Wird sie dümmer, fällt sie auch im wirtschaftlichen Wettbewerb zurück und wird immer ärmer. In weniger als hundert Jahren wird die heutige deutsche Mehrheit zu einer Minderheit im eigenen Land werden, einem dummen und armen Land ohne Freiheit und Gleichheit, einemislamischen Gottesstaat. Die Prognose, bedrückend wie zumal ihr theokratischer Aspekt auch für liberale Geister ist, muss sichalso, wenn sie denn Sarrazins Sorge ist, um so energischer der Wahrheitsfrage aussetzen. Kann (und will)die muslimische Minderheit das Land wirklich in seine Gewalt bringen? Nichts müsste Sarrazin und alle,die seine These teilen, glücklicher machen als deren Widerlegung.

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