Im Einklang mit dem Großen Gebot - Dr. Raymond Holliwell
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„Wie der Mensch in seinem Herzen denkt,so ist er.“Sprüche 23,7
Für die meisten Menschen ist das Leben etwas Rätselhaftes. Es ist ein tiefesund unverständliches Problem oder erscheint zumindest so. Für den, der denSchlüssel besitzt, ist es jedoch sehr einfach. Rätselhaftigkeit ist nur eine andereBezeichnung für Unwissenheit. Solange wir etwas nicht verstehen, ist alles einRätsel, aber sobald wir das Leben verstehen, ist das Rätsel gelöst.Der Mensch ist ein Werdender. Er entwickelt sich ständig weiter und vor ihmliegt ein unendlicher Ozean des Fortschritts, den er nur besegeln kann, indem erdie in ihm befindlichen Mächte weiterentwickelt. Der Fortschritt des Menschenhängt im wesentlichen von seinem vorherrschenden Geisteszustand ab, weil dasBewusstsein im gesamten Leben des Menschen der grundlegende Faktor und diesteuernde Kraft ist. Dem vorherrschenden Geisteszustand sollte deshalb größteAufmerksamkeit gewidmet werden, weil er für die Aktionen und Ausrichtung derKräfte, Fähigkeiten und Mächte eines Menschen verantwortlich ist und letztendlichdie jeweiligen Erfahrungen und das persönliche Schicksal herbeiführt.Der vorherrschende Geisteszustand besteht aus den verschiedenen geistigenEinstellungen, die der Mensch zu den Dingen, Ereignissen und zum Leben imAllgemeinen hat. Wenn seine Ansichten offen sind, wenn er optimistisch ist, wirdauch sein vorherrschender Geisteszustand aufbauend und progressiv beschaffensein. Da beinahe alle Kräfte der Persönlichkeit auf die ein oder andere Weisedurch das Bewusstsein wirken und da die täglichen geistigen und körperlichenHandlungen zu einem großen Teil durch das Bewusstsein gesteuert werden, liegtes auf der Hand, dass der vorherrschende Geisteszustand über die Ausrichtungentscheidet, welche die Mächte des Menschen einnehmen.Falls der vorherrschende Geisteszustand harmonisch, positiv und vorwärtsge-richtet ist, werden alle seine Kräfte in konstruktive Kanäle gelenkt, falls sein Gei-steszustand jedoch disharmonisch und negativ ist, werden fast all seine Kräftein die falsche Richtung gelenkt.Somit ist offensichtlich, dass von all den Faktoren, die das Leben und die Erfah-rungen des Menschen steuern, wohl keiner einen größeren Einfluss hat als der vorherrschende Geisteszustand.Der Geisteszustand ist das Ergebnis von Ideen und diese haben ihren Ursprungin Standpunkten; indem wir richtige und natürliche Standpunkte suchen, könnenwir deshalb für die besten Ideen sorgen und diese werden ihrerseits den vor-herrschenden Geisteszustand herbeiführen.Wir neigen dazu, mehr zu glauben, als nur das, was wir sehen. Manche lassennur das als Fakten gelten, was sie über die Sinnesorgane wahrnehmen können,doch wir erkennen immer mehr, dass das, was wir glauben, darüber entscheidet,was wir sehen. Etwas zu glauben, heißt demnach, es zu sehen.