bewusst?SIEIch kann nicht mehr. Ich kann nicht schneller, Die anderenhaben Rollstühle. Außerdem habe ich Hunger.EREben. Du isst zuviel. Deine Ansprüche übersteigen unsereMöglichkeiten. Jetzt willst du auch noch einen Rollstuhl.Dabei habe ich schier unermessliche Mittel in die Einsparungdes Kniegelenkes investiert. Das hat man von seiner Großzügigkeit. Manchmal wünschte ich, ich könnte dieMethoden der Machos ...SIEJa?ERFressen, fressen; das ist alles, woran du denkst. Fressenund Rollstuhlfahren. Denkst du auch, daran, dass man für Rollstühle dort nicht nur die Beine, sondern die eignenKinder verkauft?Denkst du auch an die armen Frauen mit den ab-geschnittenen Ohren?SIEAbgeschnittene Ohren! Das ist schrecklich.ERDamit nicht genug. Es gibt welche, denen man den Mundzuklebt, die sich den Gehörgang selbst zustopfen, damit sienichts mehr hören von all dem Elend. Keiner hört überhauptauf irgendwen. Es gibt keine Werte. Keine Moral.SIESchrecklich.ERDa fahren sie herum, in ihren Rollstühlen: ohne Beine, ohneOhren, immer auf der Jagd nach Fressen und hören nicht,wenn jemand leidet und um Hilfe schreit.SIEDas stimmt. Sie hören nichts. Sie sind so schnell an mir vorbeigefahren, dass ich nichts erkennen konnte, und ich binzu spät gekommen. Niemand hat mich um Hilfe rufen hören.ERIch höre dich immer. Ich höre dich, ich sehe dich, bei mir bistdu geborgen. In Sicherheit.SIEJa.BEISCHLAFERDu musst jetzt einkaufen gehen. Es ist für uns, für unsereZukunft, für die gemeinsame Sache, für unser Kind. Es isteine Frage des Bewusstseins.SIEFür unser Kind ... Für den Feminismus.ERFür uns.
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