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Government 2.0. Chancen und Herausforderungen

Government 2.0. Chancen und Herausforderungen

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Published by David Röthler
Mit jedem Medienwandel ändert sich die Gesellschaft, die als soziales Konstrukt ohne Kommunikation ihrer Mit-glieder untereinander nicht denkbar ist. Massenkom-munikation über Fernsehen, Radio und Zeitung wird in den letzten Jahren durch partizipative, vernetzende Kommunikation über Facebook, Twitter und Weblogs ergänzt. Dies hat auch Auswirkungen auf die politische Kommunikation, wie die Obama-Kampagne 2008 oder Online-Initiativen von NPOs zeigen.

Während Social Media in der Bottom-Up-Kommunikation von Grass-Roots-Initiativen bereits oft eingesetzt wird, ist es bei Kommunikation öffentlicher Verwaltungen und etablierter politischer Institutionen noch selten anzutreffen. Dabei könnte nicht nur die Be-ziehung zwischen BürgerInnen und Staat dialogischer, sondern Verwaltungshandeln und Politik durch Partizi-pation zu einer höheren Identifikation der BürgerInnen mit den Entscheidungen der gewählten Repräsentan-tInnen bzw. der Verwaltung führen.

Top-Down-Angebote zur Partizipation ergänzen bereits vielerorts die repräsentative Demokratie, wie dies bei-spielsweise die „Bürgerhaushalte“ in zahlreichen deut-schen Kommunen zeigen, in denen die Budgetplanung gemeinsam mit der Bevölkerung erfolgt.

Eine wesentliche Voraussetzung zur Partizipation ist Transparenz. Unter dem Stichwort „Open Data“ haben bereits einige Staaten damit begonnen ein radikales Transparenzgebot zu verfolgen. Öffentliche, nicht per-sonenbezogene Daten, werden dabei in Menschen- und maschinenlesbarer Form der Bevölkerung und Wirt-schaft frei verfügbar gemacht.

Das Web 2.0 kann einerseits Katalysator des kulturellen Wandels hin zu mehr Transparenz, Kollaboration und Partizipation werden, andererseits stellt es die Werkzeuge dazu bereit. Government 2.0 kann einen Beitrag zu weniger Politikverdrossenheit leisten.
Mit jedem Medienwandel ändert sich die Gesellschaft, die als soziales Konstrukt ohne Kommunikation ihrer Mit-glieder untereinander nicht denkbar ist. Massenkom-munikation über Fernsehen, Radio und Zeitung wird in den letzten Jahren durch partizipative, vernetzende Kommunikation über Facebook, Twitter und Weblogs ergänzt. Dies hat auch Auswirkungen auf die politische Kommunikation, wie die Obama-Kampagne 2008 oder Online-Initiativen von NPOs zeigen.

Während Social Media in der Bottom-Up-Kommunikation von Grass-Roots-Initiativen bereits oft eingesetzt wird, ist es bei Kommunikation öffentlicher Verwaltungen und etablierter politischer Institutionen noch selten anzutreffen. Dabei könnte nicht nur die Be-ziehung zwischen BürgerInnen und Staat dialogischer, sondern Verwaltungshandeln und Politik durch Partizi-pation zu einer höheren Identifikation der BürgerInnen mit den Entscheidungen der gewählten Repräsentan-tInnen bzw. der Verwaltung führen.

Top-Down-Angebote zur Partizipation ergänzen bereits vielerorts die repräsentative Demokratie, wie dies bei-spielsweise die „Bürgerhaushalte“ in zahlreichen deut-schen Kommunen zeigen, in denen die Budgetplanung gemeinsam mit der Bevölkerung erfolgt.

Eine wesentliche Voraussetzung zur Partizipation ist Transparenz. Unter dem Stichwort „Open Data“ haben bereits einige Staaten damit begonnen ein radikales Transparenzgebot zu verfolgen. Öffentliche, nicht per-sonenbezogene Daten, werden dabei in Menschen- und maschinenlesbarer Form der Bevölkerung und Wirt-schaft frei verfügbar gemacht.

Das Web 2.0 kann einerseits Katalysator des kulturellen Wandels hin zu mehr Transparenz, Kollaboration und Partizipation werden, andererseits stellt es die Werkzeuge dazu bereit. Government 2.0 kann einen Beitrag zu weniger Politikverdrossenheit leisten.

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Categories:Types, Research, Law
Published by: David Röthler on Nov 23, 2010
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11/23/2010

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Government 2.0
Chancen und Herausforderungen
 
Erstellt von Mag. David RöthlerIn der Reihe
S:Z:D Arbeitspapiere Praxis
der Robert-Jungk-StiftungNovember 2010
SALZBURGER:ZUKUNFTS:DIALOGE
ARBEITSPAPIER
 
Inhaltsverzeichnis
 
Mag. David Röthler: Government 2.0
3
ARBEITSPAPIER
Zusammenfassung
Mit jedem Medienwandel ändert sich die Gesellschaft,die als soziales Konstrukt ohne Kommunikation ihrer Mit-glieder untereinander nicht denkbar ist. Massenkom-munikation über Fernsehen, Radio und Zeitung wird inden letzten Jahren durch partizipative, vernetzendeKommunikation über Facebook, Twitter und Weblogsergänzt. Dies hat auch Auswirkungen auf die politischeKommunikation, wie die Obama-Kampagne 2008 oder Online-Initiativen von NPOs zeigen.Während Social Media in der Bottom-Up-Kommunikation von Grass-Roots-Initiativen bereits ofteingesetzt wird, ist es bei Kommunikation öffentlicher Verwaltungen und etablierter politischer Institutionennoch selten anzutreffen. Dabei könnte nicht nur die Be-ziehung zwischen BürgerInnen und Staat dialogischer,sondern Verwaltungshandeln und Politik durch Partizi-pation zu einer höheren Identifikation der BürgerInnenmit den Entscheidungen der gewählten Repräsentan-tInnen bzw. der Verwaltung führen.Top-Down-Angebote zur Partizipation ergänzen bereitsvielerorts die repräsentative Demokratie, wie dies bei-
spielsweise die „Bürgerhaushalte“ in
zahlreichen deut-schen Kommunen zeigen, in denen die Budgetplanunggemeinsam mit der Bevölkerung erfolgt.Eine wesentliche Voraussetzung zur Partizipation istTransparenz.
Unter dem Stichwort „Open Data“ haben
bereits einige Staaten damit begonnen ein radikalesTransparenzgebot zu verfolgen. Öffentliche, nicht per-sonenbezogene Daten, werden dabei in Menschen-und maschinenlesbarer Form der Bevölkerung und Wirt-schaft frei verfügbar gemacht.Das Web 2.0 kann einerseits Katalysator des kulturellenWandels hin zu mehr Transparenz, Kollaboration undPartizipation werden, andererseits stellt es die Werkzeu-ge dazu bereit. Government 2.0 kann einen Beitrag zuweniger Politikverdrossenheit leisten.

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