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Der Dolchstoß - Fakten und Legende

Der Dolchstoß - Fakten und Legende

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Der Dolchstoß - Fakten und Legende
Foren»Forum»Versailler Diktat und seine Folgen» Der Dolchstoß - Fakten und Legende
[ 1 ]
Der Dolchstoß – keine Legende
 Eine Rückkehr zur Geschichte
Von Arne Grotefend 
 Noch immer ist unser geschichtliches Bewusstsein von den Umwälzungen des ZweitenWeltkrieges erfüllt.Kaum eine Erinnerung reicht hinter die Marksteine
1939
bzw.
1933
zurück.Der Erste Weltkrieg,zu seiner Zeiterlebt als der Weltkrieg, spielt für unsHeutige  höchstens noch die Rolle einer Vorbereitung auf „
unseren“
Weltkrieg, den Zweiten.Der Erste Weltkrieg fand seinen gewaltsamen Abschluss mit der deutschen Novemberrevolutionvon
1918
, was von einem Großteil der damaligenZeitgenossen als „
 Dolchstoß in den Rücken des kämpfenden Heeres“ 
empfunden wurde und eine tiefe Bitterkeit hinterließ.Ebenso wie der Erste Weltkrieg ist der „
 Dolchstoß“ 
vergessen.Wenn seiner noch gedacht wird, dann nur als „
 Dolchstoßlegende“ 
,
 als Lebenslüge der  damaligen 
Generäle.
Das Ende des Ersten Weltkrieges legte aber die Grundlagen für den Ausbruch desZweiten.Es ist Zeit, den verschütteten Ereignissenvon damalserneut nachzugehen.
KriegReichsoberhaupt istder Kaiser.
 
 
Er ernennt die Regierung, d. h., den Reichskanzler und dessen Kabinett der achtStaatssekretäre.Der Reichstag stimmt ab über Gesetze, im Kriegsfalle über die Gewährung vonKriegskrediten.Dominierende Parteien im Reichstag sind die sog. Mehrheitsparteien SPD, das Zentrumund die freisinnigen Liberalen.
Der Kaiserist oberster Kriegsherr.
 Er entscheidet über Krieg und Frieden und ernennt die Generäle der OberstenHeeresleitung (OHL).Die OHL organisiert das Heer und die Heimatfront, das ist die von stellvertretendenGeneralkommandos geführte Etappe,welche das kämpfende Heer mit Munition, Verpflegung, Nachschub mit Soldaten usw.versorgt.Stützpunkte der Etappe sind die Garnisonen, Standorte des Ersatzes.Im Krieg wird der Belagerungszustand ausgerufen, d. h., die stellvertretendenGeneralkommandos der Etappe sind den zivilen Behörden übergeordnet.ZivileGerichte sind den Kriegsgerichten unterstellt.Pressefreiheit und Versammlungsfreiheit werden eingeschränkt.Das Deutsch Reich steht gegen eine erdrückende Übermacht, im Osten gegendas Zarenreich, im Westen gegen die Großmächte England und Frankreich.Die Verbündeten Deutschlands, Österreich-Ungarn und die Türkei,mit denen es den Block der Mittelmächte bildet, sind kaum eine Hilfe.Gleich zu Beginndes Krieges hat England mit Unterstützungder neutralen 
USA
eineSeeblockadegegen Deutschland verhängt und so das Reich von Rohstoff- und Lebensmittellieferungenabgeschnitten.Derartige auch gegen die Zivilbevölkerung gerichteten Maßnahmen verstoßen gegendas Völkerrecht.
England
ist für den Krieg nur unzureichend gerüstet.Seit Kriegsbeginn lässt es sich von den USA auf Kredit mit Waffen versorgen, welche,in Handels- undauch Passagierschiffen als Konterbande versteckt,täglichostwärts über den Ozeanschiffen.Konterbande sind kriegswichtige Güter, die von Schiffen neutraler Staaten,entgegen geltendem 
Völkerrecht,
für eine kriegführende Partei transportiert werden.
Da die deutschen Proteste gegenAushungerungundillegale Waffenhilfeverhallen, versucht das Reich mit seinen U-Booten um England eine Gegenblockade zu legen.
Zunächst wirdder U-Bootkrieg nach den Regeln des Kreuzerkrieges geführt:Handels- und Passagierschiffe, die nach geltendem Seerechtnicht  bewaffnet sein dürfen, werden vom U-Boot angehalten und nach Konterbandedurchsucht.Wird solche gefunden, wird vor der Versenkung des Schiffes der BesatzungGelegenheit gegeben, sich mit Rettungsbooten in Sicherheit zu bringen.Seerechtswidrigsetzen die Engländer verdeckt bewaffnete Handelsschiffe als sog.
U-
 
 Boot-Fallen“ 
ein. Nähert sich einem solchen Schiff ein U-Boot mit der Absicht, es zu durchsuchen, wirddas ander Oberfläche wehrlose U-Boot unversehens mit Schnellfeuer angegriffen und meistzerstört.Die deutsche Antwort auf die U-Boot-Fallen istseit dem 1. Februar 
1917
der 
uneingeschränkte U-Bootkrieg“ 
.
 In einem umgrenzten Gebiet werden sämtliche Schiffe ohne Vorwarnung durchUnterwassertorpedos versenkt.England erleidet schwere Verluste, die erst durch die Einführung bewaffneter Geleitzügen für die Handelsschiffe zurückgehen. Nachder Oktoberrevolutionvon
1917
ist Russland nicht mehr kampffähig und scheidetaus dem Krieg aus.Das Deutsche Reich ist im Osten entlastet und hat begründete Hoffnungauf einen Sieg gegen die verbliebenen Feinde im Westen.
Die USA
haben bis
1917
  bereits 
35 Milliarden Dollar
in die alliierte Rüstunginvestiert,ihnen ist an einem Sieg der Mittelmächtenichtgelegen
1.
 Die Einbußen, die ihnen durch den uneingeschränkten U-Bootkrieges entstehen,nehmen sie zum Anlass,am 6. April
1917
dem Deutschen Reichden Krieg zu erklären. Die derzeitige OHL,
Generalfeldmarschall
 Paul von Hindenburgund
der ErsteGeneralquartiermeister
 Erich Ludendorff , willim Frühjahr  des Jahres
1918
den siegreichen Durchbruch an der Westfront durchsetzen, ehe die US-Armee endgültig an der Atlantikküste angelandet ist.
Der Durchbruchmisslingt.
 Im Sommer erscheinen die ersten amerikanischen Truppen mit ihren Panzern,denen das deutsche Heer 
nichts
entgegenzusetzen hat.Die deutschen Angriffsschlachten werden zur Verteidigung.Unter verlustreichen Kämpfen zieht sich die deutsche Front zurück.Die OHL sieht die Zeit gekommen, um Waffenstillstandsverhandlungen nachzusuchen,Waffenruhe, solange das Heer für den Fall von unannehmbaren Bedingungen der Gegenseite noch in der Lage ist, denKampf wieder aufzunehmen.
Waffenstillstandsverhandlungen
Schon im Januar 
des Jahres 1918
hat
Präsident
Wilson sich als Vermittler einesmöglichenFriedensangebotenund ein „
Vier-zehn-Punkte-Programm“ 
verkündet, das einer künftigen Weltordnungzugrunde gelegt werden solle.Kern dieser Vierzehn Punkte sind die „
Freiheit der Meere“ 
und das
 Selbstbestimmungsrecht der Völker“ 
.
 Zur ErgänzungfordertWilsonam 4. Juli des Jahresin Mount Vernon:
2

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