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Leben Und Feuer in Der Natur

Leben Und Feuer in Der Natur

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12/18/2010

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Leben-Feuer
Für das Feuer sollten man möglichst nur trockenes Holz verwenden, notfalls die feuchteRinde vorher entfernen. Holz, das auf der Erde liegt scheidet im allgemeinen aus. Es ist feuchtund brennt allenfalls, wenn schon viel Glut vorhanden ist. Tote, trockene Äste, bezieht manam besten vom umgestürzten oder lebenden Baum. Selbst bei Regen sind diese Ästeverwendbar, weil sie ihren trockenen Kern behalten und nach einem Regen im Wind soforttrocknen.Weichhölzer (Nadelhölzer) brennen leicht und schnell, entwickeln für kurze Zeitkräftige Hitze, verursachen aber Rauch und Funken stark und ergeben wenig Glut.Harthölzer (bestimmte Laubhölzer) sind generell weniger leicht entflammbar, brennenlangsamer mit länger anhaltender, kräftiger Hitzeentwicklung, weniger Rauch und Funkenund ergeben eine stärkere und anhaltendere GlutHeizwert 100 entspricht guter Glut bei lebhafter Flamme. Die einzelnen Holzarten weisenausgehend von diesem Index, folgende Heizwerte auf :Holz, Heizwert, EigenschaftHagebutte, 100, gute Glut lebhafte FlammeEiche, 99, brennt langsam ausgezeichnete GlutEsche, 92, brennt langsam gute GlutAhorn, 91, gute FlammeBirke, 89, brennt schnell wärmt gut helle FlammeUlme, 84, brennt langsam gibt aber viel WärmeBuche, 80, gutes Brennholz gute Glut helle FlammeWeide, 71, helle und rasche Flamme lässt sich leicht entzündenTanne, 70, lebhafte Flamme wärmt schnell verbrennt raschErle, 67, brennt schnell - gibt viel Wärme verbrennt raschKiefer, 67, lebhafte Flamme - gibt viel Wärme verbrennt raschFichte und Lärche, 66, brennt leicht an doch ohne GlutKastanie, 20, schlechtes Brennholz, wenig Wärme, gefährliche FunkenJe feiner das Holz gespalten, desto schneller und besser brennt es und weniger Rauch entstehtHat man kein Papier oder sonstigen brauchbaren Zunder zum anzünden, können auch feinsteHolzspänchen geschabtFeuer immer von der Windseite her anzündenGutes Brennholz liefern: Ahorn, Birke, Eiche, Esche, Hainbuche, Rotbuche, Stechpalme undWeissdornDünne, trockene Fichten-, Kiefern- und Lärchenzweige eignen sich als AnbrennmaterialZunder kann aus Laub, trockenem Gras, Pflanzenfasern, Holzspänen, Distelsamen,Rohrkolbensamen, Flechten, Moose, kleine Vogelfedern, Flaum, Birkenrinde, verdorrterMilchsaft in Pflanzenstengeln, Wollfäden, Samen (Löwenzahn, Pappel oder Distel) oderHaaren bestehen. Der beste Zunder ist Birkenrinde, von dem ein Vorrat immer hilfreich ist.Birkenrinde besitzt kleine, hauchdünne Fetzen, die sofort Feuer fangen - auch bei frischer
 
Rinde - und enthält harzig-ölige Stoffe, die auch dann noch ausgesprochen feurig brennen,wenn die Rinde nass geworden ist oder ein heftiger Wind pfeiftEine leichte Methode ohne Streichhölzer Feuer zu machen ist das FeuerbohrenJeder der es schafft, ein Feuer ohne konventionelle Hilfsmittel zu entzünden, wird einbesonderes Gefühl erfahren. Diese schöne Emotion kann in Worten nicht ausgedrückt werden,es kann nur selbst erfahren werdenBrenngläser sind ein wichtiges Hilfsmittel, wenn man ein Feuer ohne Streichhölzer entfachenwill: Sonnenstrahlen bündeln und auf einen möglichst kleinen Fleck konzentrieren. Wichtigist dabei leicht brennbares Material. Auch die Objektive von Fotoapparaten und Ferngläsernoder die Parabolspiegel einer Taschenlampe, eines Rad- oder Autoscheinwerfers oder auchdie Linsen von der Brille eignen sich zum Bündeln von Sonnenstrahlen. Diese teilweise nurgering gewölbten Linsen lassen sich in ihrer Wirkung verstärken, wenn man zwei mit derWölbung nach aussen zusammensetzt, nachdem man sie vorher noch mit Wasser gefüllt undzusammengeklebt hat. Der Zunder muss dann am "optischen Brennpunkt" liegen. Eskimosschleifen sogar Eislinsen durch partielles Antauen unter dem reibenden Druck ihrer Händeund erlangen so durch die Linsen ihr FeuerAuch mit dem Feuerstein, den man gegen einen schwefelhaltige Stein (Markasit oder Pyrit)nicht zu stark von oben im schrägen Winkel schlägt und dadurch die absprühenden Funken inden Zunder fällt, kann man Feuer machen. Andere Steinkombinationen erzeugen auchFunken, doch nicht so lang glühende wie bei der bewährten VarianteStreichhölzer wasserfest zu machen ist leicht, einfach in flüssigen Wachs tauchenMan kann auch Feuer transportieren, indem man ein langes Stück Rinde im Innenraum mitZunder füllt, zusammenrollt und zusammenbindet. Nun entsteht ein Schwefelbrand, wennman Glutstücke einfügt und hält man nun die Rolle Richtung Windrichtung bleibt der Brandeinige Zeit gut erhaltenWeiter kann man Feuer transportieren mit einem dicken Naturseil als glimmende Lunte.Brennt es zu schnell ab, einfach nass machen. Oder man packt Glut in eine durchlöcherteDose mit einem Tragegriff aus Draht. Es kommt nun darauf an, die Glut gerade noch zuerhalten und daher mit Asche zu zudecken. Von Zeit zu Zeit sollte man dann die Ascheentfernen und durch heftiges Schenken die Glut anheizen. Statt der Dose kann man auch Glutin einem dich mit grünen Blättern ausgelegte Korb aus frischen Ästen tragen. Eine andereeinfache Möglichkeit ist das mitnehmen eines dicken glühenden Ast aus dem letzten Feuerder durch das Gehen am Glimmen erhalten wirdJe nach Lage (Nahrungsaufnahme, Windschutz, ...) ist zu entscheiden welche Feuerformgewählt wird (Grubenfeuer, Reflektorfeuer, ...)Will man die Glut über Nacht erhalten, dann sorgt man für ein dickes Glutbett und deckt esmit kräftigen (evtl. halbierten) Klötzen aus feuchtem oder grünem Holz ab. Sie halten die Glutdie ganze Nacht hindurch, selbst wenn es etwas regnetMit Asche oder Moos kann man auch Glut überdecken und somit gut bewahren.

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