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WAS HÄLT EINE GEMEINSCHAFT ZUSAMMEN?

WAS HÄLT EINE GEMEINSCHAFT ZUSAMMEN?

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Published by Monika Berghoff
Nach hundertjährigem Scheitern der Gemeinschaftsexperimente seit Monte Veritá (Ascona) lautet eine berechtigte Frage: Was hält Gemeinschaften zusammen, was verhindert ihr Scheitern, was steigert ihre Kraft?
Dieser Text von Dieter Duhm, ein Kapitel aus dem Buch „Die Heilige Matrix“ ISBN 978-3-927266-14-8, entstammt einer 30-jährigen Praxis im Aufbau von Gemeinschaft und gibt eine Antwort auf diese Frage.
Nach hundertjährigem Scheitern der Gemeinschaftsexperimente seit Monte Veritá (Ascona) lautet eine berechtigte Frage: Was hält Gemeinschaften zusammen, was verhindert ihr Scheitern, was steigert ihre Kraft?
Dieser Text von Dieter Duhm, ein Kapitel aus dem Buch „Die Heilige Matrix“ ISBN 978-3-927266-14-8, entstammt einer 30-jährigen Praxis im Aufbau von Gemeinschaft und gibt eine Antwort auf diese Frage.

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Published by: Monika Berghoff on Feb 01, 2011
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WAS HÄLT EINE GEMEINSCHAFT ZUSAMMEN?
Dr. Dieter Duhm
(Auszug aus seinem Buch: Die Heilige Matrix) Nach hundertjährigem Scheitern der Gemeinschaftsexperimente seitdem Monte Veri(ebenfalls gescheitert) bei Ascona lautet eine berechtigte Frage: Was lt Gemeinschaften zusammen, wasverhindert ihr Scheitern, was steigert ihre Kraft?
Erstens:
Sie braucht eine starke Idee, ein Konzept, ein Ziel, welchesaußerhalb eines nur persönlichen Wunsches nach Kontakt und Heimatliegt. Zum Beispiel: Aufbau eines Friedensgartens – Aufbau einer Kinderrepublik – Aufbau einer transformatorischen Schule – Aufbaueines umfassenden Projekts zur Energieforschung Aufbau einesKunstzentrums Aufbau eines Medien- und Kommunikations-zentrums etc. Je mehr ihr Konzept einer objektiven Notwendigkeitentspricht, desto mehr wird es vom Universum unterstützt.
Zweitens:
Sie braucht gute Methoden für die menschliche Konfliktbewältigung. Sie braucht eingeistiges, übergeordnetes Konzept, welches auch dann noch gilt, wenn die menschlichenBeziehungen wieder einmal wackeln.
Drittens:
Sie braucht einige Trägerpersonen, die den Gemeinschaftsgedanken auch dann nochtragen, wenn vieles schiefgeht. Sie braucht ein ungewöhnliches Durchhaltevermögen.
Viertens:
Sie braucht keine Platzhirsche und kein Revierdenken, sondern sie braucht dieKooperation der Trägerpersonen. Ein fester Trägerkreis ohne geheime Konkurrenzkämpfe umMacht und Position ist die Voraussetzung für jede Gemeinschaft, die etwas Größeres vorhat.
Fünftens:
Sie braucht eine klare Infrastruktur. Jedes Mitglied soll wissen, an welchem Platz es stehtund was seine Aufgabe ist. Jede Person hat – wie jedes Organ im Leib – seine spezielle Funktion imGanzen. Förderlich ist (ab einer bestimmten Gruppengröße) eine präzise Arbeitsteilung und eineklare Zuordnung der Leitungsfunktionen.
Sechstens:
Sie braucht eine herrschaftsfreie Leitungsstruktur, bestehend aus Personen, dienatürliche Autoritäten sind, weil sie die entsprechenden menschlichen und sachlichen Fähigkeitenhaben und weil sie das Vertrauen der Gruppe besitzen. Diese Personen müssen charakterlich so weitentwickelt sein, daß sie ihre Position nicht für Zwecke von Eigennutz und Macht mißbrauchen.Menschen mit der alten Machtstruktur sind für Leitungsfunktionen ungeeignet, auch wenn sie vonsich aus sofort die Leitung übernehmen wollen. Zukunftsgemeinschaften können weder auautoritärer noch auf antiautoritärer Basis entstehen.
Siebtens:
Sie braucht die Professionalität ihrer Mitglieder. Für die Entwicklung des Ganzen müsseneine Richtung und ein Wille vorhanden sein, die nicht den jeweiligen Gefühlen und Launenunterworfen sind. Freaks und Hippies waren sympathische Leute, aber sie konnten keinefunktionierenden Gemeinschaften aufbauen.
Achtens:
Damit Vertrauen entstehen kann, braucht sie die Transparenz aller wichtigen Vorgängeund Entscheidungen. Besonders für die Bereiche von Sex, Liebe, Autorität und Macht, Geld undÖkonomie muß sie Transparenz schaffen durch geeignete Methoden (z.B. SD-Forum(SD=Selbstdarstellung, Anm. d. Schule der Zukunft)) und klare Kommunikation, weil sie sonst baldden undurchschauten Konflikten zum Opfer fällt.
Neuntens:
Sie braucht sexuelle Lebendigkeit. Sonst wird sie steif, ideologisch oder langweilig.Bisher sind Gemeinschaften entweder am Eros zerbrochen, oder sie haben ihn verdrängt.Gemeinschaften und Eros waren zwei konträre Begriffe. In Wirklichkeit aber kann sich ein freier,unverlogener Eros nur auf kommunitärer Basis entfalten. Dazu müssen natürlich die üblichenSchranken auf gute Weise überwunden werden.
© Verlag Meiga 1
Dr. Dieter Duhm
Photo: © Nigel Dickinson

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