Welcome to Scribd, the world's digital library. Read, publish, and share books and documents. See more
Download
Standard view
Full view
of .
Look up keyword
Like this
4Activity
0 of .
Results for:
No results containing your search query
P. 1
Ludwig Juli 1914

Ludwig Juli 1914

Ratings: (0)|Views: 203|Likes:
Published by MarsMagnus

More info:

Published by: MarsMagnus on Sep 13, 2010
Copyright:Attribution Non-commercial

Availability:

Read on Scribd mobile: iPhone, iPad and Android.
download as PDF, TXT or read online from Scribd
See more
See less

05/24/2012

pdf

text

original

 
EMIL LUDWIG
JULI 1914
„Man braucht kein Bismarckzu sein, um diesen dümmstenaller Kriege zu verhindern.“Ballin
BERLIN 1929ERNST ROWOHLT VERLAG
 
2
 
DEN SÖHNENZUR WARNUNG
1. – 40.
TAUSEND
 Copyright 1929by Ernst Rowohlt Verlag, K. G. a. A., Berlin W 50Bruck von G. Kreysing in LeipzigPrinted in Germany
 
3
 
BEMERKUNGEN ZUM VERFASSER EMIL LUDWIG SO-WIE EINE EINSTIMMUNG ZUM THEMA
Emil Ludwig, eigentlich Emil Cohn (*1881 in Breslau; † 1948 in Ascona) war ein deut-scher Schriftsteller jüdischer Abstammung, der sich auf psychologisch deutende Biogra-fien weltgeschichtlich bedeutender Persönlichkeiten spezialisierte.Ludwig studierte Rechtswissenschaft, entschied sich aber dann für eine journalistischeund schriftstellerische Laufbahn. 1906 siedelte er in die Schweiz über und arbeitete wäh-rend des 1. Weltkriegs als Korrespondent für das Berliner Tageblatt in Wien und Istanbul.1932 erwarb er das Schweizer Bürgerrecht. 1940 zog er in die USA, lebte in Südkalifor-nien und publizierte in Zusammenarbeit mit der US-Regierung antifaschistische Texte.Nach dem Kriegsende kehrte er in die Schweiz zurück.Nach offizieller Lesart hatte der Sohn Rudolf des österreichischen Kaisers Josef angeb-lich wegen einer Liebschaft Selbstmord begangen. Das ist leider nicht die Tatsache, denner war ins Garn der Freimaurerei gelangt, die ihn unter massivem Alkoholeinfluss einenEid für einen Putsch abgenötigt hatte, den er nicht bereit war zu erfüllen.
1
Nach seinemHinschied sollte der Neffe Franz Ferdinand als Thronerbe eingesetzt werden. Dies sindnur vordergründige Sachverhalte, die tieferen liegen allerdings möglichst gut gehütet ver-borgen.Aus den Geheimakten des zaristischen Aussenministeriums, die erst 1932 der Öffent-lichkeit zugänglich gemacht wurden, geht nämlich hervor, dass schon Bismarck es mitGegenspielern zu tun hatte, die er bei allen seinen genialen politischen Berechnungenausser Acht gelassen hatte: mit einem Kreis einflussreicher britischer Persönlichkeiten,die sich um den Prinzen von Wales, den späteren König Eduard VII., gruppierten. In die-sem Kreis, zu dem u. a. Lord Randolph Churchill
F
(der Vater Winston Churchill
F
), derHerzog von Norfolk, Lord Salisbury und das Haupt des Hauses Rothschild
F3
gehörten,war man über die Machtstellung Deutschlands auf dem Kontinent äusserst beunruhigtund begann sich Gedanken über die Zukunft Europas zu machen. Man hielt einen Kriegfür unvereinbar, und es entstand der Plan, eine französisch-russische Allianz zustande zubringen, hinter der im Ernstfall dann England stehen würde. Die Konstellation des Jahres1914 war bereits 1887 in England „vorgedacht“ worden.
2
Allerdings, und das sei hier aus-drücklich festgehalten, ist dieser Plan nur ein Teil eines viel grösseren, von dem die ganzeMenschheit immer noch betroffen ist.Schon 1851 plädierte Mazzini
F3
für die Ausbeutung des österreich-ungarischen Natio-nalitätenhaders, wobei ihn die französische Maurerschaft unterstützte, die durch Aus-breitung der Masonnerie in Ungarn die Vernichtung der Donaudoppelmonarchie anzu-bahnen suchte. (Delenda est Austria! Österreich muss zerstört werden).
3
 Weshalb wurde im 1. Weltkrieg ausgerechnet der Vielvölkerstaat Österreich-Ungarnzerschlagen, damit Jahrzehnte später die Europäische Union
4
wiederum als Vielvölker-staat aus der Taufe gehoben werden konnte? Der Krieg von 1914 bedeutet nichts wenigerals die Schaffung eines weit mächtigeren und widerstandsfähigeren Vaterlandes, nämlich
1
Siehe dazu den Vortrag von Odo von Würtemberg, Prior des Klosters Beuron, gehalten inDonaueschingen im Jahre 1957
2
Mitteleuropa – Bilanz eines Jahrhundert, von Renate Riemeck, Verlag Engel & Co, 1. Auflage1965, 4. Auflage 1997, ISBN 3-927118-14-1
3
Entente-Freimaurerei und Weltkrieg, von Karl Heise, Seite 45
4
Lesestoff über die Entstehung der Paneuropa-Bewegung bis zur Europäischen Union von R. N.Coudenhove-Kalergi, Mitglied des Komitees der 300.

Activity (4)

You've already reviewed this. Edit your review.
1 thousand reads
1 hundred reads
NoTricks_ob liked this
NoTricks_ob liked this

You're Reading a Free Preview

Download
scribd
/*********** DO NOT ALTER ANYTHING BELOW THIS LINE ! ************/ var s_code=s.t();if(s_code)document.write(s_code)//-->