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Aufstieg durch Bildung

Aufstieg durch Bildung

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01/17/2011

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 Aufstieg durch Bildung heißt die vieldiskutierte, gelobte und kritisierteQualifizierungsinitiative der Bundesregierung. Aus sämtlichen Statistiken ist ersichtlich, dassder Grad der Bildung den Zugang zu "guter Arbeit" reguliert. Posten mit einem erträglichen
 
 Arbeitspensum, einem vertretbaren Mobilitäts- und Flexibilitätszwang und einer dafürangemessenen Bezahlung werden gerade in Krisensituationen zum raren Gut und sind hartumkämpft. Ganz nach dem darwinistischen Modell des "survival of the fittest" werden eben jene Jobs, die keinen Abstieg in prekäre Beschäftigungsverhältnisse oder gesundheits- bedrohende Anstellungen bedeuten, vergeben. Daraus lässt sich folgern, dass der Einstieg unddas Vorwärtskommen in Karriere und Beruf und das Einbinden der Tätigkeit in einzufriedenstellendes Lebensmodell nur durch Lernanstrengungen zu bewältigen ist. Dabeidürfen diese aber nicht, wie durch den inzwischen überholten Sinnspruch: "Was Hänschennicht lernt, lernt Hans nimmer mehr!" temporär begrenzt, also in den ersten Lebensphasen
 
 bis zum Abschluss der Lehre oder der universitären Ausbildung erfolgen, sondernLernbereitschaft muss kontinuierlich stattfinden und zum ständigen Begleiter desLebensweges avancieren.Um zu verhindern, dass Lernen nicht als projekt- oder zielbezogene Kurzfristigkeit, sondernals Kontinuität begriffen und angenommen wird, müssen die Einrichtungen, in denen jungeMenschen mit dem Lernen als Aufgabe konfrontiert werden, dafür Sorge tragen, dass die Lustam Lernen nicht versiegt, sondern im Gegenteil wächst und vom Schüler ins Repertoire derinternalisierten Eigenschaften übernommen wird.Dass dieses Ideal in unserer Gesellschaft noch in weiter Ferne liegt, dürfte jedem Pädagogenschlüssig sein. Jedoch sollte man den Anspruch nicht verlieren, dieses Ideal zu erreichen odersich ihm anzunähern.In der PISA-Studie 2000 wurde untersucht, wie die systemische Umgebung dazu geeignet ist,den Schülern "Lernkompetenzen und Grundeinstellungen"
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zu vermitteln, die dazu befähigen,lebensbegleitend zu lernen und welche Kompetenzen und Einstellungen überhaupt vermittelt werden müssen, damit dieses Ziel erreicht werden kann. Nach Jürgen Baumert ist dieFähigkeit, selbst gesteuert seine Lernprozesse und Strategien zu bestimmen, bei Schülernnoch nicht ausreichend entwickelt. Baumert sieht darin einen Hinweis darauf, dass die Aspekte des selbstgesteuerten Lernens in der schulischen Lernumgebung noch nichtausreichend gefördert und honoriert werden. Da diese Fähigkeit im universitären Umfeld ineinen starken Zusammenhang zum Leistungserfolg steht
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, könnte man die These vertreten,dass die schulische Lernumgebung nur im begrenzten Maße dazu taugt, selbstgesteuertesLernen zu fördern. Gründe dafür könnte die mangelnde Autonomie des Individuums beim Wählen von Lernstrategien und Inhalten in der Umgebung der Bildungsanstalt sein. Es fälltauf, dass die extrinsischen Verstärker der Motivation gerade in dieser Lernumgebung inkurzfristigen temporären Intervallen auf das Lernindividuum einwirken und damitHandlungsautonomie nur selten erlebt werden kann. Schüler und Schülerinnen sehen sich
 
mit der oft kritisierten Notengebung konfrontiert, mit Lob und Tadel durch Eltern und Lehrerund mit der Furcht oder der Erwartung einer bestimmten Note, eines Durchschnittes oderBildungsabschlusses. Belohnungen und Zwänge begleiten die Laufbahn des Schülers und derSchülerin von Beginn an und gerade die als unangenehm empfundenen Zwänge steigern sich bei den meisten Schülern und Schülerinnen bis zum Ende der schulischen Laufbahn enorm.
 
Für das selbstgesteuerte Lernen, welches für das lebensbegleitende Lernen zentral ist, ist aber von Bedeutung, dass eine stetige Motivation besteht, sich neuen Lernaufgaben zu stellen. Zumselben Ergebnis kam auch die eingangs zitierte PISA-Studie
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.Dass nach dem Verlassen der schulischen Laufbahn die äußeren Verstärker ganz wegfallen,kann natürlich nicht behauptet werden. Aber der ausgeübte Druck ist vielleicht nicht mehr sounmittelbar und die zu erwartenden Belohnungen folgen nicht mehr direkt auf die
 
 Anstrengung, sondern haben meistens einen weiteren zeitlichen Abstand zum Geleisteten. Aus diesem Grunde wäre es wünschenswert, wenn die Motivation zu Lernen, sich mitBildungsinhalten auseinanderzusetzen und kontinuierlich nach neuen relevanten Inhalten zuforschen, bereits im Laufe der Adoleszens erworben wurde. Wie diese Motivation in die Schüler implementiert werden kann ist nun die zu beantwortendeFrage.Ein Ansatz des Lehrens sollte der problemorientierte Unterricht sein. Das Bewusstsein desLerners, selbstständig und durch eigene Leistungen und Lernanstrengungen Probleme deseigenen Umfelds lösen zu können ist eine befriedigende Erfahrung für die Schüler undmotiviert sie, Problemsituationen durch erneute Lernanstrengungen zu überwinden.Dabei sind zwei Dinge von essentieller Bedeutung. Erstens ist es wichtig, dass , wie es HilbertMeyer schon beschrieb, Interesse an der zu bearbeitenden Aufgabe entwickeln können undauch das Produkt ihrer Arbeit sinnstiftend ist.

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