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Open Educational Resources als Lifelong-Learning-Strategie

Open Educational Resources als Lifelong-Learning-Strategie

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Beitrag zum Buch "The Lifelong Learning University" (2011) - Das Buch findet man hier: http://www.waxmann.com/buch2417
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05/25/2011

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Vorabversion: Original erschienen in The Lifelong Learning University, Tomaschek, N., Gornik, E., (Hrsg.),Waxmann, 2011, S. 53-60
Open Educational Resources als Lifelong Learning -Strategieam Beispiel der TU Graz
Martin Ebner
 Abteilung Vernetztes LernenZentraler InformatikdienstTU Grazmartin.ebner@tugraz.at 
Christine Stöckler-Penz
LifeLongLearningTU Grazstoeckler-penz@tugraz.at 
Kurzfassung
Der Zugang zu offenen Bildungsressourcen – Open Educational Resources (OER) – wird in der heutigen Zeitviel diskutiert, angestrebt und auch eingefordert. Dieser Beitrag widmet sich dem Thema aus Sicht einer Universität und unter dem Gesichtspunkt der für sie geltenden spezifischen Rahmenbedingungen. Auf Basiseines Modells wird gezeigt, welche Maßnahmen an der Technischen Universität Graz getroffen werden undwelche Ziele dahinter stehen. Eine kurze Darstellung bereits durchgeführter Aktivitäten rundet den Beitrag ab.
1. Einleitung
 Imagine a world in which every single personis given free access to the sum of all human knowledge. That’s what we’re doing.
Terry Foote, Wikipedia
Mit dem Beginn des World Wide Webs kurz vor der Jahrtausendwende und der damitverbundenen Einführung eines globalen Netzwerks wird der Austausch von Informationenüber Grenzen hinweg als die Errungenschaft schlechthin gesehen. Auch die neuestenEntwicklungen aus dem Bereich Web 2.0 (O’Reilly, 2006) verstärken diesen Gedanken imSinne des
Mit-mach Webs,
indem die Benutzer selbst Inhalte erstellen, diskutieren undtauschen. Gerade Bildungsinstitutionen stehen vor der Frage, wie sie diese neuenMöglichkeiten nutzen können und welche Strategie dabei verfolgt werden sollte. Besondersinteressant erscheint in diesem Zusammenhang die Debatte um Open Educational Resources(OER) in Bezug auf den öffentlichen Bildungsauftrag, den eine Universität zu leisten hat. Isteine traditionelle Bildungseinrichtung aufgefordert, sich einer solchen Initiativeanzuschließen und wenn ja, mit welchem Fokus und Ziel sollte sie diese verfolgen? Wieerfolgt eine Finanzierung auf Basis welcher rechtlichen Grundlagen? Wer sind dieZielgruppen und was ist deren Interesse? Das Thema trägt eine sehr große Komplexität in sichund bedarf daher trotz des einfachen und moralisch-ethischen Grundgedankens genauerer Betrachtung.In diesem Beitrag wollen wir eine Kurzeinführung über die Definition und Umsetzung vonOER geben und weiters begründen, warum OER Teil einer universitären Lifelong LearningStrategie ist. Anschließend stellen wir am Beispiel der TU Graz vor, in welcher Weise undauf Basis welchen Modells eine Universität offene Inhalte zur Verfügung stellen kann.
 
Vorabversion: Original erschienen in The Lifelong Learning University, Tomaschek, N., Gornik, E., (Hrsg.),Waxmann, 2011, S. 53-60
2. Open Educational Resources
Das
Massachusetts Institute of Technology
1
(MIT) entschloss sich 2001 zu einer OpenCourseWare (OCW) Initiative und wurde damit zum Vorreiter jener Bildungseinrichtungen, welche sich einem offenen Zugang zu Bildungsmaterialienverschreiben. Gezählte 1900 Kurse von anfänglich 50 werden heute über die Webseiteangeboten (Lerman, Miyagawa & Margulies, 2008) und können damit weltweit abgerufenwerden
2
.Kurz darauf definierte das UNESCO International Institute for Educational Planning
3
(IIEP)2002 den Begriff Open Educational Resources als (d’Antoni, 2006) „wish to develop together a universal educational resource available for the whole of humanity, to be reffered tohenceforth as Open Educational Resources. Following the example of the World Heritage of Humanity, preserved by UNESCO, they hope that this open resource for the future mobilizesthe whole of the worldwide community of educators“.Dementsprechend inkludiert der Begriff folgende Komponenten (Johnstone, 2005; Hylén,2006):„By 2004 OER was defined [Johnstone, 2005] to include:
 
Learning resources – courseware, content modules, learning objects, learner-supportand assessment tools, online learning communities
 
Resources to support teachers – tools for teachers and support materials to enable tocreate, adapt and use OER, as well as training materials for teachers and other teaching tools
 
Resources to assure the quality of education and educational practices.“Dies bedeutet, dass neben Open Course Content, Open Source Development Tools und OpenStandards auch Licensing Tools (Lizenz Modelle) mit eingeschlossen werden müssen, wobeinoch nicht geklärt ist, wie der Terminus
open
zu verstehen ist. Downes (2007) weist darauf hin, dass frei zugängliche Inhalte nicht nur ausschließlich im Sinne von kostenlos in der Verwendung zu sehen seien, sondern schließt sich der Auflistung von Foote (2005) an:„There are four Freedoms:
 
Freedom to copy
 
Freedom to modify
 
Freedom to redistribute
 
Freedom to redistribute modified versions.“Ist nun der Inhalt tatsächlich frei verfügbar, zugänglich und verwertbar, muss wieBaumgartner (2007) richtig aufzeigt, der Fokus auf die Qualität des Unterrichts, diedidaktische Aufbereitung, deren Umgebungsbedingungen und letztlich auch auf die Expertisedes Lehrenden gerichtet werden.Wenn nun eine Universität sich nicht primär der 
distance education
verschrieben hat(Caswell, Henson, Jensen & Wiley, 2008) und damit nicht ein unmittelbarer Nutzen aus einer OER Initiative ersichtlich wird, bleibt die Frage offen, mit welchem Ziel und warum sich einetraditionelle Bildungseinrichtung an OER beteiligen sollte.
3. Organisatorische Überlegungen zur Implementierung von OER
Um eine nachhaltige Verankerung von OER Initiativen zu erreichen, schlagen Zauchner &Baumgarnter (2007) neben einer Ziel- und Zielgruppendefinition, einem zugehörigenGeschäftsmodell und technischen Voraussetzungen vor allem die didaktische Integration vor.
1
 
http://web.mit.edu/(letzter Abruf April 2010
)
2
 
http://ocw.mit.edu(letzter Abruf April 2010)
 
3
 
http://www.iiep.unesco.org(letzter Abruf April 2010)
 
 
Vorabversion: Original erschienen in The Lifelong Learning University, Tomaschek, N., Gornik, E., (Hrsg.),Waxmann, 2011, S. 53-60Abb. 1 Strategische Implementation von OER an Universitäten (Schaffert, 2010)
Schaffert (2010) verweist auf die strategische Implementierung eines Modelles (Abb. 1),welches sich im Wesentlichen auf 4 Felder stützt:
 
OER kann dazu verwendet werden, um den Zugriff zu Materialien und Informationeninnerhalb der Universität zu ermöglichen sowie zur Qualitätssicherung.
 
OER kann dazu verwendet werden, um im Sinne von Marketing neue Zielgruppen zuerschließen und um die Universität als Bildungsinstitution für neue Studierendeinteressant zu machen.
 
OER kann dazu verwendet werden, um im Sinne von
open learning,
wie auch vonZauchner & Baumgartner (2007) gefordert, neue innovative Lehr- und Lernformeneinzuführen.
 
OER kann abschließend dazu verwendet werden, um im Sinne von
open innovation
 neue Wege zu gehen und sich neue Zielgruppen (z.B. Studierende anderer Institutionen) zu erschließen.
 
Die nachfolgenden Kapitel sollen zeigen, welche strategische Zielsetzung die TU Graz imSinne dieses Modells verfolgt und welche Erfahrungen bereits gemacht wurden.
4. LifeLongLearning und OER
Auf dem Weg zur Wissensgesellschaft gibt es auch klare Statements der Europäischen Union:nämlich einerseits die Akademikerquote zu erhöhen, andererseits auch Bildungaußeruniversitär möglich zu machen (Europäische Kommission, 2009). Hierzu werdenverstärkt Programme rund um Lifelong Learning angeboten und als klareEntwicklungsstrategie erwähnt. Es wird dezidiert davon gesprochen, dass als eines der wichtigsten Ziele im Zuge der Modernisierung von europäischen Universitäten das Angebotder Inhalte auf andere Zielgruppen zu erweitern sei (Europäische Kommission, 2006).Basierend auf diesen Überlegungen unterstreichen auch Mulder und Vincent (Vincent undMulder, 2006) die Relevanz von OER für Lifelong Learning, besonders im Hinblick auf dieErweiterung und Steigerung der Beteiligung an Bildungsangeboten.Einerseits erfolgt die Umsetzung mittels groß angelegter Strategien durch die OpenUniversities am Beispiel von „Open Learn“ der UK Open University (UKOU)
4
oder „OpenER“ der Open Universiteit Nederland (OUNL)
5
, andererseits soll durch eine Stärkungdes Lifelong Learning Angebotes der traditionellen Universitäten das Angebot von OER erhöht werden.
4
 
http://www.open.ac.uk/(letzter Abruf April 2010)
 
5
 
http://www.ou.nl/(letzter Abruf April 2010)
 

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