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Hausarbeit Raubritter Der Adel in Der Krise

Hausarbeit Raubritter Der Adel in Der Krise

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Arbeit über die Auflösung des Ritterstandes an der Universität Jena
Arbeit über die Auflösung des Ritterstandes an der Universität Jena

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05/07/2012

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1.
 
EINLEITUNG
................................ ................................ ................................ ............. 1
 
2
.
 
DER BEGRIFF RAUBRITTER; ADEL AUS DER SICHT DES FRÜHEN 19.JAHRHUNDERTS.
................................ ................................ ................................ ............. 1
 
3
.
 
FEHDE, SELBSTHILFE ODER LEGITIMATION FÜR RAUB UND MORD ?
..... 3
 
3.1.
 
T
RADITION DER 
F
EHDE
.
......................................................................................... 4
 
3.2.
 
E
INSCHRÄNKUNG DER 
F
EHDE DURCH
B
UßE UND
S
ÜHNE
.
......................................... 5
 
3.3
 
D
IE
F
ORMALISIERUNG DER 
F
EHDE
.
........................................................................ 6
 
4
.
 
LANDFRIEDENSBEWEGUNG UND GOTTESFRIEDEN
................................ ...... 8
 
5
.
 
STÄDTEFEINDSCHAFT ALS KONFLIKT ZWISCHEN ADEL UNDBÜRGERTUM
................................ ................................ ................................ ..................... 9
 
5
.1
 
D
IE
F
EHDE
H
ANS
D
IEMARS MIT
S
CHWÄBISCH
G
MÜND
.
........................................... 9
 
5
.2.
 
D
IE
F
EHDE
H
ANNOVERS MIT SEINEM
L
ANDESHERRN
.
........................................... 12
 
6
.
 
ENTWICKLUNG DES MILITÄRS IM SPÄTMITTELALTER.
........................... 14
 
6
.1.
 
F
OLGEN FÜR DEN
A
DELSSTAND
............................................................................ 16
 
7
.
 
SCHLUSSBETRACHTUNG
................................ ................................ .................... 16
 
 
 1 
1.
 
Einleitung
Das Phänomen des Raubrittertums ist auf den ersten Blick gesehen eineGeschichte verwegener Helden und übler Schurken des Mittelalters. Diesesvon der Allgemeinheit akzeptierte Bild stammt aber eher aus der Feder undEinbildungskraft romantischer Dichter und bürgerlicher Historiker, als das esdie Realität des späten Mittelalters wiedergeben würde.In meiner Arbeitmöchte ich die Entstehung des Raubritterbegriffs beleuchten und mit denwirklichen Motiven und Fakten vergleichen. Gab es die adligen Wegelagerer,wie sie aus Sagen bekannt sind? Sahen sie sich selber als Raubritter dieMorden und Plündern oder hegten sie andere Motive. Im Spätmittelalter veränderten sich die Machtverhältnisse. Bürgertum und städtischeVerwaltungen entwickelten Gesetze und Normen die das Gewohnheitsrechtablösten. Es kam zu einer sozialen Umwälzung und -strukturierung. WelcheFaktoren begünstigten den Niedergang des edlen Rittertums, das ebensosagenumwoben ist, wie die spätmittelalterlichen Auswüchse der Fehde. DasStändesystem wurde neu bewertet und die Adligen sahen sich in Bedrängnis.Gab es eine Legitimation für Raub und Brandschatzung die bei genauer Analyse nachvollziehbar wird? Aus der Sicht der Geschichtsschreiber des 19.Jahrhunderts war die Fehde jedenfalls eine ruchlose und veralteteVerhaltensweise.
2
.
 
Der Begriff Raubritter, Adel aus der Sicht des frühen 19.Jahrhunderts.
Das aufgeklärte, herrschende Bürgertum des 18.-19. Jahrhunderts sah natürlichin den Übergriffen der Adligen auf die Bürger damaliger Zeiten, ungerechteAkte der Barbarei. Habgier und Mordlust waren Motive, die den Raubritter zuseinen Taten anstachelten, um die friedliebenden Kaufleute zu drangsalieren.Entwirrt man das Geschichtsbild der vergangenen zwei Jahrhunderte, stelltman fest, dass der Begriff Raubritter kein Terminus des eben imSpätmittelalterbedrängten und befehdeten Bürgertums ist, sondern ein Begriff,den beispielsweise der Historiker Friedrich Christoph Schlosser in seiner Weltgeschichte verwendete. Dieser Bestseller des frühen
 
 2 
neunzehntenJahrhunderts prägte das Geschichtsbewusstsein der Menschen undso setzte sich das Bild der Raubritter für Jahre in den Köpfen fest.
1
Darüber hinaus war das emanzipierte Bürgertum während des Abschüttelns der Ständegesellschaft auf einem geradezu Adelsfeindlichen Standpunkt angelangt,der das Geschichtsbild weiter zu Ungunsten der Adelsdynastien verschob. AlsBeispiel möchte ich hier eine Passage, mit der Überschrift Dynastie³, aus demPolitischen ABC fürs Volk³ von 1848 zitieren: Das Wort Dynast bedeutet inder alten Zeit ein Despot. Ein Theil des Volkes nämlich, welches sich durchRaub und Bedrückung über seine Stammesgenossen erhoben hatte, der sogenannte, Adel zerfiel im Mittelalter [«] und diesem verblieb der Ehrenname Dynastie. Sie führten ihren Namen mit demselben Rechte wie dieRaubritter selbst, denn ihre Stellung dem Staate gegenüber war keine [«]Berechtigtere. Die Raubritter des Mittelalters hielten sich privilegiert von ihrenhohen Burgen herab [«] auf jede Gesellschaft von Kauffahrern zu lauern unddieses [«] ganz zu nehmen, oder [«] eine hohe Entschädigung zu erpressen[«] wer daran zu zweifeln wagte, dem bewiesen sie es mit ihrem Schwerte,und [«] Burgverließen [«] gänzliche Unterdrückung des Volkes, maßlosesteWillkürherrschaft waren die Grundzüge ihres Wirkens.³
2
 Anhand dieses Zitats von 1848 wird recht schnell offensichtlich in welchemLicht der Adel und das Recht der Fehdeführung im frühen neunzehntenJahrhundert dargestellt wurden. Zeitnah erschienene Sagensammlungen wie beispielsweise das Thüringer Sagenbuch³ von 18
5
8 sprechen von Raubritternan der Weinstraße von Franken nach Thüringen die mehr Wein raubten als siezu trinken vermochten.
3
Auch der Stadt Pößneck haftete der Ruf einesRaubritternestes an: die Gegend und die Stadt wurde der Bösen Ecke³genannt, wegen der vielen Raubritter, die sich dort und rings umher aufgehalten, und die ganze Gegend unsicher machten.³
4
Die NamensgenesePößnecks hat allerdings einen ganz anderen Ursprung, sie beginnt mit demnachweisbaren Bisnig das sich dann über Beßniz und Beßnig zu Pößneck wandelte. Von Raubrittern die nach verschiedenen Sagen namensgebend
1
Vgl. (Rösener kein Datum) S. 469.
2
(Seegen und Schlesinger 1848) S. 173-174.
3
Vgl. (Bechstein 1858) S. 245-246.
4
(Bechstein 1858) S.174.

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