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Durban Odhner: Ein Neukirchlicher Katechismus

Durban Odhner: Ein Neukirchlicher Katechismus

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 Durban Odhner 
Ein Neukirchlicher Katechismus
Vorbemerkung der Schriftleitung: Der Verfasser des nachstehenden Katechis-mus ist Professor für neuere Sprachen am College der "General Church oft he New Jerusalem" in Bryn Athyn, Pennsylvania, USA. Er ist schon in einer Familie von Bekennern der Neuen Kirche aufgewachsen und hat sich intensivdamit befaßt, Kindern und Jugendlichen einen besseren Zugang zu den wichtig-sten Lehren der Neuen Kirche zu verschaffen. Falls unsere Leser auf denfolgenden Ausschnitt positiv reagieren, könnte sich der Swedenborg Verlagveranlaßt sehen, das Ganze als Büchlein herauszugeben.
Einleitung:
Dieses Büchlein wurde aus zwei Gründen geschrieben: einmal um dem wach-senden Bedürfnis nach einem Frage- und Antwort-Buch für junge Menschen inder Neuen Kirche zu entsprechen, zum anderen um denen einen Überblick über die Lehren der Neuen Kirche zu geben, die das erste Mal in Kontakt damitkommen. Das Bestreben des Verfassers zielt darauf ab, einen Eindruck von der Bedeutung dieser Kirche zu geben und zu zeigen, daß es sich bei ihr nichteinfach um eine neue Sekte der bereits allzu zersplitterten christlichen Kirchehandelt, sondern um eine ganz neue Grundlage für das Denken, Glauben undLeben der Menschheit, eine Grundlage, die dem Herzen eines bisher kaumverstandenen Christentums entstammt.Bekanntlich hat sich die Christenheit im allgemeinen immer mehr vom Lebender Kirche zurückgezogen. Der Geist der Verneinung der Göttlichkeit JesuChristi und der Heiligkeit des Wortes Gottes in der Bibel und die Anbetung der menschlichen Vernunft haben ständig zugenommen. Was ist der Grund dafür,daß sich so viele Menschen aus der schützenden Sphäre des überliefertenChristentums zurückziehen? Viele Erklärungen wurden vorgebracht. Unter denAntworten findet sich auch die eines lateinisch schreibenden Gelehrten des 18.Jahrhunderts, Emanuel Swedenborg, die unser aller Aufmerksamkeit verdient.Zu seiner Zeit, also vor mehr als zweihundert Jahren, war seiner Meinung nach"die Vollendung des Zeitalters" — gewöhnlich übersetzt mit "Ende der Welt" — gekommen, wie sie beim Propheten Daniel und vom Herrn selbst bei Matthäusvorausgesagt worden war. Aber dieses Ereignis ging nicht, wie man fälschlichallgemein erwartet, mit der Zerstörung der Welt einher. Diese "Vollendung" war nichts anders als das Ende eines vierzehn Jahrhunderte währenden allmählichen
 
 — 2 — geistigen Absterbeprozesses einer Kirche, die seit dem vierten Jahrhundertzunehmend nur noch äußerlich die Kirche Christi war. Was sich "christlicheKirche" nannte, büßte mehr und mehr das Wesen des Christentums ein: denGeist der Wahrheit. Denn die krönenden Wahrheiten eines genuinen Christen-tums sind: daß Ein Gott ist, der in Einer Person zugleich der Schöpfer, Erlöser und Heiland ist; daß Er seine göttliche Weisheit offenbart, um seine Geschöpfegeistig zu erreichen und zu lehren, daß sie nach dem leiblichen Tode ein höheresLeben erwartet und daß die Stufe, die man dort erreicht, von der Qualität desLebens abhängt, das man hier auf Erden geführt hat. Mit anderen Worten, daßdas irdische Leben der Vorbereitung auf jenes höhere Leben dient. Die Kirche,die sich christlich nannte, hat suchenden Menschen in diesen Dingen keineAufklärung gegeben, die ihr vernünftiges Denken hätte befriedigen können. Siehat im Gegenteil verlangt, daß die Menschen ihre Vernunft in geistigen Dingenunterdrücken. Durch falsche, auf rein sinnlichem Denken beruhende Interpreta-tion, die sich aus dem Verlangen nach Reichtum und Macht ergab, hat dieKirche das Alte und Neue Testament entleert und die Bibel zu einem Buch vonHäresien und unglaubhaften Mythen gemacht — mit dem Ergebnis, daß nunviele die Wahrheit anderswo suchen. Die Kirche hat auf diese Weise ihre Kinder "ohne Trost" gelassen — nicht so der Herr. Er wußte, daß die "Sonne" der Liebezu ihm und der "Mond" des Glaubens an ihn sowie die "Sterne" der Kenntnisseüber ihn und sein Reich in dem Maße vom Himmel schwinden würden, "wie dieLiebe in vielen erkaltet" (Mat.24,29 und 12). Darum versprach er ihnen, daß er selbst wiederkommen werde als der "Geist der Wahrheit" (Joh.14,16-18). Under versprach ihnen ferner, daß er ihnen seine "Herrlichkeit" zu sehen gebenwerde auf den "Wolken des Himmels" einem bisher nicht verstandenen Gleich-nis der Heiligen Schrift.In den Lehren Swedenborgs gibt es Stellen, wo er zeigt, daß durch die der Menschheit zuteil gewordene Offenbarung des geistigen Schriftsinnes eine neueAnkunft Christi bereits stattgefunden hat, die von all denen mit Freude undDank angenommen werden würde, die durch die Liebe zur Wahrheit um der Wahrheit willen erleuchtet sind (z.B. "Kurze Darstellung der Lehre der NK"#71). Durch diese Offenbarung spricht der Herr als die Wahrheit unmittelbar zu jedem Menschen, der nach Wahrheit verlangt und beantwortet unzählige Fragen,die den menschlichen Geist während vieler dunkler Zeiten beschäftigt haben.Ich habe versucht, auf der Grundlage der neukirchlichen Lehren Antwort auf eine Reihe von Fragen zu geben, die zu den wichtigsten gehören und hoffe, daßmanche Leser sich dadurch veranlaßt sehen werden, selber die Schriften Swe-denborgs auf dieses neue Licht hin zu durchforschen. Vielleicht werden sie dannzu jener wachsenden Schar von Menschen stoßen, die das Gefühl haben, daßGottes Wort erst vollständig ist, wenn dieses neueste Zeugnis darin eingeschlos-sen wird und die dann vielleicht das tiefere Geheimnis der merkwürdigenTatsache verstehen, weshalb die Inschrift über dem Kreuz in drei Sprachengeschrieben war: Hebräisch, Griechisch und Lateinisch. Eine solche Trinität der Offenbarung konnte sehr wohl erwartet werden, nicht allein aufgrund vieler 
 
 — 3 —  prophetischer Äußerungen hinsichtlich eines zweiten Kommens und einesKommens des Heiligen Geistes, sondern auch aufgrund einer darin zum Aus-druck kommenden göttlichen Trinität. Zuerst erscheint uns Gott im AltenTestament als der Schöpfer, der uns sein Kommen als Erlöser verheißt, dannerscheint er uns im Neuen Testament als der Erlöser und verheißt uns seineWiederkunft als der Geist der Wahrheit, oder als der, der uns wiedergebiert:"Ich habe euch noch vieles zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wennaber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, so wird er euch in alleWahrheit leiten"
(Joh.16,12 f.).
 "Ich will euch nicht als Waisen zurücklassen; ich komme zu euch"
(Joh.14,18).
 "Solches habe ich zu euch in Gleichnissen geredet. Es kommt aber die Stunde,da ich nicht mehr in Gleichnissen zu euch reden, sondern euch frei heraus vonmeinem Vater verkündigen werde"
(Joh.16,25).
 "Dann werden alle Stämme der Erde wehklagen und des Menschen Sohn mitKraft und großer Herrlichkeit auf den Wolken des Himmels kommen sehen"
(Mat.24,30).
 "Ja, komm, Herr Jesus"
(Offb.22,20)
 Könnte es nicht sein, daß die auf den Seiten dieser lateinischen Schriften beschriebenen Lehren sich als geeignet erweisen werden, den modernen Men-schen in religiöser Hinsicht intellektuell und wissenschaftlich anzusprechen undzufriedenzustellen? Sollte das der Fall sein, würde er ins Paradies zurückgeführtwerden, aber nun nicht in ein infantiles, einfaches Leben wie es die erstenMenschen im Garten Eden führten, sondern in ein durch Prüfung und Versu-chung gegangenes — in jenes gereifte Leben der Heiligen Stadt. Das Gold vonHavilah, das gut ist, wird gebraucht, um dort die Straßen zu pflastern, und dieGärten werden sorgfältig geplant sein, doch der Baum des Lebens wird nochimmer in der Mitte stehen; denn Jehovah Gott, der Schöpfer des unschuldigenAdamiten ist auch der Schöpfer, Erlöser und Heiland und der Quell all unseresWissens. Er ist die Weisheit und Wissenschaft, ebenso wie die Liebe und dasLeben selbst. Und könnte man anders den Pfad der göttlichen Führung beschrei-ten als indem man jeden Lichtstrahl erkennt und beherzigt, der vom Ursprung zuuns kommt: dem Licht der Welt?
 John Durban Odhner 
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