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Rom-Kurier 175

Rom-Kurier 175

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01/29/2011

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10.Die Sakramente imbesonderen: Die Taufe
Derneue Katechismus (KKkK)lehrt im Artikel 256:
„Der Ritusdieses Sakramentes der Taufe bestehtim wesentlichen darin, den Anwärter ins Wasser zu tauchen oder ihmWasser über den Kopf zu gießen,währenddessen der Taufende den Namen des Vaters, des Sohnes unddesHeiligen Geistes anruft“.
EINWAND
Doch der große Katechismus deshl. Papstes Pius X. sagt in Nummer 554 folgendes:
„Die Form der Taufe sind die Worte:
«Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnesund des Heiligen Geistes»“ 
Demnachgenügt es nicht, den Namen desVaters, des Sohnes und des Hl.Geistes anzurufen, sondern der Taufende muß ausdrücklich die Worte benutzen: „Ich taufe dich im …“anderenfalls ist die Taufe nicht gültig.Diese Ungenauigkeit des neuenKatechismus wiegt schwer.
11. Die Sakramente im be-sonderen: Die Eucharistie
Derneue Katechismus (KKkK)behauptet im Artikel 277:
„(DieFeier der Eucharistie) verläuft in zweigroßen, doch nur eine Kulthandlung bildenden Momenten, nämlich in der Liturgie des Wortes und der euchari-stischen Liturgie. (Die Liturgie desWortes) umfaßt die Verkündigung unddas Anhören von Gottes Wort; (dieLiturgie der Eucharistie) umfaßt dieDarbringung des Brotes und desWeines, das Gebet oder die Anaphora,welches die Wandlungsworte enthältund die Kommunion.
EINWAND
Der hl. Papst Pius X. dagegen lehrtim Großen Katechismus in Nr. 654(S. 203):
„Die heilige Messe ist dasOpfer des Leibes und des Blutes JesuChristi, das auf unseren Altären unter den Gestalten des Brotes und desWeines zum Gedächtnis an das Kreuzesopfer dargebracht wird“.
Bei der hl. Messe hat die Kircheniemals „zwei große Momente“,sondern immer nur den einen großenAkt betrachtet; alles, was ihmvorausgeht, macht die Vorbereitungaus, und alles, was folgt, stellt dieFrucht und die Danksagung dar.DieseEinteilung mißachtet keineswegs denlehrhaften Teiles der Messe; indiesem Punkt haben viele Theologengeirrt. Wer (zwei) bestimmte Reali-täten, von denen die eine der anderenuntergeordnet ist, gleichen Wert undgleiche Bedeutung zuteilt, der erschüttert die Wahrheit. Weiterhinmüssen wir den unrichtigen Begriff des Offertoriums verbessern, denndieser Teil der hl. Messe ist keines-wegs die einfache „Darbringung vonBrot und Wein“, sondern drückt dendie Genugtuung und Sühne leistendenWert des Opfers aus.
DerArtikel 283 des KKkK lautetso:
„(Das Wort) Transsubstantiation bedeutet die Verwandlung der ganzenBrotsubstanz in die Substanz desLeibes Christi und der ganzenWeinsubstanz in die Substanz desHerrn. Diese Verwandlung geschieht beim eucharistischen Gebet durch dieWirksamkeit des Wortes Christi undder Handlung des Hl. Geistes“.
EINWAND
Die Nummer 605 des GroßenKatechismus vom hl. Pius X. aber lehrt uns folgende Wahrheit:
„DieVerwandlung des Brotes in den Leibund des Weines in das Blut Christi geschieht 
in demselben Augenblick,in dem der Priester 
in der heiligen Messe
die Worte der Konsekrationausspricht.
Anmerkungen zu dem Kompendiumdes katholischen Kirchenkatechismus
(ZweiterTeil)
Monats-Zeitschrift
CHF3.50 / EUR 2.50.–
Deutsche Ausgabe derrömischen Zeitschrift
«Euer
Ja
wort sei vielmehr ein
Ja
,
euer
Nein
ein
Nein
.
Was darüber ist, das ist vom Bösen» (Matth. V, 37)
sì sì no no
Dezember
2009
Nr. 175
Rom-Kurier
Religiöse Informationen – Dokumente – Kommentare – Fragen und Antworten
 
Die in dem neuen Kompendiumaufgestellte Definition der Wesensver-wandlung ist fehlerhaft. Die Trans-substantiation kommt keineswegsdurch das allgemeine eucharistischeGebet zustande, sondern geschiehtganz genau in dem Augenblick, wannder Priester die Konsekrationsworteausgesprochen hat, keinen Momentfrüher und auch keinen Augenblick später. Hier sehen wir dann klar, daßdie (von Rom abgespaltene)Orthodoxie (der Griechen) dieFormulierung des neuen Katechismus beeinflußt hat, denn die Theologendieses Schismas behaupten, nicht dieWorte Christi, sondern die Anrufungdes Heiligen Geistes bewirke dieKonsekration.Weiterhin ist es gut, wenn wir folgende Klarstellung vornehmen.Durch die Wesensverwandlungwerden das Brot und der Weinvollständig zum Leib bez. Blut, zur (menschlichen) Seele und zur Gottheit Unseres Herrn JesusChristus; genau diese Lehre vertrittder Große Katechismus, denn auf dieFrage: „Sind unter den Gestalten desBrotes nur der Leib Jesu Christi undunter den Gestalten des Weines nur sein Blut gegenwärtig? Gibt er in Nummer 612 folgende Antwort:„Jesus Christus ist sowohl unter denGestalten des Brotes als auch unter den Gestalten des Weines ganz undlebendig mit Leib und Blut, Seele undGottheit enthalten“ (Der großeKatechismus von Pius X., Nr. 612).Würde es nicht so heißen, so könntedie Formulierung alle diejenigenPersonen unterstützen, welche behaupten, die Kommunion unter  beiden Gestalten sei (auch für denLaien) notwendig.
Das neue Kompendium, (KKkK)meint in derNummer293:
„Die(römisch) katholischen Kirchendiener spenden erlaubter Weise die heiligeKommunion auch den Mitgliedernder Ostkirchen, obwohl diese mit der katholischen Kirche nicht voll-kommen vereint sind, und zwar dann,wenn die orthodoxen Kirchgänger dies
spontan
verlangen und darauf 
gut vorbereitet
sind.Was die Mitglieder der anderenKirchengemeinden angeht, so dürfenihnen die katholischen Kirchendiener erlaubter Weise die heilige Kom-munion spenden, sobald dieseGläubigen aus schwerwiegendenGründen
von sich aus danachverlangen, gut vorbereitet sind undden katholischen Glauben an diesesSakrament klarbekennen“.EINWAND
Dagegen sagt der vom PapstBenedikt XV. 1917 promulgierteKodex des kanonischen Rechtes imKanon 731, §2:
„Es ist verboten, den Häretikern oder den Schismatikerndie Sakramente der Kirche zu spen-den,
 selbst wenn sie im guten Glau-ben irren und danach verlangen,
 falls sie nicht zuvor mit der Kircheversöhnt sind und ihre Irrtümer aufgegeben haben“.
Wiederum stehen wir vor zweieinander entgegengesetzten Regeln,weil sie, was die Zugehörigkeit zur Kirche angeht, zwei widersprüch-lichen Vorstellungen entspringen(dazu weiter oben). Das neue Kom- pendium meint, weil die subjektiveEinstellung (Disposition) dieobjektive Unordnung ergänzen würdesei sie die ausschlaggebende Größe.Doch in der zweitausend Jahre altenkirchlichen Tradition ist dieseBestimmung eine Neuerung, denn dieKirche hat unter Strafe der Todsündedie Teilnahme an den Sakramenten
(communicatio in sacris)
verboten,wenn jemand der Häresie verdächtigwar; im Falle der Hartnäckigkeittreten nach sechs Monaten derselbenHäresie jedesmal die Elemente der Trennung von der katholischenKirche objektiv ein. Nicht einmal inTodesgefahr ist es erlaubt, einemSchismatiker oder Häretiker dieKommunion zu reichen (dagegen istes unter gewissen Bedingungengestattet, ihm die Beichte abzu-nehmen und die letzte Ölung zuspenden).Deshalb stellt das neue Kom- pendium in diesem Artikel sehr schwerwiegende Behauptungen auf.
12. Die Sakramente im be-sonderen: Die Beichte
DerArtikel 302 des neuenKatechismus (KKkK):
„(DasSakrament der Wiederversöhnungenthält) zwei wesentliche Bestand-teile: 1.) „Die vom Menschenvollzogene Handlung, wenn einePerson durch den Antrieb des Hl.Geistes sich bekehrt, und 2.) dieLossprechung des Priesters, wenndieser in Christi Namen denSündennachlaß gewährt und die Artund Weise der Genugtuung festlegt“.
EINWAND:
Die Nummer 380 des im Jahre1914 erschienen Katechismus der katholischen Lehre des hl. PapstesPius X. hält folgendes fest:
„Die Absolution ist der Spruch, mit demder Priester im Namen Jesu Christidem Beichtenden die Sündennachläßt, indem er sagt:
«Ich sprechedich los von deinen Sünden im Namen des Vaters und des Sohnesund des Heiligen Geistes»“.
Wiederum formuliert das neueGlaubenskompendium recht ungenau,denn es reicht in der Tat nicht aus,daß der Priester im Namen Jesu „denSündennachlaß gewährt“, sondern er muß die Worte, welche die Form desSakramentes ausdrücken, auchwirklich vorbringen, da anderenfallsdie Beichte ungültig ist. NichtsÜberflüssiges verkündet der Kate-chismus, wenn er an diese Wahrheiterinnert. Diese Mahnung gilt heuteum so mehr, da in unseren Tagen sehr viele Priester dazu neigen, ungültigeFormeln der Lossprechung zu er-finden.
13. Die Sakramente im be-sonderen:Die letzte Ölung
Im Artikel 316 des neuenKompendiums (KKkK)
heißt es:(Das Sakrament der Krankenölung)kann der Gläubige empfangen, wenner aufgrund von Krankheit oder 
Altersschwäche
in Todesgefahr schwebt“.
EINWAND
Der hl. Papst Pius X. sagt imKatechismus der katholischen Lehre(1914) unter Nummer 396:
„Dieheilige Ölung darf man spenden,wenn die Krankheit gefährlich ist…“.
Das Alter als solches stellt keinenGrund dar, dieses Sakrament zuempfangen, sondern nur die großeAltersschwäche (senectus decrepita)erlaubt die Sakramentenspendung,wenn es wahrscheinlich ist, daß siedie Todesgefahr wirklich mit sich bringt.
2
Dezember2009 Nr. 175
Rom-Kurier
 
14. Die Sakrament im be-sonderen: Die Ehe
Artikel 338 des KKkK 
sagt: „Dieauf die Gesetze des Schöpfersgegründete und gebaute ehelicheVereinigung von Mann und Frau istihrer Natur nach
auf die Vereinigungund das Wohlergehen derGattenund auf die Zeugung und Erzie-hung derKinderhingeordnet“.EINWAND
In der Ansprache an dieHebammen hält Papst Pius XII. am29. Oktober 1951 folgende Wahrheitfest:
„Es ist nicht richtig, daß der erste und nächste Zweck der Ehe,welche eine naturgegebene Einrich-tung darstellt, die Vervollkommnung der Eheleute ist, sondern nach demWillen des Schöpfers macht die Zeugung und Erziehung von neuem Leben das erste Ziel aus. …Dieanderen Zwecke der Ehe stehen nicht auf derselben Stufe wie der erste Zweck, sondern sind dem Wesen nachihm
untergeordnet.
Auch in den anderen das Themadieses Sakramentes behandelndenArtikeln wie 456, 495, 496, wagt dasneue Katechismuskompendiumniemals die These zu vertreten, daßdie Katechismuskompendium niemalsdie These zu vertreten, daß die Zieleder Ehe hierarchisch geordnet sind,nämlich der erste Ehezweck dieZeugung und Erziehung der Kinder,der zweite die Vereinigung der Gattenist. Außerdem suchen wir in demWerk vergeblich den Aspekt, daß dieEhe ein gewisses Heilmittel gegen dieBegehrlichkeit liefert (remediumconcupiscentiæ).
Im Artikel 341 des neuenKatechismus (KKkK) steht:
„JesusChristus stellt nicht nur die ur-sprüngliche, von Gott gewollteOrdnung wieder her, sondern gibtauch die Gnade, in der neu herge-stellten Würde des Sakramentes, dasEheleben zu führen, denn diesesGnadenmittel ist das Zeichen vonChristi bräutlicher Liebe für dieKirche: «Männer! liebet eure Weiber,wie auch Christus die Kirche ge-liebt… hat» (Eph. 5, 25 in der Über-setzung von Allioli)“.
EINWAND
In dem päpstlichen Rundschreiben
Casti connubii
vom 31. Dezember 1930 hält Pius XI. diese Wahrheitfest:
 Die Ordnung der Liebe verlangt auf der einen Seite des MannesVorrang vor der Frau und den Kindern, doch auf der anderen Seitelehrt sie auch die bereitwilligeUnterordnung der Frau; dies geschehe nicht mit Anwendung vonGewalt, sondern in der sanften Weise,wie es der Apostel Paulus mit jenenberühmten Worten empfiehlt 
(Eph.5,22f):
«Die Weiber seien ihren Männern untertänig (untergeordnet),wie dem Herrn, denn der Mann ist das Haupt des Weibes, wie Christusist das Haupt der Kirche; er, der  Retter seines Leibes»
(nach Allioli).Der Artikel des neuen Kompen-diums tadelt den darauf folgendenAbschnitt des Epheserbriefes,während Pius XI. ihn hell beleuchtet;nachdem nun der Papst genauhervorgehoben hatte, worin dieUnterordnung der Ehefrau unter denEhemann besteht, bekräftigte er wiederum:
„Was dann den Grad und die Art dieser Unterordnung der Frauunter den Mann angeht, so kann diesentsprechend der Verschiedenheit von Personen, Orten und Zeiten variieren… Aber zu keiner Zeit und an keinemOrt ist es erlaubt, die von Gott  festgelegte Wesensstruktur und Gesetzmäßigkeit der Familie selbst zuuntergraben oder zu verletzen“
.
DerArtikel 335 des neuenKatechismus meint: „
Die Mischehen(zwischen getauften Katholiken undgetauften Nichtkatholiken) verlangendie Genehmigung und Erlaubnis der kirchlichen Autorität. Jene Ehen, wodie Gottesverehrung verschieden ist(d.h. zwischen Katholiken und Nichtgetauften) brauchen, um gültigzu sein, eine Dispens (der kirchlichenBehörden). Auf jeden Fall ist es sehr wichtig für die Eheleute, diewesentlichen Zwecke und Eigen-schaften der Ehe nicht auszu-schließen, sondern anzunehmen; der katholische Ehepartner 
und derandere Eheteil sollen die Verpflich-tungen anerkennen,
daß es gilt, denGlauben zu bewahren und bei denKindern die (katholische) Taufe undErziehung zu gewährleisten“.
EINWAND
Der von Papst Benedikt XV. imJahre 1917 erlassene Kodex deskanonischen Rechtes sagt im Kanon1060:
„Überall verbietet die Kirche
mit aller Strenge,
daß zwei getaufte Personen die Ehe schließen, wenn dieeine katholisch ist und die andereeiner häretischen oder schismatischenSekte angehört. Falls aber dann nochdie Gefahr besteht, daß der katho-lische Ehepartner und die Nach-kommen verführt werden
(den Glau- ben zu verlieren),
 so verbietet selbst das göttliche Gesetz die Ehe.
Außerdem bestimmt der Kanon1070 des gleichen Gesetzbuches:
„Die zwischen einer nichtgetauftenund einer in der katholischen Kirche getauften Person abgeschlossenen Ehe …ist nichtig“.
(In der Enzyklika
Casti connubii
zitiert Papst Pius XI. diesen zweitenArtikel). Der Inhalt beider Artikel istoffensichtlich verschieden. GemischteEhen hat die Kirche immer verboten,denn sie bieten die Gelegenheit,verbotene Gemeinschaft und Teil-nahme an (schlechten) Gottesdienstenzu benutzen,gefährden die Religiondes katholischen Ehepartners undverhindern die gute religiöseErziehung der Nachkommen. Allzuoft verleiten sie auch die Menschenzur falschen Ansicht und Lebens-weise, alle Religionen gleich zuachten“ (Papst Leo XIII., im Rund-schreiben
 Arcanum divinœ Sapientiœ
vom 10. Februar 1880). Dagegen behauptet das neue Kompendiumallzu simpel, nur eine Bewilligungoder eine Dispens sei nötig. Dannaber wird die Lage noch schlimmer,denn man begnügt sich mit der Versicherung, der nichtkatholischeEheteil brauche einfach nur zuwissen, wozu der katholischeEhepartner verpflichtet sei. Dochdurch eine schriftlich abgefaßteErklärung müßte der nichtkatholischeEhepartner eigentlich versprechen, er werde (die Verbindlichkeit deskatholischen Teils) respektieren;geschieht dies nicht, laufen der katholische Ehepartner und die Nachkommenschaft Gefahr, denGlauben zu verlieren. Den (durchleichtfertiges Verhalten heraufbe-schworenen) Verlust des Glaubensaber verbieten nicht nur kirchlicheVerfügungen, sondern auch von Gottaufgestellte Vorschriften.
Im Artikel 497 des neuenKatechismus (KKkK) steht fol-
3
Nr. 175 Dezember2009
Rom-Kurier

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