Welcome to Scribd, the world's digital library. Read, publish, and share books and documents. See more
Download
Standard view
Full view
of .
Look up keyword
Like this
1Activity
0 of .
Results for:
No results containing your search query
P. 1
Die Wahrsagerin

Die Wahrsagerin

Ratings: (0)|Views: 103|Likes:
Published by Phil Humor
In der Eingangshalle des Aladin Hotels würde gleich ein Schuss fallen. Samantha besaß die Gabe Verbrechen im Voraus zu erahnen, doch leider war ihre Zukunftssicht nicht immer so deutlich, wie sie es sich wünschte. Sie saß in einem der eleganten, roten Ledersessel und blickte sich in der Eingangshalle um. Zwei Männer saßen ihr gegenüber und zwei Frauen standen bei dem Portier am Empfangstresen. Samantha fixierte zunächst einen der Männer. Er sah sie lächelnd an und sagte: „Ihr Kleid passt farblich exakt zu den Ledersesseln. Welch sonderbarer Zufall.“

Samantha: „Kein Zufall. Ich wusste, wie es hier aussieht. Und in meinem Kleiderschrank habe ich genügend Auswahl. Diese Kleid hat die ideale Tarnfarbe. - Ich weiß mehr als die meisten Menschen, und ich weiß, dass Sie Hugh Wesley heißen.“

Der Mann reichte ihr seine Visitenkarte und sagte: „Stimmt tatsächlich. Sollte ich mich jetzt vor Ihnen fürchten? Sie sind mir weit im Vorteil: von Ihnen weiß ich nur, dass sie bezaubernd sind und dass sie mir gleich einen Korb geben werden. - Sehen Sie, ein wenig kann ich auch hellsehen.“

Samantha: „Wir können gleich weiter flirten. Jetzt muss ich erst mal ihre Aura untersuchen. Das Strahlungsfeld um einen Menschen herum verrät viel von seinen Plänen. Planen Sie einen Mord?“

Hugh verschluckte sich an seinem Whiskey. Er hustete. Der andere Mann, der neben ihm saß, ließ seine Zeitung sinken und sagte: „Ich muss bald einen Vortrag halten hier im Saal zwei des Aladin Hotels. Meine Hände flattern jetzt schon. Und mein Herz flattert. Könnten Sie bitte etwas Rücksicht nehmen auf mich?“
In der Eingangshalle des Aladin Hotels würde gleich ein Schuss fallen. Samantha besaß die Gabe Verbrechen im Voraus zu erahnen, doch leider war ihre Zukunftssicht nicht immer so deutlich, wie sie es sich wünschte. Sie saß in einem der eleganten, roten Ledersessel und blickte sich in der Eingangshalle um. Zwei Männer saßen ihr gegenüber und zwei Frauen standen bei dem Portier am Empfangstresen. Samantha fixierte zunächst einen der Männer. Er sah sie lächelnd an und sagte: „Ihr Kleid passt farblich exakt zu den Ledersesseln. Welch sonderbarer Zufall.“

Samantha: „Kein Zufall. Ich wusste, wie es hier aussieht. Und in meinem Kleiderschrank habe ich genügend Auswahl. Diese Kleid hat die ideale Tarnfarbe. - Ich weiß mehr als die meisten Menschen, und ich weiß, dass Sie Hugh Wesley heißen.“

Der Mann reichte ihr seine Visitenkarte und sagte: „Stimmt tatsächlich. Sollte ich mich jetzt vor Ihnen fürchten? Sie sind mir weit im Vorteil: von Ihnen weiß ich nur, dass sie bezaubernd sind und dass sie mir gleich einen Korb geben werden. - Sehen Sie, ein wenig kann ich auch hellsehen.“

Samantha: „Wir können gleich weiter flirten. Jetzt muss ich erst mal ihre Aura untersuchen. Das Strahlungsfeld um einen Menschen herum verrät viel von seinen Plänen. Planen Sie einen Mord?“

Hugh verschluckte sich an seinem Whiskey. Er hustete. Der andere Mann, der neben ihm saß, ließ seine Zeitung sinken und sagte: „Ich muss bald einen Vortrag halten hier im Saal zwei des Aladin Hotels. Meine Hände flattern jetzt schon. Und mein Herz flattert. Könnten Sie bitte etwas Rücksicht nehmen auf mich?“

More info:

Published by: Phil Humor on Sep 21, 2010
Copyright:Traditional Copyright: All rights reserved

Availability:

Read on Scribd mobile: iPhone, iPad and Android.
download as PDF or read online from Scribd
See more
See less

10/26/2011

pdf

 
Die Wahrsagerin
Ein humorvoller Krimi
In der Eingangshalle des Aladin Hotels würde gleich ein Schuss fallen.Samantha besaß die Gabe Verbrechen im Voraus zu erahnen, doch leider war ihre Zukunftssicht nicht immer so deutlich, wie sie es sich wünschte.Sie saß in einem der eleganten, roten Ledersessel und blickte sich in der Eingangshalle um. Zwei Männer saßen ihr gegenüber und zwei Frauenstanden bei dem Portier am Empfangstresen. Samantha fixierte zunächsteinen der Männer. Er sah sie lächelnd an und sagte: „Ihr Kleid passtfarblich exakt zu den Ledersesseln. Welch sonderbarer Zufall.“
 
Samantha: „Kein Zufall. Ich wusste, wie es hier aussieht. Und in meinemKleiderschrank habe ich genügend Auswahl. Diese Kleid hat die idealeTarnfarbe. - Ich weiß mehr als die meisten Menschen, und ich weiß, dassSie Hugh Wesley heißen.“Der Mann reichte ihr seine Visitenkarte und sagte: „Stimmt tatsächlich.Sollte ich mich jetzt vor Ihnen fürchten? Sie sind mir weit im Vorteil: vonIhnen weiß ich nur, dass sie bezaubernd sind und dass sie mir gleich einenKorb geben werden. - Sehen Sie, ein wenig kann ich auch hellsehen.“Samantha: „Wir können gleich weiter flirten. Jetzt muss ich erst mal ihreAura untersuchen. Das Strahlungsfeld um einen Menschen herum verrätviel von seinen Plänen. Planen Sie einen Mord?“Hugh verschluckte sich an seinem Whiskey. Er hustete. Der andere Mann,der neben ihm saß, ließ seine Zeitung sinken und sagte: „Ich muss baldeinen Vortrag halten hier im Saal zwei des Aladin Hotels. Meine Händeflattern jetzt schon. Und mein Herz flattert. Könnten Sie bitte etwasRücksicht nehmen auf mich?“Samantha: „Ich weiß, Sie sind Wissenschaftler. Bitte blicken Sie mir direktin die Augen – und wenden Sie den Blick nicht immer wieder ab von mir.So, jetzt kann ich direkt in Ihre Seele schauen. - Interessant. Sie sind auf sensationelle Forschungsergebnisse gestoßen. - Eine Batterie, sehe ich.Eine leistungsstarke Batterie. Wollen Sie darüber heute sprechen in ihremVortrag, Ramon Castellano?“Der Mann zog seinen Krawattenknoten etwas nach unten. „Woher wissenSie meinen Namen? Arbeiten Sie als Hotel-Detektivin? Ich habe für derleiScherze momentan keine Nerven. Wollen Sie mich über meinForschungsprojekt aushorchen?“Ramon ließ sich von einer Hostess einen Whiskey bringen. Er sagte zuSamantha: „Ich trinke sonst nicht. Ich bin abstinent. Vor allem deshalb,
 
weil meine Frau darauf besteht. - Na, das kann ja ein heiterer Vortragwerden.“Ramon leerte sein Whiskey-Glas in einem Zug. Hugh prostete ihm zu.Samantha nippte an ihrem Tee. Dann ging sie hinüber zu den beidenFrauen, die am Empfangstresen mit dem Portier diskutierten. Sie sagte:„Entschuldigung wenn ich sie unterbreche, aber mich interessiert brennendihre Aura. Darf ich sie beide bitten, sich für eine Weile nicht zu bewegen.“Die beiden Frauen drehten sich um zu Samantha. Der Portier sagte:„Soweit ich weiß, sind Sie kein Gast in unserm Hotel. Bitte belästigen Sieunsere Gäste nicht. Sonst muss ich Sie entfernen lassen von unseremWachmann Hektor.“Samantha sagte: „Hektor hat als Autodieb gearbeitet. Und er hat einVerhältnis mit ihrer Frau.“Der Portier: „Lassen Sie diese Anzüglichkeiten. - Mmmh, meine Frauwürde Hektor sicherlich interessant finden. Breite Schultern beeindruckensie. Extra ihretwegen mache ich Krafttraining jeden Morgen. Ich tue wasfür meine Ehe.“Der Portier haute auf den Klingelknopf – zwei-, dreimal. Dann rief er:„Hektor!“Samantha deutete auf eine der Seitentüren und sagte: „Hektor wird dortgleich herauskommen.“Die beiden Frauen blickten in die Richtung, in die Samantha deutete.„Clarissa, wir sollten auf diesen Hektor warten. Eventuell können wir ihnüberreden heute Abend mit uns auszugehen.“Die andere Frau, Clarissa, sagte: „Diese Stadt ist bisher eine Enttäuschunggewesen. Attraktive Männer, wo seid ihr? Bitte melden bei Clarissa,

You're Reading a Free Preview

Download
scribd
/*********** DO NOT ALTER ANYTHING BELOW THIS LINE ! ************/ var s_code=s.t();if(s_code)document.write(s_code)//-->