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Im Einklang mit dem Großen Gebot - Dr. Raymond Holliwell
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„Der Herr schuf die Erde und den Himmelund jede Pflanze auf dem Feld,bevor sie in der Erde warund jedes Kraut auf dem Feld, bevor es wuchs.“Genesis, Kapitel 2, 4 - 5
Die vorrangige Frage lautet heute, ob der Mensch die Fähigkeit, die Vorausset-zungen und die Macht besitzt, um sein Leben selbst zu gestalten.Kann er so sein, wie er sein will oder gleicht er einem Tropfen im großen Ozeandes Lebens?Millionen von Menschen sind von Arbeitslosigkeit, Armut und Not betroffen.Haben sie eine Chance?Wenn wir uns die abertausende der zerbrochenen Ehen ansehen, stellt sich dieFrage, ob solche Brüche wieder geheilt werden können. Millionen klagen überKrankheiten und Störungen der unterschiedlichsten Art.All dies lässt uns glauben, dass wir bloße Opfer der Umstände seien und selbstkeine Kontrolle besäßen. Diese Einstellung macht uns zu Schicksalsgläubigen,statt zu Beherrschern und Lenkern unseres Lebensschiffes.Eine fatalistische Einstellung wirkt ansteckend und wenn sich der Mensch ihrhingibt und sich mit der scheinbaren Tatsache abfindet, dass die ihn umgebendenUmstände stärker als die Macht in ihm seien, ist seine Niederlage bereits besie-gelt, bevor er zum Rennen antritt.In der Menschheitsgeschichte gibt es eine lange Liste von Belegen dafür, dassder Mensch Umstände überwinden und seine Probleme meistern kann. Auch dieEvolution und Anthropologie liefern uns Beweise dafür, dass der Mensch für das,was er ist, selbst verantwortlich ist. Er besitzt die Macht, seine Lebensumständezu steuern und indem er sich dieser Macht bedient, erschafft er neue Umstände,die für seine Weiterentwicklung notwendig sind.Einige Menschen sind sich jedoch nicht sicher, ob wir unsere eigenen Um-stände selbst erschaffen; sie glauben an Vererbung, Karma, Umwelteinflüsseund zahlreiche weitere Fremdeinwirkungen. Ihrer Meinung nach seien dies diewahren Ursachen für Misserfolge. Diese Menschen glauben an die natürlichenBegrenzungen des Lebens; sie leben in der Überzeugung, dass wir so zu bleibenhätten wie wir nun mal sind und sind überzeugt davon, dass das was ist, auch inZukunft so sein werde.Der Wissenschaftler jedoch, der den Mysterien des menschlichen Lebens aufden Grund zu gehen versucht, zeigt uns eine wunderbare Welt der Macht,Möglichkeiten und Verheißungen auf. Ihm verdanken wir die Wahrheit, dass dasBewusstsein die schöpferische Ursache für alles ist, was im menschlichen Lebengeschieht und dass die persönlichen Umstände die Ergebnisses des menschlichen Verhaltens sind. Diese wiederum sind die unmittelbaren Folgen seiner Ideen.
 
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„Wie der Mensch in seinem Herzen denkt,so ist er.“Sprüche 23,7
Für die meisten Menschen ist das Leben etwas Rätselhaftes. Es ist ein tiefesund unverständliches Problem oder erscheint zumindest so. Für den, der denSchlüssel besitzt, ist es jedoch sehr einfach. Rätselhaftigkeit ist nur eine andereBezeichnung für Unwissenheit. Solange wir etwas nicht verstehen, ist alles einRätsel, aber sobald wir das Leben verstehen, ist das Rätsel gelöst.Der Mensch ist ein Werdender. Er entwickelt sich ständig weiter und vor ihmliegt ein unendlicher Ozean des Fortschritts, den er nur besegeln kann, indem erdie in ihm befindlichen Mächte weiterentwickelt. Der Fortschritt des Menschenhängt im wesentlichen von seinem vorherrschenden Geisteszustand ab, weil dasBewusstsein im gesamten Leben des Menschen der grundlegende Faktor und diesteuernde Kraft ist. Dem vorherrschenden Geisteszustand sollte deshalb größteAufmerksamkeit gewidmet werden, weil er für die Aktionen und Ausrichtung derKräfte, Fähigkeiten und Mächte eines Menschen verantwortlich ist und letztendlichdie jeweiligen Erfahrungen und das persönliche Schicksal herbeiführt.Der vorherrschende Geisteszustand besteht aus den verschiedenen geistigenEinstellungen, die der Mensch zu den Dingen, Ereignissen und zum Leben imAllgemeinen hat. Wenn seine Ansichten offen sind, wenn er optimistisch ist, wirdauch sein vorherrschender Geisteszustand aufbauend und progressiv beschaffensein. Da beinahe alle Kräfte der Persönlichkeit auf die ein oder andere Weisedurch das Bewusstsein wirken und da die täglichen geistigen und körperlichenHandlungen zu einem großen Teil durch das Bewusstsein gesteuert werden, liegtes auf der Hand, dass der vorherrschende Geisteszustand über die Ausrichtungentscheidet, welche die Mächte des Menschen einnehmen.Falls der vorherrschende Geisteszustand harmonisch, positiv und vorwärtsge-richtet ist, werden alle seine Kräfte in konstruktive Kanäle gelenkt, falls sein Gei-steszustand jedoch disharmonisch und negativ ist, werden fast all seine Kräftein die falsche Richtung gelenkt.Somit ist offensichtlich, dass von all den Faktoren, die das Leben und die Erfah-rungen des Menschen steuern, wohl keiner einen größeren Einfluss hat als der vorherrschende Geisteszustand.Der Geisteszustand ist das Ergebnis von Ideen und diese haben ihren Ursprungin Standpunkten; indem wir richtige und natürliche Standpunkte suchen, könnenwir deshalb für die besten Ideen sorgen und diese werden ihrerseits den vor-herrschenden Geisteszustand herbeiführen.Wir neigen dazu, mehr zu glauben, als nur das, was wir sehen. Manche lassennur das als Fakten gelten, was sie über die Sinnesorgane wahrnehmen können,doch wir erkennen immer mehr, dass das, was wir glauben, darüber entscheidet,was wir sehen. Etwas zu glauben, heißt demnach, es zu sehen.
 
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„Bittet, so wird euch gegeben,suchet, so werdet ihr finden;klopfet an, so wird euch aufgetan.“Matthäus, Kapitel 7, 7
Der Mensch ist nie zufrieden. Diese Tatsache wird von vielen bedauert, doch Gottsah nicht vor, dass der Mensch ständig zufrieden sei.Das Gesetz seines Seins ist die ständige Weiterentwicklung, ein fortwährendesWachsen und Voranschreiten. Sobald sich ein Gut erfüllt hat, wird der Wunschnach einem noch größeren Gut entstehen und sobald ein höherer Zustand er-reicht ist, wird ihn eine noch größere Vision veranlassen, neue Ufer zu erkunden.Das dem Menschen zugedachte wahre Leben ist somit das sich ständig mehrentfaltende Leben.Das Gesetz des Guten ist universell, denn ist es nicht so, dass wir in der ein oderanderen Form alle das GUTE suchen? Wissenschaft und Logik sagen uns, dassdas Universum mit der Grundsubstanz für jedes vorstellbare Gut gefüllt ist unddass der Mensch einen Anspruch auf eine ständig größer werdende Versorgungmit jedem von ihm gewünschten oder benötigten Gut hat. Wir glauben deshalb,dass es richtig und gut ist, dass sich der Mensch alle seine reinen Wünsche undSehnsüchte erfüllt.Hier ist die Erläuterung des Gesetzes, wie es uns von Jesus gegeben wurde:„Darum sage ich euch:Alles, worum ihr betet und bittet,glaubt nur, dass ihr es schon erhalten habt,dann werdet ihr es bekommen“.Jeder Mensch wendet dieses Gesetz in einer oder mehrer seiner Phasen bewusstoder unbewusst an. Es funktioniert universell und in allen Lebensbereichen. Ein jeder von uns zieht Tag für Tag die am meisten ersehnten und erwarteten Dingein sein Leben; dabei kann es sich um gute oder um schlechte Dinge handeln, dasWirkungsprinzip bleibt jedoch immer dasselbe.Da wir jedoch mehr Gutes und weniger Schlechtes anziehen wollen, ist es not-wendig, dieses Gesetz eingehender zu studieren und besser zu verstehen. Nurso können wir unser Denken unmittelbarer danach ausrichten und aufgrundder bewussten und intelligenten Anwendung seiner Macht größere Segnungenerfahren.Wir hören allenthalten, dass Gott unser Urquell ist, und wenn wir uns dieseAussage näher ansehen und unsere Versorgung zum Urquell zurückverfolgen,können wir nicht anders, als diese Aussage zu bestätigen. Gar mancher hat jedoch das Problem, dass er das Geschöpf - und nicht den Schöpfer - als seine Versorgungsquelle betrachtet. Wir glauben also nicht wirklich, dass Gott unsere Versorgungsquelle ist. Zwar akzeptieren wir diese Aussage theoretisch, jedochmit Vorbehalten.
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