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Preisindexerstellung für Bildende Kunst - Ein Überblick über den Stand der Forschung

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Published by Christian Knebel
Im September 1998 wurde im New Yorker Auktionshaus Christie´s das Gemälde „Les valeurs personnelles“ von Magritte aus dem Jahre 1952 für 7,1 Mio. USD versteigert, drei andere Magritte für jeweils über 5 Mio. USD. Ein Selbstportrait von van Gogh wechselte noch am selben Tag für 71,5 Mio. USD seinen Besitzer. Diese Rekordpreise für surrealistische Gemälde führten in der Presse zu einem Trend, von Kunst als „neuem Investment“ zu sprechen, mit dem man überdurch-schnittliche Renditen in kürzester Zeit erzielen kann. (Renneboog & van Houtte 1998)
Dem gegenüber stehen hauptsächlich ökonomische Untersuchungen, die sich seit Jahren mit dem Gut „Kunst“ und dessen Wertentwicklung im Vergleich zu klassischen Investitionsgütern beschäftigen. Dort wird regelmäßig nachgewie-sen, dass Kunst, ganz im Gegensatz zu zahlreichen Presseartikeln, eine unterdurchschnittliche Wertentwicklung bei gleichzeitig höherem Risiko besitzt. (Holub, Hutter, & Tappeiner 1993)
Diese konträren Meinungen – zum einen inspiriert durch spektakuläre Auktionsergebnisse, zum anderen basierend auf ökonomischen Berechnungen – führen dazu, dass sich auch heute noch Forscher mit dieser Thematik beschäftigen. Die Berechnung eines Preisindices für die Wertentwicklung von Kunstwerken zur Überprüfung der o.g. Thesen scheint dabei zunächst einfach: Analog zu einem Aktienpreisindex berechnet man anhand der Transaktionspreise einfach das gewichtete Mittel und erhält eine Indexzahl mit der gewünschten Vergleichskraft. Leider ge¬staltet sich dieses Vorgehen für Kunst in der Realität etwas schwerer. Unregelmäßige Transaktionen mit heterogenen Gütern, ein kleiner Kreis von Anbietern und Nachfragern sowie der schwer zu definierende Wert von Kunst sind dabei nur ein paar Probleme und Diskussionspunkte. (Goetzmann & Spiegel 1995)
Um ein wenig Licht in das Dunkel dieser komplexen Thematik und die Vielzahl von Untersuchungen zu bringen, soll sich die nachfolgende Arbeit genau damit beschäftigen. In Kapitel 2 wird zunächst kurz der Kunstmarkt umrissen und das Gut „Kunst“ näher betrachtet, um den theoretischen Rahmen zu schaffen und auf allgemeine Probleme und Anomalien im Gegensatz zu „normalen“ Gütern bzw. deren Märkten hinzuweisen. Ab dem nachfolgenden Kapitel soll anhand der typischen Vorgehensweise für die Erstellung eines Preisindex vorgegangen werden: Kapitel 3 widmet sich dabei der Beschaffung und Aufbereitung der not-wendigen Daten. In Kapitel 4 stehen die möglichen Berechnungsmethoden im Fokus der Betrachtung und in Kapitel 5 werden die gewonnenen Erkenntnisse evaluiert und Verbesserungsmöglichkeiten für zukünftige Forschungsrichtungen aufgezeigt.
Ziel ist es, einen Überblick über die verschiedenen Sichtweisen und Methoden zur Thematik der Kunstpreisindexberechnung zu geben. Dabei soll es weniger auf die Beurteilung der „richtigen“ Vorgehensweise ankommen, als auf das Herausstellen der Unterschiede und Probleme. Die vorliegende Arbeit soll den „Stand der Dinge“ dieses Forschungsbereiches darstellen und mit Anregungen für die Zukunft Anregungen mögliche Denkweisen aufzeigen.
Im September 1998 wurde im New Yorker Auktionshaus Christie´s das Gemälde „Les valeurs personnelles“ von Magritte aus dem Jahre 1952 für 7,1 Mio. USD versteigert, drei andere Magritte für jeweils über 5 Mio. USD. Ein Selbstportrait von van Gogh wechselte noch am selben Tag für 71,5 Mio. USD seinen Besitzer. Diese Rekordpreise für surrealistische Gemälde führten in der Presse zu einem Trend, von Kunst als „neuem Investment“ zu sprechen, mit dem man überdurch-schnittliche Renditen in kürzester Zeit erzielen kann. (Renneboog & van Houtte 1998)
Dem gegenüber stehen hauptsächlich ökonomische Untersuchungen, die sich seit Jahren mit dem Gut „Kunst“ und dessen Wertentwicklung im Vergleich zu klassischen Investitionsgütern beschäftigen. Dort wird regelmäßig nachgewie-sen, dass Kunst, ganz im Gegensatz zu zahlreichen Presseartikeln, eine unterdurchschnittliche Wertentwicklung bei gleichzeitig höherem Risiko besitzt. (Holub, Hutter, & Tappeiner 1993)
Diese konträren Meinungen – zum einen inspiriert durch spektakuläre Auktionsergebnisse, zum anderen basierend auf ökonomischen Berechnungen – führen dazu, dass sich auch heute noch Forscher mit dieser Thematik beschäftigen. Die Berechnung eines Preisindices für die Wertentwicklung von Kunstwerken zur Überprüfung der o.g. Thesen scheint dabei zunächst einfach: Analog zu einem Aktienpreisindex berechnet man anhand der Transaktionspreise einfach das gewichtete Mittel und erhält eine Indexzahl mit der gewünschten Vergleichskraft. Leider ge¬staltet sich dieses Vorgehen für Kunst in der Realität etwas schwerer. Unregelmäßige Transaktionen mit heterogenen Gütern, ein kleiner Kreis von Anbietern und Nachfragern sowie der schwer zu definierende Wert von Kunst sind dabei nur ein paar Probleme und Diskussionspunkte. (Goetzmann & Spiegel 1995)
Um ein wenig Licht in das Dunkel dieser komplexen Thematik und die Vielzahl von Untersuchungen zu bringen, soll sich die nachfolgende Arbeit genau damit beschäftigen. In Kapitel 2 wird zunächst kurz der Kunstmarkt umrissen und das Gut „Kunst“ näher betrachtet, um den theoretischen Rahmen zu schaffen und auf allgemeine Probleme und Anomalien im Gegensatz zu „normalen“ Gütern bzw. deren Märkten hinzuweisen. Ab dem nachfolgenden Kapitel soll anhand der typischen Vorgehensweise für die Erstellung eines Preisindex vorgegangen werden: Kapitel 3 widmet sich dabei der Beschaffung und Aufbereitung der not-wendigen Daten. In Kapitel 4 stehen die möglichen Berechnungsmethoden im Fokus der Betrachtung und in Kapitel 5 werden die gewonnenen Erkenntnisse evaluiert und Verbesserungsmöglichkeiten für zukünftige Forschungsrichtungen aufgezeigt.
Ziel ist es, einen Überblick über die verschiedenen Sichtweisen und Methoden zur Thematik der Kunstpreisindexberechnung zu geben. Dabei soll es weniger auf die Beurteilung der „richtigen“ Vorgehensweise ankommen, als auf das Herausstellen der Unterschiede und Probleme. Die vorliegende Arbeit soll den „Stand der Dinge“ dieses Forschungsbereiches darstellen und mit Anregungen für die Zukunft Anregungen mögliche Denkweisen aufzeigen.

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Published by: Christian Knebel on Feb 10, 2011
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06/24/2012

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