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Fischer Weltgeschichte, Bd.8, Das Römische Reich und seine Nachbarn

Fischer Weltgeschichte, Bd.8, Das Römische Reich und seine Nachbarn

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Römische Reich ,Nachbarn
Römische Reich ,Nachbarn

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09/07/2013

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Fischer Weltgeschichte
 
Band 8
 
Die Mittelmeerwelt im Altertum IVDas Römische Reichund seine Nachbarn
 
Herausgegeben vonFergus Millar
 
Dieser Band ist der letzte von vier Bänden über die Mittelmeerwelt im Altertum imRahmen der 
Fischer Weltgeschichte.
Er schildert die Geschichte des römischenKaiserreiches und seiner Nachbarn vom Tod des Augustus bis zum RegierungsantrittDiokletians. Der Herausgeber, Dr. Fergus Millar (Universität Oxford), stellt inchronologischer Reihenfolge die Entwicklung des Imperium Romanum in den ersten drei Jahrhunderten unserer Zeitrechnung dar. Neben knappen, aber lehrreichen Hinweisenauf das Leben und politische Handeln der einzelnen Imperatoren stehen ausführliche Analysen der Verfassungsorgane des Reiches, seiner sozialen und wirtschaftlichenStruktur und der religiösen Strömungen, von denen das Christentum für die Zukunftdes römischen Staates die entscheidendste werden sollte. Der Herausgeber analysiert dieKontakte der Reichsbevölkerung mit den Staatsorganen und dem Kaiser und beschreibtdie Entwicklung der Armee und der Grenzen. Ein großer Teil des Bandes ist der Darstellung der sozialen und kulturellen Entfaltung der verschiedenen Reichsgebiete auf der Grundlage literarischer Zeugnisse und archäologischer Quellen gewidmet. BesondereKapitel schildern die Nachbarvölker, mit denen Rom in dieser Epoche seiner Geschichtein geistige und militärische Konflikte verwickelt war. Prof. Richard N. Frye (HarvardUniversity) ist der Autor des Abschnittes über Iran. Tamara Talbot Rice (Edinburgh)verfaßte den Beitrag über die Skythen und Sarmaten. Prof. D. Berciu (UniversitätBukarest) ist für das Kapitel über die Daker verantwortlich. Prof. Georg Kossack(Universität Kiel) schrieb die Geschichte der Germanen. - Der Band ist in sichabgeschlossen und mit Abbildungen, Kartenskizzen und einem Literaturverzeichnisausgestattet. Ein Personen- und Sachregister erleichtert dem Leser die rascheOrientierung.
 
Der Herausgeber
 
Fergus Millar,
 
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geb. 1935 in Edinburgh, war von 1958–1964 Fellow of All Souls College inOxford, wo er 1962 zum Ph. D. promovierte; 1964 Fellow of The Queen’s Collegein Oxford, 1976 Professor für Ancient History am University College derUniversity of London; seit 1999 lehrt er am Brasenose College in Oxford.Zahlreiche Veröffentlichungen, u.a. ›A Study of Cassius Dio‹ (1964).
Mitarbeiter dieses Bandes
 
Prof. Dr. D. Berciu
(Universität Bukarest): Kapitel 15
Prof. Richard N. Frye
(Harvard University): Kapitel 14
Prof. Dr. Georg Kossack
(Universität Kiel): Kapitel 17
Dr. Fergus Millar 
(Universität Oxford): Kapitel 1–13
Tamara Talbot Rice
(Edinburgh): Kapitel 16
 Jürgen Ackermann
(Rotenburg/Fulda) übersetzte die Kapitel 1–13 und 16 aus demEnglischen.
Christoph Schneider 
(Köln) übersetzte Kapitel 15 aus dem Französischen.
Gudrun Steigerwald
(Heidelberg) übersetzte Kapitel 14 aus dem Amerikanischen.
1. Einleitung 
 Die römische Geschichte beginnt in Rom und endet in Konstantinopel. Mit diesereinfachen Feststellung werden die Grenzen der Periode abgesteckt, von derdieses Buch handelt: vom Tod des Augustus, des ersten Kaisers, im Jahr 14 n.Chr. bis zur Thronbesteigung Diokletians im Jahr 284. Die Institutionen desStadtstaates Rom waren zugleich Rahmen und Grundlage für die Festlegung dergesetzlichen Macht, mit der sich Augustus, der Sieger im Bürgerkrieg zwischenden Mitgliedern der herrschenden römischen Klasse, in seiner Stellung alsMonarch ausstattete. Im Jahr 14 n. Chr. residierte der Kaiser in Rom und regiertedas Reich in weitgehend formaler, zum Teil aber noch echter Zusammenarbeitmit dem Senat. Die Männer, die die Provinzen verwalteten und die Armeenbefehligten, kamen aus Rom und kehrten dorthin zurück. In Rom verbrachten sieals Mitglieder des Senats den größten Teil ihres Lebens. Das römischeBürgerrecht, das in ganz Italien galt, besaßen in den Provinzen noch wenige. Im Jahr 284 jedoch war die überwiegende Mehrheit der Reichsbevölkerung imBesitz des Bürgerrechtes. Der inzwischen stark angeschwollene
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Verwaltungsapparat bestand weitgehend aus Männern, die keinerlei Bindungenan die Stadt Rom hatten. Rom wurde, obwohl einigen Provinzen – nicht mehrden Legionen – immer noch römische Senatoren vorstanden, allmählich und im4. Jahrhundert endgültig zu einer privilegierten Stadt zweiten Ranges, die dieKaiser, die im übrigen anderswo regierten, bei seltenen festlichen Anlässenbesuchten. Diokletian machte Nikomedeia in Bithynien (im Nordwesten derheutigen Türkei) zu seiner Hauptstadt, weil es recht zentral zwischen den beidenwichtigsten Grenzen des Reiches, der Donau und dem Euphrat, lag. Von da wares nur noch ein kleiner Schritt bis zur Gründung des Neuen Rom durchKonstantin im Jahr 330, nämlich der Stadt Konstantinopel, die nicht weit vonNikomedeia entfernt jenseits der Meerenge lag.Vereinheitlichung ist das Hauptthema dieser Periode, Vereinheitlichung aufpolitischem, sozialem, kulturellem und religiösem Gebiet. Anfangs wurden dieProvinzen, großräumige, aus Eroberungen hervorgegangene und alsVerwaltungseinheiten organisierte Gebiete, von Statthaltern beherrscht, die fastimmer aus Senatorenfamilien stammten, aus Rom kamen, eine kleine Gruppevon Helfern mitbrachten und, wenn auch nicht überall, durch die Anwesenheitrömischer Legionen unterstützt wurden. Die Provinzen glichen in ihrem innerenAufbau Mosaiken aus weitgehend sich selbst regierenden Städten, Stämmenoder Gemeinden, die Rom Steuern zahlten und periodisch vom Statthalterbesucht wurden, der in wichtigeren Fällen Recht sprach. EineVerwaltungshierarchie gab es nicht. Der Statthalter kam mit seinemMitarbeiterstab aus Rom und kehrte nach einem oder mehreren Jahren dorthinzurück. Die einheimischen Beamten in den Provinzen besaßen lediglich imlokalen Bereich Einfluß und hatten zunächst fast keine Möglichkeit, in dierömische Verwaltung aufzusteigen. In einigen, keineswegs in allen Provinzengab es Verbände, die alle oder fast alle Gemeinden umfaßten. Einige von ihnen,z.B. in Griechenland, besaßen als Erbteil ihrer Geschichte politischeRestfunktionen, andere verdankten ihr Bestehen hauptsächlich demgemeinschaftlichen Kult der Roma und des Kaisers. In der Folgezeit gewannensie jedoch nach und nach wichtige politische Funktionen hinzu – eineEntwicklung, die im 4. Jahrhundert ihren Höhepunkt erreichte.Eine Reihe von Einflüssen trug bald zur Beseitigung dieser Trennungzwischen römischen und örtlichen Elementen im Staat bei. Besonders in denwestlichen Provinzen und dort wiederum vor allem in Afrika, Südgallien undSpanien gab es viele Gemeinden mit römischen oder wenigstens italischenSiedlern oder Kolonisten. Aber sogar bei der einheimischen Bevölkerung gingder Prozeß der Romanisierung – der Angleichung an die Italiker in Sprache,Kleidung, Einrichtungen und, was am wichtigsten war, in der Verstädterung –schon schnell voran. Die östlichen Provinzen waren von einem Netz griechischerStädte überzogen, die, wenn sie nicht schon bestanden, im Gefolge derEroberungen Alexanders des Großen vor dreieinhalb Jahrhunderten gegründetworden waren. Diese Städte wurden im allgemeinen von einer oft reichen und
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