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(eBook) Der Spiegel - 07-2002 - Chemie der Lust - Neue Wirkstoffe für das Sexualzentrum im Gehirn

(eBook) Der Spiegel - 07-2002 - Chemie der Lust - Neue Wirkstoffe für das Sexualzentrum im Gehirn

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W e rb e s e ite
W e rb e s e ite
der spiegel7 / 2 0 0 2
3
DAS DEUTSCHE NACHRICHTEN-MAGAZIN
Den größten Wurf seiner bisherigen Forscherkarriere bekommt der Biochemiker
Erwin Bischoff, 58, nur selten zu Gesicht: Die neuen Potenzpillen der Bayer AG,
die Bischoff maßgeblich entwickelt hat, sind unter Verschluss. Für SPIEGEL-Titel-
autor Jörg Blech, 35, jedoch ließ Bayer ausnahmsweise zehn der die Manneskraft stär-
kenden Tabletten in Bischoffs Labor im Pharmaforschungszentrum Wuppertal brin-
gen – unter strenger Bewachung, versteht sich.
Mit dem Markennamen Nuviva soll das apriko-
senfarbene Medikament Anfang nächsten Jah-
res auf den Markt kommen und dem bisherigen
Monopolisten Viagra Konkurrenz machen. Den
Bayer-Betriebsrat erregt der Penis-Aufrichter
schon jetzt. „Erstmals in der Firmengeschichte
soll eine Überwachungskamera Angestellte des
Unternehmens bei der Arbeit filmen – damit
sich niemand die Potenzpillen heimlich in die
Tasche steckt“, sagt Wissenschaftsredakteur
Blech. Auch andere Pharmafirmen haben in-
zwischen anregende Mittel in der Pipeline. „Viele der neuartigen Substanzen sollen
die Lust auf Sex direkt im Gehirn wecken“, so Blech, „erstmals werden jetzt auch
Stoffe getestet, die das Begehren der Frau verstärken sollen“ (Seite 184).
Zehntausende Touristen reisen jährlich nach Nepal, doch bald könnte es mit den
friedlichen Trekkingtouren in dem pittoresken Königreich vorbei sein. SPIEGEL-
Redakteur Carsten Holm, 46, registrierte eine wachsende Verunsicherung bei den Ein-
heimischen: „Vielerorts herrscht Angst vor Anschlä-
gen maoistischer Guerrilleros.“ So begegnen Reisende
auf den schmalen Wanderpfaden im Himalaja immer
häufiger Soldaten auf der Suche nach Untergrund-
milizionären, Hoteliers klagen über bewaffnete Mao-
isten, die in Bergsiedlungen Schutzgelder erpres-
sen. „Noch gilt das Land zwar für Touristen als
sicher“, so Holm, „das kann aber schnell umschlagen“
(Seite 146). Eine Krisenregion mehr in Zentralasien,
wo es nach dem Afghanistan-Krieg auch in den frühe-
ren Sowjetrepubliken gärt. Ursachen sind meist bittere
Armut und der Aufzug amerikanischer Militärs, die im
Kampf gegen den internationalen Terrorismus Stütz-
punkte errichtet haben. „Vor allem junge Menschen
sympathisieren inzwischen stark mit dem islamischen
Fundamentalismus“, sagt der Moskauer SPIEGEL-
Korrespondent Uwe Klußmann, 40, der die Region
bereist hat und sich mancherorts schon ins Reich der
Taliban versetzt fühlte (Seite 132). Wie deren Nach-
lass in Afghanistan aufgeräumt wird, hat SPIEGEL-
Reporter Alexander Smoltczyk, 43, beobachtet. In
Kabul ging er den Spuren des langsam wieder kei-
menden Kulturlebens nach. „Mit wenig Geld lässt
sich hier viel schaffen“, sagt Smoltczyk: „Fünfzig
Dollar – und der Theaterdichter kann zwei neue
Stücke schreiben. Hundert Dollar – und das freie
Medienzentrum kann eine Woche lang Seminare
anbieten“ (Seite 164).
RONALDFROMM
ANN
Bischoff, Blech
THOMASGRABK
A
Holm (o.), Smoltczyk
Hausmitteilung
9. Februar 2002
Betr.: Titel, Zentralasien
Im Internet: www.spiegel.de

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