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Mediumschaft - HerculanoPires

Mediumschaft - HerculanoPires

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Spiritism, spiritualism, spirituality, Spiritismus, Spiritualität, Allan Kardec
Mediumschaft
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Mediumschaft

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Mediumschaft
Herculano Pires
 
Kapitel 1
MEDIUMSCHAFTSBEGRIFF
Medium heisst Mediator, Vermittler. Mediumschaft ist die natürliche, menschliche Fähigkeit,die die Beziehungen zwischen Menschen und Geistern herstellt. Es ist keine übernatürliche Kraft, diedurch Rituale oder mit der mysteriösen Macht eines Eingeweihten oder eines Gurus entwickelt werdenkann. Die Mediumschaft gehört dem Gebiet der Kommunikation an. Sie entwickelt sich auf natürlicheWeise in hochsensiblen Personen, die im Stande sind, geistig und sinnlich Dinge und Tatsachen der geistigen Welt, die uns umgibt und mit psychischen und affektiven Vibrationen auf uns wirkt,aufzunehmen. Die Mediumschaft entwickelt sich im Beziehungsprozess genauso wie die Intelligenzund die anderen menschlichen Fähigkeiten. Im allgemeinen ist ihre Entwicklung zyklischer Art, dasheisst, sie verläuft in aufeinanderfolgenden Etappen, in Form einer Spirale. Die Kinder besitzen sie,sozusagen, unter der Haut, aber sie sind vom heilsamen und kontrollierenden Einfluss der Schützenden Geister, die die Religionen als Schutzengel bezeichnen, beschützt. In dieser kindlichenPhase sind die mediumistischen Erscheinungen seelischer Art; die Kinder projizieren ihre Seele in dieDinge und Wesen die es umgeben, sie erhalten die orientierenden Intuitionen von ihren Beschützern,manchmal sehen und offenbaren sie Geister und weisen auf ihre Gegenwart hin; oft übermitteln sieMitteilungen und Botschaften der Geister an die Verwandten, auf positive und direkte oder auf symbolische und indirekte Weise. Wenn sie das siebte oder achte Lebensjahr überschritten haben,gliedern sie sich besser in die Bedingungen des irdischen Lebens ein, sie entfernen sich allmählich der geistigen Beziehungen und messen den menschlichen Beziehungen mehr Bedeutung bei. Der Geist passt sich seinem Taucheranzug an, um den weltlichwen Problemen entgegenzutreten. Somit schlie
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tsich der erste mediumistische Zyklus, damit der zweite sich eröffnen kann. Also nimmt man an, dassdas Kind keine Mediumschaft besitzt, die vorherige Phase gilt als kindliche Phantasie und Erfindung.Im allgemeinen beginnt der zweite Zyklus in der Adoleszenz, im Alter von zwölf oder dreizehn. Im ersten Zyklus soll man nur mit Gebeten und Handauflegen im mediumistischen Prozesseingreifen, um die natürlichen Erregungen des Kindes, die fast immer mit seltsamen Erinnerungen andie fleischliche oder geistige Vergangenheit beladen sind, zu mildern. In der Adoleszenz hat seinKörper schon die nötige Reife erlangt, damit die mediumistischen Erscheinungen intensiver und positiver werden. Es ist an der Zeit, dem Jugendlichen genauere Informationen über diemediumistische Frage zu erteilen. Man soll nicht versuchen, seine Entwicklung in Sitzungendurchzuführen, es sei denn, es handle sich um einen obsessiven Fall. Aber auch in diesem Fall mussman bei der Orientierung des Jungendlichen vorsichtig, ohne seine Phantasie zu erregen, vorgehen,indem man ihn an den natürlichen, von den Gesetzen des Wachstums bestimmten Prozess zugewöhnen. Das Handauflegen, das Gebet, die zum lehrhaften Studium bestimmten Versammlungengehören zu den Mitteln, die zu diesem Prozess verhelfen, ohne ihn zu erzwingen, dies bedarf einer guten Betreuung. Einige Jungendliche leben sich schnell und auf natürliche Weise in die neueSituation ein und bereiten sich mit gro
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em Ernst auf die mediumistische Tätigkeit vor. Anderewiederum lehnen die Mediumschaft ab und versuchen, sich nur den jugendlichen Träumenzuzuwenden. Das ist die Zeit der spielerischen Tätigkeiten, des Spieles und des Sports, des Studiumsund des Erwerbs allgemeiner Kenntnisse, der vollkommeneren Integration in die irdische Realität.Man soll diese Jugendlichen nicht zwingen, sondern sie nur stimulieren in Bezug auf diespiritistischen Lehren. Ihr Geist öffnet sich dem tieferen und steten Kontakt mit dem weltlichen Leben.Aber sie tragen schon in ihrem Bewusstsein die eigenen Richtlinien ihres Lebens, die sich mehr oder weniger deutlich in ihren Neigungen und in ihren Wünschen manifestieren. Wenn man sie zwingt,einen Weg einzuschlagen, der ihnen zuwider ist, so tut man ihnen Gewalt an, was schlimme Folgen inder Zukunft hat. Die Beispiele der Familienangehörigen beeinflussen ihre Entscheidungen mehr alsdie Lehren und die verbalen Aufforderungen. Sie kümmern sich um sich selbst und stärken ihrePersönlichkeit. Man muss sie achten und ihnen mit Liebe und Verständnis beistehen. Im Falle vonspontanen Manifestationen der Mediumschaft geziemt es sich, sie auf den privaten Familienkreis oder auf eine Freundesgruppe in den Jugendorganisationen zu beschränken, bis sich ihre Mediumschaftherausstellt und sich von sich aus durchsetzt.Der dritte Zyklus geschieht normalerweise in dem Übergang von der Adoleszenz zur Jugend,zwischen dem achtzehnten und dem fünfundzwangzigsten Lebensjahr. Diese Phase ist die Zeit sowohl
 
des ernsten Studiums des Spiritismus und der Mediumschaft als auch der freien mediumistischenPraxis in den spiritistischen Zentren und Gruppen. Es gibt keinen Grund zur Besorgnis, wenn sich dieMediumschaft noch nicht gebührend bestimmt hat. Es gibt Prozesse, die sich etwa bis zumdreissigsten Lebensjahr, bis zur körperlichen Reife hinziehen, bis die wirkliche Mediumschaftausbricht. Es genügt, wenn man den jungen Menschen in ständiger Verbindung mit den spiritistischenTätigkeiten bewahrt, ohne ihn zu zwingen. Wenn er keine mediumistische Tendenz aufweist, so ist esam besten, man beschränkt sich darauf, ihm Zugang zu sozialen Aktivitäten oder Betreuungen zuverschaffen. Die Sitzungen mediumistischer Erziehung, (zu Unrecht Entwicklung genannt) richtensich nur an Medien, die schon durch spontane Manifestationen charakterisiert, und daher schonentwickelt sind.Es gibt noch einen vierten Zyklus, der sich auf Mediumschaften, die erst nach der Reife, imAlter oder im annähernden Alter erscheinen, bezieht. Es handelt sich um Manifestationen, die durchdas Alter bedingt sind: die physische Schwächung, die eine Erweiterung der perispiritistischenEnergien erleichtert; eine grö
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ere Introversion des Geistes, bedingt durch das Abnehemen der Tätigkeiten des praktischen Lebens, ein Zustand der neuropsychischen Apathie, die durch dieorganischen Veränderungen des Altwerdens verursacht ist. Diese Faktoren gestatten ein grö
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eresLoslösen des Geistes und seinen Verkehr mit körperlosen Wesen. Diese Art späte Mediumschaftdauert nicht lange, sie ist, in gewisser Hinsicht, eine mediumistische Vorbereitung auf den Tod. Sie beschränkt sich auf Hellsehensphänomene, mündlichen Verkehr, Intuition, übersinnlicheWahrnehmung und Psychographie. Obwohl der Tod eine Vorbereitung ist, kann es Jahre dauern, bis er eintritt, in der Zeit passt sich der Geist den spirituellen Problemen, über die er sich während seinesvergangenen Lebens keine Gedanken gemacht hat, an. Diese Tatsachen sind ein Beweis dafür, dassder Mediumschaftsbegriff keine einfache Modalität der Beziehung Mensch-Geist ist. Kardec erinnertdaran, dass die Tatsache, dass ein Geist inkarniert ist, ihn nicht daran hindert, mit befreiten Geistern zuverkehren, genauso wie ein gefangener Bürger sich hinter dem Gitter mit einem freien Bürger unterhalten kann. Es handelt sich nicht um die wohlbekannten Visionen der Sterbenden auf demSterbebett, sondern um die typische, späte Mediumschaftsentwicklung, die durch die völligeIntegration des Individuums in das fleischliche Leben, durch die Probleme des alltäglichen Lebensmagnetisiert, nicht zutage treten konnte. Seine späte Manifestation erinnert an den Aphorismus, der  behauptet, das Extreme sich berühren. Das Alter stellt unsere Nähe zur geistigen Welt wieder her, undwir befinden uns in der gleichen Lage wie die Kinder.In Wirklichkeit, bleibt die mediumistische Potentialität nie lethargisch. Ganz im Gegenteil, sieverwirklicht sich häufiger als wir es annehemen, in verschiedenen Momenten des Lebens geht sie vonder Potenz zur Tat über, mittels Vorahnungen, Vorhersehungen von einfachen Ereignissen, wie, zumBeispiel, die einer Begegnung mit einem schon lange abwesenden Freund, übersinnlichenWahrnehmungen, die wir der Phantasie oder der Erinnerung zuschreiben, und ähnliche. Wir leben auf mediumistischische Weise, zwischen zwei Welten und in ständigem Verkehr mit geistigen Wesen.Während des Schlafes, wie Kardec es durch Forschungen, die sich über mehr als zehn Jahreersteckten, bewiesen hat, lösen wir uns vom sich ausruhenden Körper und gehen zur geistigen Sphäreüber. In Momenten der psychischen Abwesenheit sei es durch Zerstreutheit, Schläfrigkeit, entfernenwir uns schnell unseres Körpers und kehren zu ihm zurück so wie der Vogel, der ausfliegt und zum Nest zurückkehrt. Die Psychologie versucht, diese Fehlleistungen physiologisch zu erklären, aber dieorganischen Reaktionen, denen sie diese Tatsache zuschreibt, sind nicht die Ursache, sondern dieWirkung eines mediumistischen Aktes geistiger Entfernung. Die Hypnotismusstudien beweisen es,indem sie zeigen, dass die Hypnose ständig in unseren Wachzustand eingreift, dadurch dass sie uns imStehen schlafen oder im wachen Zustand träumen lässt, wie man zu sagen pflegt. Diewissenschaftliche Forschung nach einer organischen Essenz der Mediumschaft hat nie zu einemErgebnis geführt und wird nie dazu führen. Denn die Essenz der Mediumschaft besteht in der Befreiung des Geistes.Zu diesem Punkt angelangt, können wir nun die Frage präziser ausdrücken: die Mediumschaftist die Manifestation des Geistes durch den Körper. Im mediumistischen Akt manifestiert sich sowohlder Geist des Mediums als auch ein Geist, dem er zuhört und dient. Folglich bestehen diemediumistischen Probleme ganz einfach in der Disziplinierung der Beziehungen Geist-Körper. Das

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