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Ausgabe 17
2/2011
Das Magazin für die Kinder der Nacht
Vampire MaGic 
In dieser Ausgabe:MORBUS DEIDas INTERVIEW
Alex Max Band talksabout writing Songs!
Autoren stellen sich vor:Diana ScottAnnette EickertRoy Francis LeyMiriam PharoMassiv in Mensch -Daniel LogemannBuchvorstellungen:Der GrabschänderCompagnons de Sangund vieles mehr
Photo: Jens Koch
 
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VAMPIRE MAGIC
MORBUS DEI - Das Interview
Bastian Zach, geboren 1973in Leoben. Grafik-Designer,seit 2007 Schnitt- & Synchronregis-seur.Matthias Bauer, geboren1973 in Lienz. Studium derGeschichte und Volkskundein Innsbruck, Tätigkeitenim Verlags- und Ausstellungsbereichsowie in der Erwachsenenbildung.Morbus Dei: Die Ankunft istder erste Roman der Autoren,die zuvor gemeinsam mehrerepreisgekrönte Filme, u.a. denSpielfilm "3 Zimmer. Küche.Tod." (2006), produzierthaben
Der Debütroman der beiden Filmemacher und Autoren Basti-an Zach und Matthias Bauer hat bereits für einiges Aufsehenerregt und erstklassige Rezensionen erfahren. "Morbus Dei"beinhaltet alle Elemente eines Gruselthrillers und noch sehrviel mehr - vor allen Dingen läßt er genug Fragen offen, umeine Fortsetzung zu erwarten. Grund genug, Bastian Zach undMatthias Bauer einige Fragen zu stellen
 Normalerweise werden eher Bücher verfilmt, wie kommt man als Filmemacher auf die Idee, ein Buch zu schreiben und das gleich noch gemeinsam? Und warum gerade dieses gruseligeGenre, welches doch so im krassen Gegensatz zu Euren bereits produzierten Filmen steht?
Zach
: „Morbus Dei“ sollte ursprünglich ein Film werden. Wir ha-ben ein Drehbuch geschrieben, es gab sogar schon eine Zusageseitens einer Produktionsfirma. Dann ist das Projekt geplatzt, dieIdee hat uns aber nie losgelassen. Jahre später haben wir verschie-dene Verlage gefragt, ob Interesse an „Morbus Dei“ als Romanbestünde. Das Interesse war da, also haben wir das Drehbuch zueinem Roman umgearbeitet. 2010, acht Jahre nach der ersten Film-Idee, kam „Morbus Dei: Die Ankunft“ dann in die Buchläden.
Bauer
: Auch unsere Kurzfilme hatten bereits einen düsteren An-strich, und „3 Zimmer.Küche.Tod“ war zwar eine Groteske, aberebenfalls pechschwarz. Von dem her liegt uns das Genre. Undauch wenn wir uns im Bereich Film und Buch genremäßig nichteingrenzen – wir schauen und lesen so ziemlich alles, vomArthouse bis zum Big Budget Popcorn-Movie –, sind wir demHorror/ScFi/Action-Bereich sehr zu getan.
 
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VAMPIRE MAGIC
www.zach-bauer.com
 Zwei Autoren = zwei Charaktere. Gemeinsam schreiben ist bestimmt keine einfache Aufgabe. Gibt es je- manden der sozusagen "federführend" ist bei Euch beiden? Wie arbeitet Ihr gemeinsam Ideen aus und wer beeinflußt den Stil beim Schreiben am meisten?
Bauer
: Federführend ist bei uns keiner, wir entwickeln gemeinsam die Story in groben Zügen, teilen uns dasBuch oder Drehbuch auf, schreiben unsere Sachen, schicken das dem anderen, diskutieren darüber, das bessereArgument gewinnt, dann überarbeiten wir wieder. Das geht so lange hin und her, bis wir beide zufrieden sind.Zum Schluss gehen wir noch einmal über das ganze Manuskript, um gröbere Stilunterschiede abzugleichen.
Zach
: Das gute an einer solchen Zusammenarbeit ist, dass jeder vom anderen sofort ehrliches Feedback be-kommt. Das ist extrem wichtig, weil Autoren (die meisten zumindest) immer betriebsblind gegenüber dem ei-genen Material sind. Das ist bei uns auch nicht anders, und deshalb ist es sehr nützlich, wenn es jemanden gibt,dessen Meinung man vertraut und der sagt „Ist zwar gut, aber …“nützlich, wenn es jemanden gibt, dessen Meinung man vertraut und der sagt „Ist zwar gut, aber …“
War das Schreiben eines Romans eine Umstellung für Euch? Oder nur eine andere Art von Schreiben imGegensatz zu Drehbüchern?
Zach
: Schreiben an sich ist uns zum Glück immer leicht gefallen, egal ab Drehbuch oder Prosa. Ein Roman istallerdings deutlich aufwändiger, er ist von Umfang, Stil etc her nicht mit einem Drehbuch zu vergleichen.
Bauer
: Ein Drehbuch besteht aus Szenen- und Aktionsbeschreibungen sowie viel Dialog. Natürlich muss auchdas Drehbuch gut und ansprechend geschrieben sein, aber wie gesagt: kein Vergleich zum Roman.
 Habt Ihr Vorbilder, was die Schriftstellerei angeht?
Zach:
Vorbilder nicht, aber ich mag generell alles, was mich packt und nicht mehr loslässt. Besonders in Erin-nerung ist mir in letzter Zeit „The Road“ von Cormac McCarthy geblieben.
Bauer:
Ich lese je nach Lust, Laune und vor allem Zeit, greife aber immer wieder mal zu meinen all time fa-vourites J. D. Salinger, Poe, Kafka, Lovecraft, Bukowski, Bret Easton Ellis und Stephen King.
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