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Deutsche Wiedervereinigung

Deutsche Wiedervereinigung

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Deutsche WiedervereinigungHeutige Bundesrepublik Deutschland, darüber die nach 1948 geteilten Gebiete: Bundesrep. Deutschl. (bis 1990), Berlin (West) (Berlin-Frage),
 
 DDR (Beitritt 1990) und Saarland (Beitritt 1957, Saarstatut)Als
Deutsche Wiedervereinigung
oder 
 Deutsche Vereinigung 
[
1]
wird der durchdiefriedliche Revolution in der DDR angestoßene Prozess der Jahre 1989 und 1990, der zum Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschlandam 3. Oktober 1990 führte, bezeichnet. Die damit vollzogene
 Deutsche Einheit 
, die seither an jedem 3. Oktober als Nationalfeiertagbegangen wird, beendete den als Folge desZweiten Weltkriegesin der Ära desKalten Kriegesvier Jahrzehnte währenden Zustand der Deutschen Teilung.Richtungweisend für diese Entwicklung war dieÖffnung der Berliner Mauer am9. November 1989, die den endgültigen Zerfall des politischen Systems der DDR bewirkte. Notwendige äußere Voraussetzung der deutschen Wiedervereinigung war das Einverständnis der vier Siegermächtedes Zweiten Weltkrieges, die bisdahinvölkerrechtlichnoch immer die Verantwortung für Deutschland als Ganzesinnehatten beziehungsweise beanspruchten. Durch denZwei-plus-Vier-Vertrag(
Vertrag über die abschließende Regelung in bezug auf Deutschland 
) wurde der Einheit der beiden deutschen Staaten zugestimmt und dem vereinten Deutschland dievolleSouveränitätüber seine inneren und äußeren Angelegenheitenzuerkannt.Staatsrechtlichspricht man, wie im Falle desSaarlands1957, von ÄBeitritt zum Geltungsbereich desGrundgesetzesder Bundesrepublik Deutschland³, politischundsozioökonomischvon der Vereinigung der DDR mit der Bundesrepublik.Maßgebliche Zwischenstationen auf dem Weg der deutschen Wiedervereinigungwaren dieVolkskammerwahl im März 1990sowie der Staatsvertrag über dieWährungs-, Wirtschafts- und Sozialunion. Am 20. September 1990 stimmten dieVolkskammer der DDR und der Deutsche BundestagdemEinigungsvertragzu, am darauf folgenden Tag der Bundesrat.Zwei deutsche Staaten als Erben des Zweiten Weltkrieges
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 Hauptartikel:Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (bis1990)und Geschichte der Deutschen Demokratischen Republik 
 Die parallele Existenz zweier deutscher Staatenin der zweiten Hälfte deskurzen 20. Jahrhundertswar der zeitgeschichtlichen Entwicklung geschuldet, die nach demErstenWeltkriegund der Weimarer Republik dieMachtübernahmeder  Nationalsozialistenunter Adolf Hitler ermöglicht
 
sowie deren zumZweiten Weltkriegund in die bedingungslose Kapitulationführende großdeutsche Expansionspolitik zugelassen hatte.Winkler sieht den Zeitraum der deutschen Zweistaatlichkeit durch einen eigentümlichen 12-Jahres-Rhythmus gegliedert,der sich von der beiderseitigen Staatsgründung 1949 über das einschneidende Datum desMauerbaus 1961 und das Inkrafttreten desGrundlagenvertrageszwischender Bundesrepublik und der DDR 1973 bis zu der mit dem AmtsantrittGorbatschows1985 sich anbahnenden neuen Ära der internationalen Beziehungen imOst-West-Konflikterstreckte.
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2]
 
Na
chkriegssitu
a
tion und Gründung der beiden deutschen St
aa
ten
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Deutsche Länder in den Besatzungszonen (Stand Juni 1947 bis April 1949) Nach der deutschen Kapitulation im Mai 1945 wurde dasDeutsche Reichnichtaufgelöst oder annektiert, sondern das nach der WestverschiebungPolensübrigeDeutschlandwurde in die gemeinsame Verantwortung der Siegermächte übernommen. Gemäß den in der Anti-Hitler-Koalitionauf der Konferenz von Jaltagetroffenen Vorvereinbarungen, die 1945 mit der Juni-Deklarationumgesetzt wurden, teilten diealliierten SiegermächteDeutschland in vier Besatzungszonenauf: diesowjetische, dieamerikanische, die britischeund diefranzösische. Eineentsprechende Aufteilungschuf die künftigeViersektorenstadt Berlin. In gleicher Weise verfuhren die Alliierten auch inÖsterreichundWien. Als gemeinsames Verwaltungsorgan der vier Hauptsiegermächte für Deutschland alsGanzes sollte einAlliierter Kontrollratfungieren, der auch dieBeschlüsseder Potsdamer  Konferenzhätte umsetzen sollen. Der aber bereits 1947 sich anbahnendeKalte Krieg, der  denWestzonenim Zuge desMarshallplanswirtschaftliche Aufbauhilfen eintrug und getrennteWährungsreformenimVereinigten Wirtschaftsgebietund in der Sowjetischen Besatzungszone(SBZ) zur Folge hatte, gelangte 1948 mitBerlin-BlockadeundLuftbrückezu einer ersten Zuspitzung, die 1949 in die entgegengesetzte Gründung zweier deutscher Staaten mündete. DasGrundgesetz für die Bundesrepublik Deutschlandwurde vomParlamentarischen Ratals vorläufige Verfassung angelegt und gemäßPräambelmit demWiedervereinigungsgebotverknüpft.
Die beiden deutschen St
aa
ten 1949±1961
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Unter dem Eindruck der deutschen Teilung und einesfehlendenSelbstbestimmungsrechtsder Ostdeutschen wurde die DDR seitens der Bundesrepublik von Anbeginn nicht als eigener Staat anerkannt. Vielmehr kam eineRechtsposition zum Tragen, wonach das Deutsche Reich als StaatundVölkerrechtssubjekt1945 nicht untergegangen, sondern lediglich handlungsunfähiggeworden sei. Die Gründung der Bundesrepublik Deutschland stellte demnacheinestaatsrechtliche Neuorganisationvon dessen westlichem Teil dar.
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3]
Auf das
 
Fehlenfreier Wahlenbeziehungsweise des Selbstbestimmungsrechts in der DDR gründeteman westdeutscherseits einenAlleinvertretungsanspruchder Bundesrepublik Deutschlandfür alle Deutschen. Eine eigeneStaatsbürgerschaft der DDR erkannte die Bundesrepublik  bis 1990 nicht an, sodass jeder DDR-Flüchtling in der Bundesrepublik gleichberechtigtalsdeutscher Staatsbürger anerkannt war.Der niedergeschlagene Volksaufstand vom17. Juni 1953in der DDR, in dem auchForderungen nach Wiedervereinigung laut wurden und der als Folge in der Bundesrepublik zum alljährlichen Gedenk- und Feiertag erhoben wurde, demTag der Deutschen Einheit, bestärkte Tendenzen zur Abwanderung und Flucht aus der DDR. BisEnde der 1950er-Jahre blieben die Abwanderungsverluste der DDR insbesonderenachWest-Berlinso hoch, dass die sowjetische DDR-GarantiemachtmitChrustschowsBerlin-Ultimatum die zweiteBerlin-Kriseheraufbeschwor. Nachdem im Gegenzug US-PräsidentKennedyals westliche Kernpositionen den Verbleib der Westalliierten in Berlin, ihren freien Zugang dahin und die Wahrung der Freiheitsrechteder Westberliner betont hatte, löste die östliche Seite das massenhafteAbwanderungsproblem ab dem 13. August 1961 durch Grenzabriegelung und durch dieErrichtung vonMauer undTodesstreifen.
Deutsch-deutsche Beziehungen 1961±1989
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Berliner Mauer 1980 Nachdem sich die neue Teilungssituation ± die großen Flüchtlingsströme warenversiegt, dafür kam es immer wieder zuTodesfällen bei Fluchtversuchen über die Berliner Mauer ± als anhaltende Wirklichkeit im allseitigen Bewusstsein niedergeschlagen hatte,ging es im Westen bald zunehmend darum, auf menschliche Erleichterungen undgrenzüberschreitende Begegnungsmöglichkeiten insbesondere zwischen Verwandtenhinzuwirken. Als Impulsgeber fungierte dabei vor allemWilly Brandt, unter dessenVerantwortung als Regierendem Bürgermeister in West-Berlin es ab 1963zuPassierscheinabkommenmit der DDR kam und der im Zeichen des von seinem engenBerater Egon Bahr entwickelten Konzepts Wandel durch Annäherung³alsBundeskanzler jene
neue Ostpolitik 
vorantrieb, die Anfang der 1970er-Jahre nachvertraglichen Regelungen mit der Sowjetunion(Moskauer Vertrag) und der Volksrepublik  Polen(Warschauer Vertrag) zumViermächteabkommen über Berlinund zum Grundlagenvertrag zwischen beiden deutschen Staaten führte.Der DDR-Führung kam es in diesem Prozess vor allem darauf an, nach dem Prinzipder friedlichen Koexistenzdie gleichberechtigte Anerkennung der DDR als eigenständigenStaat auch im Westen durchzusetzen. Hoch verschuldet und für Importe aus dem Westenan notorischer Devisenknappheit leidend, suchte sie aus den innerdeutschen Beziehungen

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