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Die Italienische Plastik

Die Italienische Plastik

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HANDBÜCHER DER KÖNIGLICHEN MUSEEN ZU BERLINMIT ABBILDUNGEN
DIEITALIENISCHE PLASTIK 
VON
WILHELM BODE
MIT 86 ABBILDUNGEN IM TEXTZWEITE AUFLAGE
BERLINW. SPEMANN1893
 
Inhaltsverzeichnis
Altchristliche Plastik 
 
Die romanische Epoche
 
 Niccolo Pisano und die ProtorenaissanceGiovanni Pisano und die Kunst des TrecentoDie FrührenaissanceDie HochrenaissanceDer Barock Verzeichnis der Künstlernamen 
[1]
 
Altchristliche Plastik 
(um 300 bis 600 n. Ch.).
Das Auftreten und der schließliche Sieg des Christentums, welches die alte Weltzertrümmerte und eine neue Kultur an seine Stelle setzte, hat zur Belebung der Kunstzunächst nicht beigetragen. Die künstlerische Schöpfungskraft war im weströmischen Reichezur Zeit Konstantin¶s schon völlig erloschen; die Kunst, zumal die bildnerische, die rechteigentlich die Kunst der Antike gewesen war, zehrte von Traditionen, welche mehr und mehr verblaßten; und in den immer roheren und empfindungsloseren, immer spärlicheren Nachbildungen verlor sich allmählich auch die handwerksmäßige Fertigkeit. Für denBronzeguß fehlte es, von Werken der Kleinkunst abgesehen, an Ausdauer und technischemKönnen, für die Ausführung von Freifiguren überhaupt an künstlerischem Vermögen; die bildnerische Thätigkeit wurde daher bald auf das Relief beschränkt, und auch dieses wurdevorwiegend im Kleinen ausgeführt.1. Bronzestatuette des hl. PetrusDie christliche Religion war schon an sich für die plastische Gestaltung ihrer Ideen undPersonen wenig geeignet, sie war ihr auch durch ihren Zusammenhang mit dem mosaischenGesetz abgeneigt; in Folge dessen wurde die Plastik von den großen monumentalen Werken,welche die Anerkennung des Christentums als Staatsreligion notwendig machte, so gut wieganz ausgeschlossen. Aber auch der greisenhafte Zustand der Zeit, das Fehlen jeder 
 
erfinderischen Kraft für die neuen künstlerischen Aufgaben, welche durch das Christentumund die christliche Staatskirche erwuchsen, machte ein Zurückgehen auf antike Vorbilder undteilweise selbst auf antike Motive, ja eine knechtische Entlehnung derselben notwendig.
[2]
Selbst die Aufgaben blieben im Grunde die alten; man erfüllte sie nur mit neuem Geist.427. ElfenbeinpyxisIn erster Linie steht, als Ausfluß des tiefgewurzeltenaltitalienischTotenkultus, der Schmuck der Sarkophage; daneben die kleine Plastik, namentlich die Elfenbeinschnitzerei und der Schmuck der Lampen, die in den Katakomben eine reiche Verwendung zu heiligen Zweckenfanden. Bei der Ausführung dieser Bildwerke schlössen sich die Künstler den heidnischenVorbildern unmittelbar an; Stil und Technik blieben dieselben, verloren aber schließlich auchden letzten Zusammenhang mit der Natur. Zur Schöpfung heiliger Typen, wie sie der neueGlaube erfordert hätte, war eine solche Plastik nicht mehr befähigt. Für Christus und einigeder vornehmsten Apostel, namentlich Petrus, hatte die historische Tradition in der vorausgegangenen Zeit die Vorbilder festgestellt; im Übrigen sind fast alle anderen Gestaltenschemenhafte Nachbildungen heidnischer Vorbilder. Die Einzelfigur trat zurück; daserzählende Relief, von der Malerei abhängig und ein notdürftiger Ersatz derselben, wurde
[3]
fast ausschließlich, wie in den Anfängen der Kunst, eine bildliche Erläuterung des neuenGlaubens.Diese aus spätrömischer Tradition herausgewachsene und in römischer Form undAuffassungsweise in die Erscheinung tretende Kunstübung, die als altchristliche Kunst bezeichnet wird, starb langsam ab unter den Stürmen der Völkerwanderung, in denen dasweströmische Reich durch deutsche Völkerschaften zertrümmert wurde, die nicht im Standewaren, dauerhafte Zustände an die Stelle zu setzen.429. Elfenbeintafel.

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